Analyse

Gehalt: In diesen Landeshauptstädten winkt das große Geld

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Das Gehalt in Landeshauptstädten wie München zieht das Durchschnittsgehalt im Bundesland merklich nach oben.

Was viele schon immer vermutet haben, bestätigt eine neue Analyse: In den Landeshauptstädten winken höhere Gehälter - zumindest in den meisten, deutschen Bundesländern. 

Eine neue Analyse des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de war der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Landeshauptstädte auf das Durchschnittsgehalt in den deutschen Bundesländern hat. Das Ergebnis: Alle Hauptstädte treiben die Gehälter teils deutlich nach oben - vor allem in den südlichen Bundesgebieten.

Stuttgart und München treiben Gehälter nach oben

So verdienen etwa Fachkräfte in Baden-Württemberg im Durchschnitt 49.827 Euro. Ohne die Landeshauptstadt Stuttgart kommen diese jedoch nur auf 41.880 Euro - ein Unterschied von stolzen 19 Prozent (7.947 Euro)! Dafür gibt es einen plausiblen Grund: "In Stuttgart sind es vor allem die großen Konzerne aus dem Maschinenbau, die den Lohndurchschnitt für das ganze Bundesland nach oben treiben", meint Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Auch in Bayern zieht die Landeshauptstadt München das Durchschnittseinkommen deutlich nach oben - plus 17 Prozent. Auch Hannover (plus 16 Prozent) und Düsseldorf (plus 12 Prozent) landen im Vergleich weit oben.

Nicht überall sind die Unterschiede so hoch wie in Süddeutschland

Allerdings sind die Unterschiede zwischen Hauptstadt und dem restlichen Bundesland nicht überall so deutlich wie in Stuttgart oder München. So beeinflusst etwa Erfurt kaum das Durchschnittseinkommen der Thüringer. Beschäftigte verdienen hier im gesamten Bundesland durchschnittlich 35.387 Euro, während sie ohne die Landeshauptstadt auf 34.363 Euro kommen - ein Unterschied von nur drei Prozent.

Einfluss der Hauptstädte auf Gehälter im Überblick

Wie hoch die Durschnittsgehälter in den Bundesländern ausfallen und welche Unterschiede sich mit und ohne Landeshauptstadt ergeben, zeigt diese Tabelle: 

Bundesland

Durchschn. Jahresgehalt (brutto) - 

mit Hauptstadt

Durchschn. Jahresgehalt (brutto) - 

ohne Hauptstadt

Differenz

Einfluss

Baden-Württemberg / Stuttgart

49.827 €

41.880 €

7.947 €

19%

Bayern / München

48.188 €

41.263 €

6.925 €

17%

Niedersachsen / Hannover

41.314 €

35.554 €

5.760 €

16%

NRW / Düsseldorf

45.815 €

40.954 €

4.861 €

12%

Rheinland-Pfalz / Mainz

44.529 €

40.698 €

3.831 €

9%

Sachsen / Dresden

34.825 €

32.022 €

2.803 €

9%

Schleswig-Holstein / Kiel

39.765 €

36.881 €

2.884 €

8%

Sachsen-Anhalt / Magdeburg

34.132 €

31.741 €

2.391 €

8%

Brandenburg / Potsdam

34.495 €

32.475 €

2.020 €

6%

Saarland / Saarbrücken

43.057 €

40.943 €

2.114 €

5%

Hessen / Wiesbaden

51.054 €

48.930 €

2.124 €

4%

Mecklenburg-Vorpommern / Schwerin

33.286 €

32.108 €

1.178 €

4%

Thüringen / Erfurt

35.387 €

34.363 €

1.024 €

3%

Quelle: Gehalt.de; Stand: 2018.

So wurde ausgewertet

Für die Auswertung analysierten Experten von Gehalt.de 204.562 Gehaltsdatensätze aus 13 Bundesländern. Dabei wurden nur Gehälter von Mitarbeitern ohne Personalverantwortung für die Untersuchung herangezogen. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen wurden ausgeklammert.

Lesen Sie auch: Gehalt: Das sind die bestbezahlten Berufe Deutschlands.

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Von Andrea Stettner

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Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto.  © Lino Mirgeler / dpa
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Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
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Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
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Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
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Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
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Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
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Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
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Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
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Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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