Was Beschäftigte wissen sollten

Darf der Chef bestimmen, dass Arbeitnehmer eine Maske tragen? Droht bei Missachtung Kündigung?

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf einem Bürgersteig.
+
Mund-Nasen-Schutz tragen - auch am Arbeitsplatz?

Eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz gibt es zwar nicht. Doch wie ist die rechtliche Lage, wenn der Arbeitgeber Maskentragen vorschreibt? Was Beschäftigte dazu wissen sollten.

Ein Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz – ja oder nein? Mit dieser Frage wurden nicht nur zu Beginn der Coronakrise* viele Beschäftigte konfrontiert. Nach wie vor gelten in der Arbeit – wie auch in anderen Lebensbereichen – die Corona-Abstands- und Hygieneregeln als Maßstab.

Coronakrise: Darf Arbeitgeber Maskenpflicht im Job anordnen?

Jedes Unternehmen sollte demnach gewährleisten, dass die Hygiene- und Abstandsregeln in der Coronakrise* eingehalten werden. Das kann bedeuten, dass der Arbeitgeber zum Beispiel in Gemeinschaftsräumen Masken vorschreiben, die Mitarbeiter jedoch zum Beispiel an ihrem Schreibtisch mit genügend Sicherheitsabstand absetzen können.

„Eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz hängt letztlich von der Ausgestaltung des konkreten Arbeitsplatzes des Mitarbeiters und vom Umfang der Maskenpflicht ab“, zitiert das Handelsblatt den Fachanwalt für Arbeitsrecht Philipp Byers. „Hierunter kann grundsätzlich auch eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz fallen.“

Lesen Sie hier: Krankschreibung wegen Erkältung nicht mehr per Telefon: Arztbesuch wieder nötig

Corona: Arbeitnehmer hat Fürsorgepflicht für Beschäftigte

Das Unternehmen hat dabei auch eine Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten. Eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmer gibt es unterdessen nicht. Die Arbeitgeber in Deutschland lehnen eine solche generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz ab, schreibt das Handelsblatt (Stand: 25.08.2020). Wo Abstände nicht eingehalten werden können, sei es sicherlich empfehlenswert, auch zusätzlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der “Welt“ zufolge. Generelle Vorschriften wiederum halte man für wenig zielführend.

Behördliche Vorschriften gibt es in manchen Branchen oder Bereichen in vielen Bundesländern allerdings – zum Beispiel bei den Friseuren oder in Einrichtungen des Gesundheitswesens, wo Beschäftigte eine Maske während der Arbeit tragen müssen.

Erfahren Sie hier: Kündigungsschutzgesetz: Wann schützt es mich vor Kündigung?

Maskenpflicht in der Arbeit - droht bei Missachtung Kündigung?

Darüber hinaus können Arbeitgeber eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz wirksam anordnen, heißt es in dem Bericht des Handelsblatts – eine solche Schutzmaßnahme müsse entsprechend verhältnismäßig sein. „Üben Arbeitnehmer Tätigkeiten aus, bei denen regelmäßig ein unmittelbarer Kontakt zu Kollegen oder Kunden entsteht, kann das Tragen einer Schutzmaske problemlos durch das Unternehmen angeordnet werden“, erklärt der Arbeitsrechtler in dem Bericht.

Lesen Sie hier: Raucherpause: Chef belohnt Mitarbeiter, die nicht rauchen gehen – mit dieser Maßnahme

Was droht Beschäftigten, die sich nicht an die Weisung ihres Arbeitgebers halten? Bei einem erstmaligen Verstoß gegen die Maskenpflicht, so heißt es weiter in dem Bericht, dürfte meist nur eine Abmahnung in Betracht kommen. Besonders gelte das für Fälle, bei denen der Arbeitnehmer aus Unachtsamgkeit gegen die Maskenfplicht verstoße. Im schlimmsten Fall kann Arbeitsrechtlern zufolge auch eine Kündigung nach vorheriger Abmahnung drohen – wenn der Beschäftigte mehrfach keine Maske im Betrieb trage. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Quelle: Handelsblatt.de

Auch interessant: Ungewöhnliche Stellenanzeige: Für diesen Job sucht eine Firma sogar Einbrecher

