Was Autofahrer wissen wollen

Warum sollten Biker einen Nierengurt tragen?

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Motorradfahrer müssen ihre Kleidung dem Wetter anpassen. Mit einem Nierengurt können sie sich vor Unterkühlung schützen. Foto: Patrick Seeger/dpa

Viele Motorradfahrer besitzen einen Nierengurt. Er scheint zur Ausstattung von Bikern einfach dazu zu gehören. Aber welchen Nutzen hat dieses Kleidungsstück und wie wichtig ist es?

Essen (dpa/tmn) - Nierengurte zählen zum klassischen Outfit eines Motorradfahrers und sind ein Verkaufsschlager. Warum aber jedes Jahr mehrere Hunderttausend davon verkauft werden, darüber gibt es keine Einigkeit, teilt der Tüv Nord mit.

Sind sie ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, als Biker Lederjacken und Hosen noch getrennt trugen - und die Jacken beim Hochrutschen die Nieren freilegten, so dass diese Schutz vor dem Fahrtwind brauchten? Sind sie nur ein modisches Accessoire oder wirklich nützlich, etwa bei Vibrationen oder bei Stürzen?

Mediziner weisen daraufhin, dass die Nieren anatomisch im Körper gut gelagert und geschützt sind, die Funktion des Nierengurtes als extra Stoßdämpfer daher kaum von Bedeutung ist. Weitgehend einig ist man sich aber, dass der Nierengurt als Schutz vor Unterkühlung dienen kann. Schmerzen durch Muskelverspannungen bei ständigem Fahrtwind lassen sich auf diese Weise durchaus verhindern.

Außerdem wird dem Nierengurt eine stützende Wirkung zugeschrieben. Der Fahrer hat beim Tragen des Nierengurtes "ein gutes Gefühl", er fühlt sich sicherer, und dieser psychologische Effekt kann auch zu sichererem Fahren beitragen. Bewiesen ist das allerdings nicht, dennoch hat der Nierengurt aber durchaus seine Existenzberechtigung.

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