Pläne für Januar 2021

Grundrente: Was Sie darüber wissen sollten - und worüber noch gestritten wird

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Über die Grundrente wird derzeit noch gestritten.

Beschäftigte, die ihr Leben lang gearbeitet und wenig verdient haben, sollen eine Rente deutlich über dem Hartz-IV-Niveau bekommen. Das ist das Ziel der Grundrente.

  • Die Bundesregierung hatte die Grundrente im Februar beschlossen.
  • Ab 2021 sollen die Renten* von rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Bezügen aufgebessert werden, so die Idee.
  • Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat steht aber noch aus.

Grundrente ab 2021 geplant - aber Bundestag und Bundesrat müssen erst zustimmen

Beschäftigte, die ihr Leben lang gearbeitet und wenig verdient haben, sollen eine Rente* deutlich über dem Hartz-IV-Niveau bekommen. Die Grundrente soll das sicherstellen. So zumindest hatte es die Bundesregierung im Februar beschlossen. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat steht allerdings noch aus. Ab 2021 könnten die Renten von rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Bezügen aufgebessert werden.

Nach langen Diskussionen ist die umstrittene Grundrente am 15. Mai nun im Bundestag auf den parlamentarischen Weg gebracht worden. Anlässlich der ersten Beratung des Gesetzes bezogen Befürworter und Gegner des Projekts noch einmal deutlich Stellung. SPD, Gewerkschaften und Sozialverbände forderten eine zügige Umsetzung. Die Wirtschaft dagegen würde das Vorhaben am liebsten versenkt sehen. Vom Regierungspartner Union kamen unterschiedliche Signale. So stellte Hessens Ministerpräsident und CDU-Bundesvize Volker Bouffier die Grundrente ganz in Frage, andere Unionspolitiker sicherten dem Koalitionspartner SPD Vertragstreue zu.

Aber worum geht es bei der Grundrente konkret? Lesen Sie hier die wichtigsten Antworten:

Darum geht es bei der Grundrente

Die Grundrente ist für Beschäftigte gedacht, die jahrelang für wenig Geld gearbeitet haben, Angehörige gepflegt oder Kinder erzogen haben. Sie haben rein rechnerisch betrachtet eine sehr kleine Rente - und die soll daher aufgestockt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, laut Sozialministerium um durchschnittlich 75 Euro brutto im Monat. Im Einzelfall könnte sich maximal sogar ein Zuschlag von gut 400 Euro brutto ergeben. Profitieren sollen im geplanten Startjahr 2021 rund 1,3 Millionen Menschen, davon 70 Prozent Frauen, berichtet dpa. Voraussetzung sind mindestens 33 Beitragsjahre.

Lesen Sie hier: Höhere Renten sind beschlossen: So viel Geld gibt es ab Sommer 2020

Grundrente: Gestritten wird um Kosten und Finanzierung

Finanziert werden soll die Grundrente aus Steuermitteln. Eigentlich sollte dazu eine Finanztransaktionssteuer - eine Abgabe auf Finanzgeschäfte - eingeführt werden, die es bisher nicht gibt.

Grundrente: Streit zu Bedürftigkeitsprüfung

Gestritten wird seit Beginn auch über die "Bedürftigkeitsprüfung". Gemeint ist eine Berechnung, ob ein potenzieller Grundrentenbezieher den Rentenaufschlag wirklich braucht. Darauf hatten sich Union und SPD so geeinigt, berichtete die Deutsche Presse-Agentur: Es soll nicht das Vermögen eines Rentners*, aber sein mögliches Einkommen neben der Rente überprüft werden. Alleinstehende Rentner sollen 15.000, Partner 23.400 Euro im Jahr dazuverdienen dürfen, ohne dass es auf die Grundrente angerechnet wird, heiße es im Gesetzentwurf.

Lesen Sie hier: Stiftung Warentest: Das sind die zwölf häufigsten Irrtümer bei der Lebens- und Rentenversicherung

Grundrente: Diese Probleme in der Praxis gibt es

Für die Einkommensprüfung braucht die Rentenversicherung die Daten der Finanzämter, wo die Steuererbescheide* der Betroffenen liegen. Man müsste dafür noch einen schnelleren automatischen Datenaustausch einrichten. Die Zeit bis zum 1. Januar 2021 wird allerdings knapp. Inzwischen sei, wie es hieß, die Rede davon, dass die Grundrente zwar am 1. Januar starten, die Auszahlung aber später und rückwirkend stattfinden könnte.

Lesen Sie hier: So viel kostet es, wenn Sie früher in Rente gehen - können Sie es sich leisten?

Grundrente: Was soll jetzt passieren?

In den Ausschüssen verhandeln die Fraktionen weiter. Zur Abschlussberatung und Abstimmung kommt die Grundrente erst wieder auf die Tagesordnung, wenn ein Kompromiss gefunden ist, wie dpa berichte. Die SPD fordere, dass das noch vor der Sommerpause passiert.

Auch interessant: Steuererklärung für Rentner – das sollten Sie besser jetzt schon wissen

ahu/dpa

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.  
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.   © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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