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

In welchen Berufen kann ich gut verdienen, ohne Chef zu sein? Dieser Frage ist das Online-Portal gehalt.de nachgegangen und hat die bestbezahlten Berufe 2018 ohne Personalverantwortung ermittelt.
In welchen Berufen kann ich gut verdienen, ohne Chef zu sein? Dieser Frage ist das Online-Portal gehalt.de nachgegangen und hat die bestbezahlten Berufe 2018 ohne Personalverantwortung ermittelt. © pixabay / scronfinixio
Platz 10: Business Developer - 62.551 Euro brutto im Jahr
Platz 10: Business Developer verdienen 62.551 Euro brutto im Jahr (Median). © pixabay / rawpixel
Platz 9 sichern sich Wertpapierhändler. Sie streichen ein jährliches Gehalt von 64.784 Euro brutto ein.
Platz 9 sichern sich Wertpapierhändler. Sie streichen ein jährliches Gehalt von 64.784 Euro brutto ein. © Arne Dedert / dpa
Als Verkaufsleitung oder in der Vertriebssteuerung verdienen Mitarbeiter 67.699 Euro brutto im Jahr - und sichern sich den 8. Platz im Ranking.
Als Verkaufsleitung oder in der Vertriebssteuerung verdienen Mitarbeiter 67.699 Euro brutto im Jahr - und sichern sich den 8. Platz im Ranking. © pixabay / hectorgalarza
Platz 7 geht an die Versicherungsmathematiker. Sie dürfen sich über ein Gehalt von jährlich 71.042 Euro brutto freuen.
Platz 7 geht an die Versicherungsmathematiker. Sie dürfen sich über ein Gehalt von jährlich 71.042 Euro brutto freuen. © pixabay / stevepb
Platz 6: Als Regionalverkaufsleiter verdienen Angestellte  stolze 74.528 Euro brutto im Jahr.
Platz 6: Als Regionalverkaufsleiter verdienen Angestellte  stolze 74.528 Euro brutto im Jahr. © pixabay / Free-Photos
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Geschäftspartner des Unternehmen. Dafür winkt ein Jahresgehalt von 75.671 Euro brutto - und Platz 5 im Ranking.
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Geschäftspartner des Unternehmen. Dafür winkt ein Jahresgehalt von 75.671 Euro brutto - und Platz 5 im Ranking. © pixabay / SNCR_GROUP
Doch nicht nur im Finanzbereich lässt sich gut verdienen. Als Facharzt winken 80.722 Euro brutto im Jahr. Damit landen sie auf Platz 4 der bestbezahlten Berufe ohne Personalverantwortung.
Doch nicht nur im Finanzbereich lässt sich gut verdienen. Als Facharzt winken 80.722 Euro brutto im Jahr. Damit landen sie auf Platz 4 der bestbezahlten Berufe ohne Personalverantwortung. © Christian Dittrich / dpa
Jetzt wird es spannend: Platz 3 geht an Fondsmanager mit einem Gehalt von  83.641 brutto im Jahr.
Jetzt wird es spannend: Platz 3 geht an Fondsmanager mit einem Gehalt von  83.641 brutto im Jahr. © pixabay / 3844328
Platz 2: Als Mergers & Acquisitions Specialist kümmern sich Mitarbeiter um den Kauf und  Verkauf von Unternehmen oder um Fusionen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe verdienen sie 99.635 Euro brutto im Jahr.
Platz 2: Als Mergers & Acquisitions Specialist kümmern sich Mitarbeiter um den Kauf und  Verkauf von Unternehmen oder um Fusionen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe verdienen sie 99.635 Euro brutto im Jahr. © pixabay / Free-Photos
Platz 1: Oberärzte sichern sich den Spitzenplatz unter den Berufen ohne Personalverantwortung. Ihr Gehalt von 115.317 Euro brutto im Jahr kann sich wirklich sehen lassen.
Platz 1: Oberärzte sichern sich den Spitzenplatz unter den Berufen ohne Personalverantwortung. Ihr Gehalt von 115.317 Euro brutto im Jahr kann sich wirklich sehen lassen. © Rolf Vennenbernd / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.