Was Autofahrer wissen wollen

Was bringt ein kleiner Wendekreis wirklich?

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Einparken ist manchmal ein echtes Ärgernis - ein kleinerer Wendekreis hilft hier enorm. Foto: Marc Müller (Archiv)

Einparken kann zur Qual werden, besonders mit etwas längeren Autos. Gerade in Städten lohnt sich daher ein Fahrzeug mit kleinerem Wendekreis. Neben dem Radstand spielt dabei auch die Art des Antriebs eine Rolle.

Essen (dpa/tmn) - Wie wendig ein Auto ist, lässt sich anhand des Wendekreises beziehungsweise des Kurvenradius erkennen. Je geringer er ausfällt, desto unkomplizierter ist das Handling, also etwa das Einparken unter schwierigen Bedingungen, das Rangieren im Parkhaus oder das Einbiegen aus engen Ausfahrten.

Vor allem im Stadtverkehr fallen deshalb die Vorteile eines kleinen Wendekreises auf, erklärt der Tüv Nord. Der kleinste Wendekreis ist dabei gleichbedeutend mit dem größten Lenkeinschlag, den die Achsen und Räder ermöglichen.

Technisch bedingt fällt der Wendekreis bei Fahrzeugen mit einem längeren Radstand wie bei einer Mittelklasselimousine meist größer aus, als bei einem Kleinwagen. Auch die Bauart des Antriebsaggregats spielt eine Rolle. So lässt ein großer Fünfzylinder-Quermotor den Vorderrädern und der Lenkung weniger Spielraum zum Einschlagen als ein Vierzylindermotor. Auch verfügen Fahrzeuge mit Frontantrieb meist über einen etwas größeren Wendekreis als heckgetriebene Autos. Denn bei letzteren lassen sich die Vorderräder aufgrund besserer Platzbedingungen vorne in der Regel weiter einschlagen.

Übrigens dürfen laut Straßenverkehrszulassungsordnung (§ 32d StVZO, "Kurvenlaufeigenschaft") nur Fahrzeuge zugelassen werden, die einen Wendekreis von maximal 25 Metern haben. Denn ansonsten könnte es in Kreisverkehren oder in engen Kurven zu Problemen beim sicheren Fahren kommen.

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