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Energiekosten steigen: Gehören Sie zu der Gruppe, die in diesem Jahr 1.000 Euro mehr zahlen muss?

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Von: Juliane Gutmann

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Gas- und Strompreise steigen, was sich vor allem in der Heizperiode im Geldbeutel bemerkbar macht. Lesen Sie hier, welche Mehrkosten 2022 auf Sie zukommen.

CO₂-Zertifikate, die Energieunternehmen für den Einkauf fossiler Energie zahlen müssen, bis hin zu gedrosselten Gaslieferungen aus Russland: Dass die Strom- und Gaspreise derzeit enorm hoch sind, hat unter anderem politische Ursachen. Aber auch die Corona-Pandemie ist mitverantwortlich. So seien aufgrund der Pandemie die Gasspeicher in Europa nicht so gut gefüllt wie zuvor, wie der Energiekonzern Vattenfall informiert. Wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist, steigen in der Regel die Preise. So verhält es sich derzeit auch bei den Energiekosten. Bürger und Bürgerinnen müssen sich auf hohe Kosten einstellen.

Das Vergleichsportal Check24 hat eine neue Analyse veröffentlicht, in der die Mehrkosten für den Verbraucher aufgelistet werden.

Ein Mann dreht in einer Wohnung am Thermostat einer Heizung.
Hohe Energiepreise machen vielen Bürgern zu schaffen. Auf welchen Betrag Sie sich einstellen müssen, erfahren Sie unten im Text. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Preiserhöhungen 2022: Deshalb müssen Verbraucher mehr für Strom und Gas zahlen

Für Juni bis August haben die Strom- und Gasgrundversorger in 695 Fällen Preiserhöhungen angekündigt oder bereits durchgeführt – für mehr als 8,3 Millionen Haushalte. „Wenn die bereits vor der Krise beschafften Energiemengen der Energieversorger verbraucht sind, werden sie noch mehr zu den aktuell teuren Börsenpreisen einkaufen müssen. Sollte der Paragraf 24 des Energiesicherungsgesetzes aktiviert werden, könnten Versorger höhere Kosten, die aus einer Reduktion der Gasimportmengen entstehen, unmittelbar an Verbraucher*innen weitergeben“, erklärt Steffen Suttner, Geschäftsführer der Check24 Vergleichsportal Energie GmbH, die Hintergründe.

Fast 1.000 Euro mehr für Gas im Jahr

Von der Preisanpassungsklausel nach Paragraf 24 sind jene Gasverbraucher stark betroffen, deren Lieferanten Ersatz für nicht mehr geliefertes Russengas zu hohen Preisen kurzfristig beschaffen müssen, informiert das Handelsblatt. Das sind nicht wenige. So haben Gasversorger seit Herbst 2021 in mehr als 1.460 Fällen Preise erhöht oder eine Preissteigerung angekündigt, wie Check24 informiert. Betroffen seien mehr als 3,3 Millionen Haushalte, die im Schnitt fast 52 Prozent mehr für die Gasversorgung zahlen müssen. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 952 Euro pro Jahr, heißt es weiter. 

Wie Sie mit einer kleinen Veränderung am Heizkörper viel Gas und damit Geld sparen können, erfahren Sie hier.

Mehrkosten für Strom: Wegfall der EEG-Umlage sorgt für Erleichterung

Auch Stromanbieter schrauben ihre Preise hoch. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 22,6 Prozent und betreffen rund 7,7 Millionen Haushalte, so die Check24-Information. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 380 Euro pro Jahr, heißt es weiter. Zugutekommt den Bürgern der vom Bundestag beschlossene Wegfall der EEG-Umlage (EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz). Der Beschluss trat am 1. Juli in Kraft und hat für einen Singlehaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 1.500 kWh etwa 66 Euro Preiserleichterung zur Folge. Ein Haushalt, der rund 5.000 kWh jährlich verbraucht, zahlt etwa 222 Euro weniger, so Check24.

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