Nicht auf Sicherheit vertrauen

Verbraucherschützer warnen: So schützen sich Sparer vor unseriösen Angeboten

Sparer dürfen nicht auf Sicherheit vertrauen.
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Sparer dürfen nicht auf Sicherheit vertrauen.

Manchmal können Anleger nicht sofort erkennen, worauf sie sich einlassen. Verbraucherschützer sagen, bei welchen Punkten Sparer misstrauisch werden sollten.

  • Sicherheit ist für viele Sparer eines der wichtigsten Anlagekriterien.
  • Doch nicht alle Angebote, die Sicherheit versprechen, seien seriös, warnen Verbraucherschützer.
  • Bei bestimmten Punkten sollten Sparer misstrauisch werden.

Viele Sparer* in Deutschland setzten auf Sicherheit. Kein Wunder, dass viele (50 Prozent) ihr Geld auf dem Girokonto lassen. Das ergab einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge eine aktuelle repräsentative Umfrage von Kantar im Auftrag der Postbank. Jeder Dritte parkt demzufolge Geld auf dem Sparkonto (34 Prozent), berichtet dpa. Geringe Zinssätze würden viele wohl weniger bedrohlich als mögliche Kursschwankungen von Aktien empfinden, so die Schlussfolgerung.

Dennoch gelinge es unseriösen Anbietern immer wieder, fragwürdige Produkte zu verkaufen, heißt es in dem Bericht. Gerade in der Corona-Krise, die Angst und Geldsorgen verschärfen kann, scheinen Schlüsselbegriffe wie „Sicherheit“ oder „Zins“ bei vielen Menschen zu ziehen, die auf solche Anbieter hereinfallen.

Darauf sollten Anleger achten - was Verbraucherschützer sagen

So gebe es viele Angebote, bei denen Topzinsen und Sicherheit versprochen werden - doch am Ende bekämen Sparer genau das Gegenteilt, heißt es weiter in dem dpa-Bericht. Das zeige sich zum Beispiel bei vielen Angeboten im Internet, wo zwar manchmal Topzinsen und Sicherheit versprochen würden - am Ende Sparer jedoch genau das Gegenteil bekämen. Einige Angebote seien riskant, andere sogar Betrug, hat demnach Stiftung Warentest in der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2020) berichtet.

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Warnsignale, die auf Fallen hinweisen können, sind dem Bericht zufolge:

Hohe Renditen: Immer wieder würden Anbieter mit traumhaften Renditen von bis zu 7,5 Prozent locken. Solche Zinsen seien allerdings weit von dem marktüblichen Niveau entfernt, heißt es in dem Bericht: Nach Angaben der FMH Finanzberatung liegt der durchschnittliche Zinssatz für Festgeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten derzeit bei 0,18 Prozent, berichtet dpa.

Sicherheit: Wie steht es mit dem Versprechen von Sicherheit? Mal sei von „Garantie“ die Rede, mal tauche der Begriff „Einlagensicherung“ auf. Das mag in vielen Fällen stimmen. „Oft ist die Anlage aber alles andere als sicher“, wird Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen in dem Bericht zitiert.

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Unklare Verhältnisse: Verbraucher sollten bei Unklarheiten die entscheidenden Fragen klären: Wer der Vertragspartner ist, wie lange der Vertrag läuft, ob es eine Homepage mit Impressum gibt. Und sich zum Beispiel die Frage stellen, ob der Sitz des Vertragspartners im Ausland ist und wie Anleger das investierte Geld zurückbekommen, so die Tipps. Bei ausländischen Vertragspartnern sei es nach Angaben der Bafin oft schwierig, Ansprüche geltend zu machen, heißt es zudem in dem dpa-Bericht. Wer erst einmal Geld auf ein Konto im Ausland überwiesen habe, könne es später oft nicht mehr zurückfordern.

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Dubiose Vertriebsmaschen:  „Oft suchen Anleger nach vermeintlich lukrativen Finanzprodukten nicht selbst, sondern diese werden ihnen am Telefon angeboten“, berichtet dpa. „Allerdings sind solche ungebetenen Anrufe - auch Cold Calls genannt - verboten.“ Wer angerufen werde, dürfe guten Gewissens wieder auflegen. Aktienempfehlungen per E-Mail seien zwar nicht grundsätzlich unzulässig, „mindestens aber fragwürdig“, heißt es weiter in dem Bericht.

Zeitdruck: Zudem sollten sich Verbraucher nicht unter Zeitdruck setzen lassen - auch das könnte darauf hindeuten, dass ein Angebot nicht gerade seriös ist. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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