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Hinzuverdienstgrenze entfällt: Frührentner dürfen bald mehr Geld verdienen

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Von: Franziska Kaindl

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Hände eines alten Mannes zahlen Euro Banknoten ab.
Die Hinzuverdienstgrenze bei Frührentnern soll bald fallen. © Frank Hörmann/Sven Simon/Imago

Bisher durften sich Frührentner jährlich nur einen bestimmten Betrag zur Rente dazuverdienen. Laut einem Gesetzesentwurf soll diese aufgehoben werden.

Die Bundesregierung will geltende Grenzen für einen Hinzuverdienst bei vorgezogener Altersrente streichen. „Die Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten wird aufgehoben und die Hinzuverdienstgrenzen bei Erwerbsminderungsrenten werden angepasst“, heißt es in einem Gesetzentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete zuerst darüber. Die Neuerung soll schon bald im Bundeskabinett beschlossen werden.

Ende der Hinzuverdienstgrenze bei Frührentnern geplant

Das heißt: Wer früher in Rente gegangen ist und trotzdem nebenher noch arbeitet, muss nicht mehr darauf achten, ob er vielleicht zu viel verdient. Die Hinzuverdienstgrenze „entfällt ersatzlos“, heißt es laut FAZ in dem Gesetzesentwurf. Aktuell können Ruheständler erst unbeschränkt nebenher arbeiten, wenn sie die reguläre Altersgrenze erreicht haben. Ansonsten droht eine Kürzung oder gar ein Wegfall des Rentenanspruchs. Betroffen sind auch Menschen, die die „Rente mit 63“ nach 45 Beitragsjahren in Anspruch genommen haben.

Hinzuverdienst bei Frührente: Aktuelle Regelung stimmt nicht mit Lebenswirklichkeit der Menschen überein

Außerdem ist vorgesehen, die entsprechenden Grenzen für Bezieher von Erwerbsminderungsrenten zu erhöhen, und zwar auf rund 17.000 Euro um Jahr. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, sagte der FAZ, wer nach dem Renteneintritt doch noch wieder mehr arbeiten wolle als zuvor gedacht, könne dies nun unbesorgt tun. „Wir können es uns nicht leisten, auf diese Menschen und ihr großes Erfahrungswissen zu verzichten.“ Eine starre Altersgrenze passe nicht mehr zur Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen. Eine Anrechnung anderer Einkünfte sei schon deshalb nicht angemessen, weil es sich bei der Rente nicht um eine Sozialleistung handle, sondern sie mit Beitragszahlungen verdient wird.

Schon in den Jahren 2020 bis 2022 war die Hinzuverdienstgrenze für Frührentner im Rahmen einer Corona-Sonderregelung auf gut 46.000 Euro im Jahr erhöht worden. Ohne die nun geplante Gesetzesänderung wäre sie zum 1. Januar 2023 automatisch wieder auf 6.300 Euro geschrumpft.

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