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Job: Wer Kollegen im Urlaub stört, riskiert eine Strafe von rund 1.100 Euro

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Von: Carina Blumenroth

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Im Urlaub sollen sich Mitarbeiter erholen und nicht an die Arbeit denken. Damit das klappt, hat ein indisches Unternehmen ein Kontaktverbot im Urlaub eingeführt.

Die Arbeit nimmt einen großen Teil des Lebens der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Manche können sich im Job selbst verwirklichen, andere arbeiten nur wegen des Geldes. Was allerdings für fast alle gilt, ist, dass sie nur während der Arbeitszeit dienstlich erreichbar sein müssen. Das bestätigte erst kürzlich ein deutsches Arbeitsgericht. Ebenfalls dient der Urlaub der Erholung, aber können alle am Strand oder in den Bergen abschalten und die Arbeit vergessen?

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Urlaub ist Erholung: Unternehmen führt bei Kontakt Geldstrafe ein

Vater und Sohn am Strand, aber er muss arbeiten.
Sollten Sie im Urlaub für Ihren Chef Mails bearbeiten, muss das als Arbeitszeit behandelt werden. (Symbolbild) © Mareen Fischinger/Imago

Die indische Firma Dream11 will Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Urlaub sind, schützen – auch vor sich selbst. Daher gibt es im Unternehmen eine „Unplug“-Richtline – in dieser Zeit haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Zugriff auf die Unternehmensdaten und Kommunikationswege, wie US-amerikanische Sender CNBC berichtet. Der Rauswurf aus dem System solle für eine Woche gelten. Wer sich in der Zeit an eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter wende, müsse ein Bußgeld von umgerechnet rund 1.100 Euro begleichen.

Kontakt im Urlaub: Das gilt für Arbeitnehmer in Deutschland

Sie haben Urlaub und wollen diesen genießen, das können Sie ruhigen Gewissens tun, denn in einem genehmigten Urlaub sollen Sie sich erholen. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen zwar Mails schreiben oder Sie auf dem Diensttelefon anrufen, aber Vorgesetzte dürften nicht erwarten, dass Sie im Urlaub reagieren. Gesichert ist Ihr Urlaub im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), dieses besagt, dass Sie jährlichen Anspruch auf Erholungsurlaub haben. In dieser Zeit ruhe die Pflicht, die vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung zu erbringen, informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Sollten Sie im Urlaub auf Anweisung eines Vorgesetzten Mails verschicken oder Telefonate führen, gelte dies als Arbeitszeit, die vergütet werden müsse, berichtet der DGB. Ebenfalls könne der Urlaub entsprechend nachgeholt werden.

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