Steuer

CSU-Politiker fordert 1.000 Euro Homeoffice-Pauschale – was Kritikern an bisheriger Regelung nicht gefällt

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen.
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Der Bundestag hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass jeder Steuerpflichtige, der zu Hause arbeitet, pro Jahr 600 Euro steuerlich geltend machen kann.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, will das Arbeiten im Homeoffice stärker steuerlich fördern. Bisher können Arbeitnehmer 600 Euro pro Jahr geltend machen.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, setzt sich dafür ein, das Arbeiten im Homeoffice* stärker steuerlich zu fördern. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa), die sich auf ein Interview des Deutschlandfunks mit dem CSU-Politiker bezieht. Im Deutschlandfunk schlug Dobrindt demnach eine Pauschale von 1.000 Euro pro Jahr vor - als „Signal an eine sich modernisierende Arbeitswelt“. Dobrindt wolle diese Forderung nach eigenen Worten in das Wahlprogramm der CSU aufnehmen, das es neben dem gemeinsamen Programm mit der CDU geben soll, schrieb dpa anlässlich des Interviews.

Corona-Pandemie: Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro pro Jahr

Pro Homeoffice-Tag kann man nach der aktuellen Regelung fünf Euro geltend machen, maximal 600 Euro pro Jahr. Wer bereits im Vorjahr im Homeoffice tätig war, kann daher jetzt bei der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 also pro Tag im Homeoffice 5 Euro, maximal 600 Euro im Jahr, ansetzen.

Homeoffice-Pauschale zählt zu Werbungskosten - was Kritiker sagen

Der Einwand von Kritikern an der bisherigen Regelung: Die Pauschale zählt zu den Werbungskosten. Daher würden davon nur jene Steuerzahler profitieren, die über die ohnehin geltende Werbekostenpauschale von 1.000 Euro kommen. Oder anders gesagt: Die maximal 600 Euro rentieren sich nur dann, wenn der Arbeitnehmer noch weitere Werbungskosten hat. Denn erst, wenn alle beruflichen Ausgaben zusammen den Betrag von 1.000 Euro im Jahr überschreiten, wirke sich dies steuermindernd aus. Zu den Werbungskosten zählen zum Beispiel selbst gezahlte Fortbildungskosten, Ausgaben für Berufsbekleidung oder Fachliteratur.

Lesen Sie dazu: Geld zurück nach Homeoffice: Was Sie bei der Steuererklärung angeben können

Verband schlägt Mobile-Arbeit-Pauschale von 1.000 Euro vor

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft schlug dpa zufolge vor, aus der Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro pro Jahr eine Mobile-Arbeit-Pauschale von 1.000 Euro zu machen, „und zwar ohne aufwendige Einzelnachweise in der Steuererklärung“. Zudem sollte die steuerliche Sofortabschreibung für die Büroausstattung von bisher 1.000 auf mindestens 1.500 Euro aufgestockt werden, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der dpa.

Nach Corona: SPD fordert Recht auf Homeoffice für Teil der jährlichen Arbeitszeit

Die SPD dringt für die Zeit nach der Corona-Pandemie derweil auch auf einen Rechtsanspruch für Arbeitnehmer auf Homeoffice für einen Teil der jährlichen Arbeitszeit. „Grundsätzlich sollen Beschäftigte bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten können, wenn es die Tätigkeit erlaubt“, sagte die Partei-Vorsitzende Saskia Esken laut dpa der „Augsburger Allgemeinen“ (2. Juli). Homeoffice habe während der Corona-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen und die Arbeitswelt vieler Menschen verändert. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Corona-Jahr: Was Sie bei der Steuererklärung diesmal auf keinen Fall vergessen dürfen

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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