Bei der Fahrpause sparen?

Deutliche Preisunterschiede zwischen Autobahn-Raststätten und Autohöfen laut ADAC – das gilt allerdings nicht überall

Armut
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Tanken geht ins Geld. Manchmal ergeben sich hier deutliche Unterschiede, wie der ADAC beschreibt.

Der ADAC hat bei einem Vergleich von Autobahn-Raststätten und Autohöfen teils deutliche Preisunterschiede festgestellt. Hier einige Beispiele, über die der Verkehrsclub berichtet.

Bei längeren Autofahrten sollte man öfter eine Pause einlegen – und dazu gehört oft auch, dass man in Autobahnnähe tankt oder sich etwas zum Essen oder zum Trinken kauft. Und das alles hat natürlich seinen Preis*. Raststätten liegen direkt an der Autobahn, für den Besuch eines Autohofs muss man derweil die Fernstraße verlassen.

ADAC berichtet über Preisvergleich an Autobahn-Raststätten und Autohöfen

Wie steht es mit den Preisen? Der ADAC ist dem nachgegangen und berichtete nun über einen ADAC-Preisvergleich zwischen Raststätten und Autohöfen. Man habe die Preise von insgesamt 70 Raststätten und Autohöfen miteinander verglichen, heißt es auf ADAC.de. Ergeben hätten sich zum Teil „drastische Unterschiede“.

Dem Vergleich zufolge waren im Schnitt die Raststätten bei 13 von 14 ausgewerteten Produkten teurer, wie der Verkehrsclub der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge berichtete. Auf der Internetseite des ADAC heißt es zum Beispiel: „Eine 0,5-Liter-Flasche Wasser etwa war an den Raststätten für gemittelt 2,15 Euro zu haben, an den Autohöfen für 1,42 Euro. Das günstigste belegte Brötchen kostete an Raststätten im Schnitt 4,05 Euro, an Autohöfen 2,97 Euro. Für ein süß gefülltes Croissant wurden an Raststätten durchschnittlich 2,65 Euro fällig, an Autohöfen nur 1,97 Euro.“

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Nicht überall Preisunterschiede

Bei den ausgewerteten warmen Hauptgerichten – ein Schnitzel mit Beilage beziehungsweise ein Nudelgericht mit vegetarischer Soße – seien die Unterschiede dagegen minimal gewesen, wie dpa über den beschriebenen Vergleich schrieb.

Beim Tanken kann sich ein Preis-Vergleich lohnen

Beim Tanken fiel der Preisunterschied dem ADAC-Vergleich zufolge dagegen deutlicher aus. So hätten im Test E10 und Diesel an den Raststätten im Schnitt pro Liter 26 beziehungsweise 25 Cent mehr als an den Autohöfen gekostet, heißt es in dem dpa-Bericht.

Für den Preisvergleich hatte der ADAC den Angaben zufolge 35 Paare aus Raststätten und Autohöfen gebildet, die jeweils höchstens 20 Kilometer voneinander entfernt seien. „Die Vor-Ort-Erhebungen fanden zwischen dem 8. und 23. Juli 2021 statt“, heißt es auf ADAC.de.

Tank & Rast, Betreiber der meisten deutschen Raststätten, wirft dem ADAC dem dpa-Bericht zufolge „signifikante methodische Schwächen“ bei der Erhebung vor. So seien etwa die teils 20 Kilometer Entfernung zwischen den Raststätten und Autohöfen für einen Vergleich zu weit. Außerdem blende die Auswertung „das sich stark unterscheidende Leistungsspektrum von Autobahnraststätten und Autohöfen neben der Autobahn aus“, kritisiert das Unternehmen laut dem Bericht. Schließlich hielten Autobahnraststätten ihr Angebot permanent aufrecht, erklärte Tank & Rast laut dpa, „auch in umsatzschwachen Zeiten wie in der Nacht“, während Autohöfe dann schließen könnten.

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Tipp beim Tanken: Auch auf die Uhrzeiten achten

Grundsätzlich rät der ADAC Autofahrern dazu, beim Tanken auch die Preisunterschiede im Tagesverlauf zu beachten. Am günstigsten sei der Kraftstoff laut ADAC-Studie in der Regel zwischen 18 und 19 sowie zwischen 20 und 22 Uhr. Auch mithilfe von Apps lassen sich Benzinpreise von Tankstellen vergleichen. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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