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„Ich verdiene 50.000 Euro im Monat“: Darf ich erzählen, wie viel Gehalt ich bekomme?

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Von: Juliane Gutmann

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In Kalender ist eingetragen „Fragen Gehaltserhöhung“
Die Gehaltsfrage ist für die meisten Arbeitnehmer eine der wichtigsten im Arbeitsleben. © Imago

In Ihrem Arbeitsvertrag steht, dass Sie nicht über Ihr Gehalt sprechen dürfen? Eine unzulässige Klausel, wie Rechtsexperten informieren. Doch es gibt Ausnahmen.

Das Wissen um das Gehalt der Kollegen hat Vorteile. Man kann zum Beispiel besser einschätzen, ob man selbst über- oder unterbezahlt ist. Außerdem kann der Mitarbeiter so den Arbeitgeber dahingehend kontrollieren, ob dieser die Belegschaft fair behandelt. Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz. Dieser ar­beits­recht­li­che Gleich­be­hand­lungs­grund­satz gilt für in Deutschland ansässige Arbeitgeber und soll bewirken, dass Unternehmen bei begüns­ti­gen­den Maßnah­men ge­genüber den Ar­beit­neh­mern kei­nen ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer aus willkürli­chen Gründen schlech­ter als an­de­re, mit ihm ver­gleich­ba­re, Ar­beit­neh­mer be­han­deln darf. Darüber informiert die Kanzlei Hensche, Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht.

Der Gleichbehandlungsgrundsatz macht auch Klauseln im Arbeitsvertrag ungültig, die besagen, dass man nicht mit anderen über sein Gehalt sprechen darf. Allerdings gibt es Ausnahmen.

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Über das Gehalt sprechen und so Gleichberechtigung fördern

„Ich verdiene 50.000 Euro im Monat“: Solche oder ähnliche öffentlich ausgesprochene Aussagen können aber Probleme mit sich bringen. Wie der Spiegel informiert, unterliegen manche Arbeitnehmer tatsächlich der Schweigepflicht, wenn es um deren Lohn geht. Ein im Arbeitsvertrag enthaltenes „Redeverbot“ ist dem Spiegel zufolge dann zulässig, wenn die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sonst gefährdet wäre, weil das Gehalt einen ganz wesentlichen Wettbewerbsfaktor für den Arbeitgeber darstellt.

Dieser Fall stellt allerdings die Ausnahme dar. Der Großteil der Arbeitnehmer darf also über das eigene Gehalt sprechen, ohne Konsequenzen zu fürchten. Viele Arbeitsrecht-Experten sehen darin sogar einen Vorteil. Denn wer über das Gehalt der anderen Bescheid weiß und es selbst preisgibt, der fördert die Gleichberechtigung aller im Unternehmen, auch die zwischen Mann und Frau. (jg)

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