Tipps: Von der Planung bis zum Wasserparadies

Gartenteich anlegen

Ein Teich entwickelt sich schnell zu einer Oase im Garten – er sollte gut zugänglich und sichtbar sein.
+
Ein Teich entwickelt sich schnell zu einer Oase im Garten – er sollte gut zugänglich und sichtbar sein.

Wer sich für einen Gartenteich entscheidet, muss wissen, dass das mit viel Arbeit verbunden ist“, sagt Jörg Korfhage, Gärtner und Trainer bei der DIY Academy in Köln. „Schließlich wird jede Menge Erdreich bewegt.“ Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung.

Zunächst gilt es, den passenden Platz im Garten zu finden. Der Standort darf weder zu sonnig, noch zu schattig sein. Außerdem sollte er sich nicht zu nahe an Laubbäumen befinden, weil die herabfallenden Blätter im Wasser faulen würden. Auch Bambus in der Nähe ist ungeeignet: Die spitzen unterirdischen Erdsprosse können die Teichfolie durchdringen, die dann undicht werden kann.

„Am besten ist ein halbschattiger möglichst freier Platz, der sich gut in die Gartenlandschaft einfügt. Schön ist zum Beispiel eine natürliche Senke“, erklärt Michael Henze vom BundesverbandGarten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef. Die Stelle sollte vom Haus oder der Terrasse aus gut zu sehen und zu erreichen sein. „Denn so ein Teich wird schnell zum Mittelpunkt im Garten“, so Henze.

Welche Art Teich kommt in Frage? „Am gängigsten sind Naturteiche, formale Teiche und Schwimmteiche“, erklärt Henze. „Es sind drei völlig verschiedene Ansätze.“ • Naturteiche wirken wie natürliche Gewässer und sind meist üppig bewachsen. Sie fügen sich organisch in die Gartenlandschaft ein. • Formalen Gartenteichen ist hingegen anzusehen, dass sie ein Gestaltungselement im Garten sind. Sie haben meist gerade Uferlinien und eine klare Abgrenzung zum Garten. • Der Schwimmteich ist eine Kombination aus Gartenteich und Swimmingpool. Er wirkt wie ein kleiner, spärlich mit Wasserpflanzen bewachsener See, in dem man baden kann, erläutert Henze.

Unsere Angebote

Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA
Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA
Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA
Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA
Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA
Gartenwochen - Unsere Angebote
Gartenwochen © HNA

„Der Gartenteich sollte mindestens vier Quadratmeter, besser noch acht bis zehn Quadratmeter oder mehr Fläche haben“, rät Jörg Korfhage. „Die tiefste Stelle sollte mindestens bei 80 Zentimetern liegen, das gilt in Deutschland als frostsicher. Das ist besonders wichtig, wenn später Fische im Teich leben sollen.“

Um den Teich abzudichten, ist das Verlegen einer Folie notwendig. „Damit lässt sich die Form individuell gestalten“, sagt Michael Henze. Er empfiehlt Folien aus synthetischem Kautschuk, die sogenannte EPDM-Abdichtung. Diese seien langlebiger als PVC-Folien und auch bei niedrigen Temperaturen gut zu verlegen.

Bequemer als eine Teichfolie ist ein Fertigteich aus PVC. Der lässt sich einfach in den Boden einlegen und schützt gegen Beschädigungen aus dem Untergrund. Allerdings sind da Formen und Größen vorgegeben, so dass die Gestaltungsfreiheit etwas eingeschränkt ist.

Beim Anlegen der Teichgrube auf verschiedene Zonen achten. „Typisch ist von außen nach innen eine Sumpfzone mit einem Wasserstand von null bis zwanzig Zentimeter, eine Flachwasserzone, die 20 bis 60 Zentimeter tief ist und die Tiefwasserzone mit 60 bis 120 Zentimetern“, so Michael Henze. Diese Zonen werden später die Heimat verschiedener Sumpf- und Wasserpflanzen. Im Sumpf gedeihen zum Beispiel Iris, Rohrkolben, Sumpfdottergras und Zypressengras. Im flachen Wasser fühlt sich der Rohrkolben ebenfalls wohl, aber auch Schilfrohr und Froschlöffel. Das tiefe Wasser ist für Seerosen, Tausendblatt und Teichsimse geeignet.

Am besten sei es, Experten gezielt nach Teichpflanzen und deren Bedürfnisse zu fragen. Besonders wichtig ist die Frosthärte.  tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.