Joballtag

Drei alltägliche Fehler, die uns im Job krank machen

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Unser Job kann ganz schnell krank machen - wenn wir ihn falsch angehen.

Arbeit bedeutet oft Stress, sowohl für die Psyche als auch für den Körper. Welche Fehler wir immer wieder zulassen, obwohl sie uns krank machen, lesen Sie hier.

Lange Arbeitszeiten, hoher Termindruck, exzellente Leistungen - im Job wird uns viel abverlangt. Chefs setzen ihre Mitarbeiter oft enorm unter Druck. Und das nicht nur zu Zeiten, wenn die Auftragslage brummt, sondern jeden Tag aufs Neue.

Dieser Druck nagt an unserer Gesundheit. Doch auch andere Dinge machen uns im Job krank - obwohl wir sie ändern könnten. Die Plattform online-marketing.de hat einige Faktoren gesammelt, die uns immer wieder krank machen. Sie stammen von Nicole Fallon Taylor, Expertin für Medien, Kultur und Kommunikation. 

1. E-Mails fördern Stress und Angststörungen

Viele Mitarbeiter denken, sie müssten E-Mails sofort beantworten und schauen minütlich in ihr Postfach. Doch diese ständige Bereitschaft versetzt den Körper in einen ständigen Stresszustand - und bildet die Basis für eine klassische Angststörung. Checken Sie Ihre E-Mails deshalb lieber nur zwei oder dreimal am Tag und erledigen Sie zwischendurch andere Aufgaben.

3. Zu lange Arbeitswege

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bereits ein Arbeitsweg von 20 Minuten das Burnout-Risiko steigert. Ab 35 Minuten Anfahrt soll es noch schlimmer werden. Wer lange Pendelstrecken auf sich nimmt, gefährdet also seine Gesundheit. Das sollten Sie bei der Jobsuche bedenken und lieber eine Stelle in der Nähe antreten.

3. Weitermachen, obwohl man den Job hasst

In vielen Städten Deutschlands sind Menschen froh, überhaupt einen Job zu haben, denn die Arbeitslosigkeit ist oft hoch. Doch auch in den besser gestellten Regionen bleiben viele Berufstätige in ihrem Job, auch wenn er ihnen nicht gut tut. 

Wenn Sie Ihren Job hassen und jeden Morgen mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit gehen, sollten Sie besser kündigen. Suchen Sie sich lieber einen Job, mit dem Sie sich wirklich identifizieren. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Lesen Sie auch: Diese acht Berufe machen depressiv.

Von Andrea Stettner

Bürojob: Wie sich langes Sitzen auf Ihren Körper auswirkt

Langes Sitzen im Büro sorgt für allerlei Beschwerden. Leiden Nummer eins: der Rücken. Das rührt meist von den Bandscheiben, die aufgrund der geschwächten Rückenmuskulatur zu sehr belastet werden. Der Grund für schlaffe Rückenmuskeln ist wiederum folgender:  
Langes Sitzen im Büro sorgt für allerlei Beschwerden. Leiden Nummer eins: der Rücken. Das rührt meist von den Bandscheiben, die aufgrund der geschwächten Rückenmuskulatur zu sehr belastet werden. Der Grund für schlaffe Rückenmuskeln ist wiederum folgender:   © dpa
Muskeln werden im Sitzen nicht bewegt, geschweige denn gestärkt. Deshalb bilden sie sich bei zu viel Ruhe nach und nach zurück. Achten Sie deshalb darauf, mit Sport in der Freizeit oder langen Spaziergängen gegenzusteuern.
Muskeln werden im Sitzen nicht bewegt, geschweige denn gestärkt. Deshalb bilden sie sich bei zu viel Ruhe nach und nach zurück. Achten Sie deshalb darauf, mit Sport in der Freizeit oder langen Spaziergängen gegenzusteuern. © dpa
Schlaffe Bauchmuskeln produzieren weniger vom Enzym Lipoproteinlipase, das beim Fettabau eine wichtige Rolle spielt. Wer also lange sitzt, wird zunehmend dicker. Das liegt laut Medizinern aber auch daran, dass man im Sitzen weniger Kalorien verbraucht. Die Folge: Der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme, Erkrankungen wie Diabetes werden begünstigt.
Schlaffe Bauchmuskeln produzieren weniger vom Enzym Lipoproteinlipase, das beim Fettabau eine wichtige Rolle spielt. Wer also lange sitzt, wird zunehmend dicker. Das liegt laut Medizinern aber auch daran, dass man im Sitzen weniger Kalorien verbraucht. Die Folge: Der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme, Erkrankungen wie Diabetes werden begünstigt. © dpa
Auch unser Herz-Kreislaufsystem leidet unter Bewegungsmangel.
Auch unser Herz-Kreislaufsystem leidet unter Bewegungsmangel. © dpa
Wer sich wenig bewegt, bei dem sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe. Dadurch schwellen die Füße an, was sich besonders im Sommer oft bemerkbar macht 
Wer sich wenig bewegt, bei dem sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe. Dadurch schwellen die Füße an, was sich besonders im Sommer oft bemerkbar macht  © dpa
Genau das selbe Phänomen tritt bei langem Sitzen in den Beinen auf: Flüssigkeit staut sich auf. Dagegen hilft vor allem - Bewegung: Stehen Sie zwischendurch immer wieder auf, verändern Sie die Position Ihrer Beine oder verlagern Sie immer wieder Ihr Gewicht, wenn Sie lange stehen müssen.
Genau dasselbe Phänomen tritt bei langem Sitzen in den Beinen auf: Flüssigkeit staut sich auf. Dagegen hilft vor allem - Bewegung: Stehen Sie zwischendurch immer wieder auf, verändern Sie die Position Ihrer Beine oder verlagern Sie immer wieder Ihr Gewicht, wenn Sie lange stehen müssen. © dpa
Aber nicht nur Füße und Beine werden durch angestaute Flüssigkeit belastet: Bei Menschen mit Herzproblemen kann sich sogar Wasser in der Lunge sammeln.
Aber nicht nur Füße und Beine werden durch angestaute Flüssigkeit belastet: Bei Menschen mit Herzproblemen kann sich sogar Wasser in der Lunge sammeln. © dpa
Am Schreibtisch verspannt sich der Nacken durch die immer gleiche Haltung. Aber nicht nur das: Angestaute Flüssigkeit wandert nachts gerne in den Nacken und kann dort für Atemaussetzer, díe sogenannte Schlafapnoe, sorgen.
Am Schreibtisch verspannt sich der Nacken durch die immer gleiche Haltung. Aber nicht nur das: Angestaute Flüssigkeit wandert nachts gerne in den Nacken und kann dort für Atemaussetzer, die sogenannte Schlafapnoe, sorgen. © pixabay
Langes Sitzen begünstigt außerdem Bluthochdruck - fatal wird es, wenn auch noch Stress dazukommt.
Langes Sitzen begünstigt außerdem Bluthochdruck - fatal wird es, wenn auch noch Stress dazukommt. © dpa
Bewegen sich Büromitarbeiter zu wenig, wird der gesamte Körper schlecht durchblutet. Im schlimmsten Falle können sich sogar Blutgerinsel bilden - Thrombosen beziehungsweise Schlaganfälle sind die Folge. 
Bewegen sich Büromitarbeiter zu wenig, wird der gesamte Körper schlecht durchblutet. Im schlimmsten Falle können sich sogar Blutgerinsel bilden - Thrombosen beziehungsweise Schlaganfälle sind die Folge.  © dpa

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