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Studie: Mikro-Pausen sollen den Arbeitsalltag erleichtern

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Von: Carina Blumenroth

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Eine Geschäftsfrau in einer kleinen Pause mit ihrem Handy und Kaffee.
Mikro-Pausen im Arbeitsalltag können die Produktivität steigern. (Symbolbild) © Imago

Aus dem Fenster gucken oder Kaffee kochen – diese kleinen Pausen geben im Arbeitsalltag Kraft, zeigt eine neue Metastudie. Diese wird allerdings auch kritisiert.

Die mentale Gesundheit und die Produktivität in Balance bringen, das ist eine Herausforderung, die alle Menschen in den unterschiedlichsten Arbeitsumfeldern haben. Eine Möglichkeit, wie es gelingen kann, dass sich die beiden Bausteine die Waage halten, sind Mikro-Pausen. Das Wissenschaftsportal Inverse beschreibt die Mikro-Pausen als kurzen Arbeitsaufschub, der maximal zehn Minuten lang ist.

Mehrere Studien zu Mikro-Pausen verglichen

Forscherinnen und Forscher aus Rumänien haben rund 20 Studien zum Thema Arbeitspausen verglichen und zusammengetragen, ihre Erkenntnisse haben sie in einer Metaanalyse in der internationalen Online-Fachzeitschrift PloS One veröffentlicht. Im Fokus standen dabei die Art der geleisteten Arbeit, in welchem Umfang diese stattfand und wie sich eine Pause auf die Leistungsergebnisse auswirkte. Laut dem Portal T3N kam dabei heraus, dass Mikro-Pausen sich am meisten auf die Büroarbeit auswirke, kleinere Auswirkungen habe es dagegen auf Arbeitsplätze mit kreativen Aufgaben.

Mikro-Pausen: Autorin der Studie vergleicht Menschen mit Autos

Eine Autorin der Studie hat bei Inverse einen Vergleich zu einem Auto gezogen: „Wenn wir unseren gesamten Treibstoff aufgebraucht haben, stoppen alle Systeme und sind dann schwieriger, wieder zu starten.“ Kurze Pausen würden helfen, die kognitiven Mechanismen wieder in Gang zu bringen. Laut den Forscherinnen und Forschen sei die Leistungssteigerung größer, desto näher die Pause an zehn Minuten herankomme. Wenn man den Drang, eine Pause zu machen, ignoriere, dann würde sich das eher auf die Arbeitsleistung auswirken, dass man eher Fehler mache und Aufgaben mehr Zeit in Anspruch nehmen würden. Demnach sollten auch Vorgesetzte ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eher dazu anhalten, eine Mikro-Pause einzulegen.

Studie zu Mikro-Pausen: Das wird kritisiert

Allerdings gibt es nicht nur positives Feedback zu der Studie, so kritisiert beispielsweise der Psychologe Friedhelm Nachreiner im Spiegel, dass die Autorinnen und Autoren zu wenige Untersuchungen ausgewertet und Standardliteratur nicht zur Kenntnis genommen hätten. Ebenfalls hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie selbst ihr Energielevel eingeschätzt, das wäre ein Mangel an der Studie.

Auch die Studienleiterinnen und -leiter haben mögliche Lücken aufgedeckt, da sie selbst bei einer folgenden Studie auch auf die Gemütszustände, wie Angst oder Anspannung, achten wollten, nicht nur auf die Energie und die Müdigkeit.

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So könnten Mikro-Pausen aussehen

Wann Menschen Mikro-Pausen brauchen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, sei individuell und auch die Länge der kurzen Auszeit könne nicht pauschal festgelegt werden. Genauso individuell sind auch die Tätigkeiten während der Pause, denkbar wären zum Beispiel die Folgenden:

Sinnvoll kann es beispielsweise auch sein, dass Sie sich für diese Mikro-Pausen einen Timer stellen. Dann vergessen Sie nicht Mikro-Pausen einzulegen, wissen aber auch, wann Sie diese besser wieder beenden sollten.

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