Nachhaltig, günstig und sauber

Beim Wäschewaschen Geld sparen und die Umwelt schonen? So wird Ihre Wäsche trotzdem sauber und rein

Eine Frau lächelt in eine Waschmaschine, in der sich blaue Wäsche befindet. Sie streckt ihren Arm in die Wäschetrommel und greift nach der Kleidung.
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Wenn Sie ein paar Tipps beachten, können Sie künftig beim Wäschewaschen viel Strom sparen.

Nutzen Sie immer dasselbe Waschprogramm, dasselbe Waschmittel, eine alte Waschmaschine?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Haben sich bei Ihnen auch besagte Waschroutinen eingependelt? Es könnte sich lohnen, diese zu überdenken – für Ihren Geldbeutel aber auch für die Umwelt.

Welche ist die beste Waschmaschine?

Achten Sie bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine* auf die Energieeffizienzklasse. Auch wenn die beste Energieeffizienzklasse in der Anschaffung vergleichsweise teuer ist, lohnt sich die Investition aufgrund der eingesparten Energiekosten langfristig. Außerdem sollten Sie die Größe der Waschmaschine beachten: Singles oder Paare brauchen eventuell ein kleineres Modell als Familien.

Waschmaschine ganz voll machen?

Am meisten Energie sparen Sie, wenn Sie einen Waschgang so voll wie möglich machen und das Fassungsvermögen der Waschmaschine optimal ausnutzen. Es empfiehlt sich also mit dem Befüllen der Waschmaschine zu warten, bis sich genug dreckige Wäsche angesammelt hat. Halbvolle Wäschetrommeln verbrauchen unnötig Strom und Wasser, verursachen höhere Kosten und schaden der Umwelt. Aber wie voll kann man die Waschmaschine machen ohne sie zu überladen? Bei normaler Wäsche sollte noch ungefähr eine Hand Platz in der Wäschetrommel sein, wohingegen bei pflegeleichter Wäsche die Wäschetrommel zu circa 60 Prozent befüllt werden sollte.

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Was ist das beste Waschmittel?

Verwenden Sie lieber Waschpulver anstatt Waschmittel, denn Waschpulver ist sowohl nachhaltiger als auch wirksamer als Flüssigwaschmittel. Colorwaschmittel enthält im Gegensatz zu Vollwaschmittel keine Bleichmittel und ist deswegen für die Umwelt und die Kleidung schonender. Empfindliche Textilien aus Wolle oder Seide sollten Sie mit Spezialwaschmittel wie zum Beispiel Wollwaschmittel waschen. Die richtige Dosierung des Waschpulvers steht auf der Verpackung. Sie hängt aber auch davon ab, wie schmutzig Ihre Wäsche und wie kalkhaltig Ihr Wasser ist. Verzichten Sie generell auf die Verwendung von Weichspüler. Bei der Qualität des Waschmittels sollten Sie allerdings nicht sparsam sein, denn je schlechter das Waschmittel, desto häufiger müssen Sie Ihre Wäsche waschen.

Flecken vor der Wäsche behandeln

Hartnäckige Flecken wie Kaffeeflecken, Fettspritzer oder Tomatensoße sollten Sie vor dem Waschen behandeln. Entweder Sie weichen die Wäsche ein oder Sie waschen sie mit kaltem Wasser und Seife aus. Gallseife hat sich als wirksames Mittel gegen Flecken bewährt. Behandeln können Sie Flecken auch mit enzymhaltigem Waschmittel.

Welches Waschprogramm sollte man verwenden?

Die meiste Energie braucht eine Waschmaschine für das Erhitzen des Wassers. Je höher die Temperatur, desto mehr Strom verbraucht das Gerät. Buntwäsche kann bei 30 Grad gewaschen werden, weiße Wäsche bei 40 Grad Celsius. Damit sich im Inneren der Waschmaschine keine Bakterien, Viren und Pilze verbreiten, sollte alle drei Wochen bei 60 Grad gewaschen werden. Beachten Sie Textilpflegesymbole: 90 Grad Wäsche können Sie auch mit 60 Grad waschen, 60 Grad Wäsche mit 40 Grad und 40 Grad Wäsche mit 20 oder 30 Grad. Trotz geringerer Temperaturen wird Ihre Wäsche aufgrund der Inhaltsstoffe im Waschmittel sauber.

Lieber Eco: Vermeiden Sie Kurzwaschprogramme

Auf Kurzwaschprogramme und Vorwäsche können Sie verzichten. Wählen sie stattdessen lieber energiesparende Eco-Programme. Diese brauchen zwar etwas länger, verbrauchen jedoch weniger Energie. Im Eco-Programm wird die Wäsche länger eingeweicht und verbraucht bei gleicher Reinigungskraft durch die niedrigen Temperaturen weniger Strom, um Flecken zu entfernen und die Wäsche zu reinigen. Vorsicht jedoch bei der Kleidung ansteckender Personen wie zum Beispiel mit Darminfekt oder Grippe. Diese Wäsche sollte auf jeden Fall bei höheren Temperaturen gewaschen werden, um Krankheitserreger abzutöten.

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Sie brauchen keinen Trockner für Ihre Wäsche

Zum einen sparen Sie sich die Anschaffungskosten, wenn Sie auf einen Wäschetrockner verzichten. Zum anderen ist das Einsparpotenzial der Stromkosten enorm, wenn Sie im Alltag auf einen Trockner verzichten. Hängen Sie also wenn es geht Ihre Wäsche lieber zum Trocknen an der frischen Luft auf.

Waschgänge reduzieren: Ziehen Sie spezielle Arbeitskleidung an

Wenn Sie Tätigkeiten ausüben, bei denen Ihre Kleidung schnell schmutzig wird, sollten Sie spezielle Kleidung tragen. Zum Beispiel eine Schürze in der Küche oder beim Grillen. Auch im Garten beim Gärtnern oder beim Handwerkern empfiehlt sich Arbeitskleidung oder Schutzkleidung. Dadurch reduzieren Sie Ihren Wäscheberg, denn Arbeitshosen und Schürzen können einfach ausgebürstet und an die frische Luft gehängt werden. So sparen Sie unnötige Waschgänge und senken Ihren Stromverbrauch. (jn)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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