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Gehalt: Darum sollten Sie lieber mehr als zu wenig im Bewerbungsprozess verlangen

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Von: Janine Napirca

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Frau sitzt mit Chef im Büro am Schreibtisch gegenüber
Damit man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, fordern viele Unternehmen vorab eine Gehaltsvorstellung von Bewerberinnen und Bewerbern. © Uwe Umstätter/Imago

Stehen Sie vor der Frage, wie viel Gehalt Sie im Bewerbungsgespräch fordern sollen? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Viele Unternehmen fordern zusätzlich zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen wie Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Abschlüsse und Anschreiben auch eine Gehaltsvorstellung, bevor sie einen Bewerber oder eine Bewerberin im Vorstellungsgespräch mit Fragen löchern, um die Kompetenzen abzufragen. Aber wie viel Geld soll man im Bewerbungsprozess fordern? Einem Bericht des Businessinsiders.de zufolge besser mehr als zu wenig.

Dem Bericht nach sagt die Gehaltsvorstellung einiges über den Bewerber bzw. die Bewerberin aus – Können Sie Ihre eigenen Kompetenzen gut einschätzen, kennen Sie den Markt und haben Sie eine Vorstellung davon, wie viel Verantwortung die Stelle, auf die Sie sich bewerben, mit sich bringt?

Wie viel soll ich als Gehaltsvorstellung bei der Bewerbung um einen neuen Job angeben?

Machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihre absolute unterste Schmerzgrenze ist, unter der Sie nicht bereit sind, eine neue Stelle anzutreten. Dafür sollten Sie Ihre Kosten wie Miete, Schulden, Verträge, Versicherungen, Lebensmittel und Co. im Blick haben und auch gegebenenfalls den Verdienst des Partners in die Berechnung miteinbeziehen.

Außerdem können Sie sich im Internet dem Bericht nach bei Portalen wie Gehalt.de oder Glassdoor.de, oder auch beim Entgeltatlas der Agentur für Arbeit über unterschiedliche Stellen und Branchen und die jeweiligen Verdienste je nach Region informieren. Aber Achtung – nehmen Sie die Angaben, die Sie dort finden, lediglich als Orientierungshilfe. Denn laut Bericht spielen weitere Faktoren, wie beispielsweise die Größe eines Unternehmens, in die Höhe der Gehälter mit rein. Auch Gewerkschaften und Berufsverbände können hilfreich sein, gerade dann, wenn man sich in einer Branche mit Tarifverträgen bewirbt.

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Gehaltsverhandlung: Verlangen Sie lieber zu viel als zu wenig

Auch wenn eine zu geringe Gehaltsvorstellung Bewerberinnen und Bewerbern dem Bericht zufolge nicht schadet – außer man bewerbe sich um eine Stelle wie beispielsweise im Vertrieb, bei der es auf eine überzeugende Persönlichkeit ankommt – sollte man im Zweifelsfall lieber etwas mehr als zu wenig Gehalt fordern. All zu weit sollten Ihre Gehaltsvorstellungen jedoch auch nicht von denen des potentiellen neuen Arbeitgebers sein, denn laut Bericht scheide man bei einer Abweichung, die höher als 10 Prozent ist, aus dem Bewerbungsverfahren aus. Aber ein gutes Gehalt ist nicht alles: Welche Berufe gut bezahlt sind, und dennoch wenig beliebt, erfahren Sie hier. (jn)

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