Eine Stadt leuchtet

Homosexuelle Ampelmännchen und Pärchen in Wien

Die Wiener Ampelmännchen zeigen sich nun weltoffen. Künftig leuchten Paare aus Mann und Frau, zwei Frauen oder zwei Männer für Fußgänger. Allerdings hat die Aktion hat einen ernsten Hintergrund. 

Das Ampelmännchen in Wien ist nicht mehr allein. Für 63.000 Euro hat es Gesellschaft bekommen. Drei unterschiedliche Motive gibt es. Hier im Foto ist ein Frau-Frau-Pärchen zu sehen.

Bis Mittwoch sollen in Österreichs Hauptstadt 120 Ampel an ausgewählten Stellen mit den neuen Motiven umgerüstet sein: Dann leuchten statt einem klassischen einsamen Ampelmännchen ein Pärchen. Drei unterschiedliche Motive gibt es: entweder Mann und Frau, zwei Frauen sowie zwei Männer jeweils mit einem Herzchen. 

Der Life Ball sowie der Eurovision Song Contest (19. bis 23. Mai 2015) stehen bevor. Insofern ist es ein guter Zeitpunkt für die Stadt Wien sich weltoffen und tolerant zu präsentieren, sagt Sonja Vicht Sprecherin der Wiener Verkehrs- und Stadtentwicklung. Doch die neuen Ampelmännchen sollen nicht nur als Werbung für Wien leuchten, sondern vor allem im Verkehr für mehr Sicherheit sorgen.

"2014 sind in Wien sind 22 Kinder bei Unfällen schwer verletzt worden. Die neuen Signale sind ein Versuch, die Aufmerksamkeit an den Ampeln zu erhöhen", sagt Vicht. Gerade an Kreuzungen wird gerade das Rotlicht oft ignoriert. 

Bis Ende Juni läuft das Projekt. Dann wird sich zeigen, ob die 63.000 Euro eine gute Investition waren. Ob die Pärchen das Verhalten der Fußgängern positiv verändern konnten.

Die Dortmunder Politiker wollten zuletzt ein Ampelfrauchen durchsetzen. Der Grund: Stadtpolitiker fordern ein Signal der Gleichstellung. Ein weibliches Design wäre wegen einer größeren Leuchtfläche auch sicherer. Allerdings wurde der Vorschlag eine Frau mit einem Zopf und Kleid darzustellen, abgeschmettert.

So sehen die Fußgängerampeln in Wien aus

Fußgängerampeln in Wien
Das Ampelmännchen in Wien ist nicht mehr allein. Für 63.000 Euro hat es Gesellschaft bekommen. Drei unterschiedliche Motive gibt es. Hier im Foto ist ein verliebtes Mann-Frau-Pärchen zu sehen. © Stadt Wien/ GSK
Fußgängerampeln in Wien
Mit drei unterschiedlichen Motive - hier zwei Frauen - möchte Wien sich als weltoffene und tolerante Stadt präsentieren. Doch die neuen sind mehr als ein PR-Gag. © Stadt Wien/ GSK
Fußgängerampeln in Wien
Mit dem Projekt möchte die Stadt für Fußgänger sicherer machen. © Stadt Wien/GSK
Fußgängerampeln in Wien
Das Rotlicht an den Fußgängerampeln wird häufig absichtlich ignoriert oder schlichtweg übersehen. Die neuen Motive soll für mehr Aufmerksamkeit sorgen. © Stadt Wien/ GSK
Fußgängerampeln in Wien
Das Projekt wird deswegen wissenschaftlich begleitet. Ein Hingucker sind die neuen Symbole allemal. © Stadt Wien/ GSK
Fußgängerampeln in Wien
Bis Ende Juni läuft die Aktion. © Stadt Wien/ GSK

ml

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.