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Wärmepumpe statt Erdgas? Anschaffungskosten können sich auszahlen

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Von: Janine Napirca

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Haus mit Wärmepumpe im Garten
Wie heizen Sie Ihr Zuhause? © Daniel Waschnig Photography/Imago

Einer Verivox-Analyse zufolge werden Wärmepumpen aufgrund der gestiegenen Energiepreise immer attraktiver für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Heizkosten, unter anderem die Gaspreise in Deutschland, sind stark angestiegen* – eine von mehreren finanziellen Folgen des Ukraine-Kriegs, weshalb viele Verbraucherinnen und Verbraucher über einen Wechsel weg vom Gas nachdenken. Einer Analyse des Vergleichportals Verivox nach, wie das Unternehmen mitteilt, werden zudem Wärmepumpen immer attraktiver für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Hohe Heizkosten: Wie funktioniert eine Wärmepumpe und welche Nachteile hat sie?

Im Grunde nutzt eine Wärmepumpe Energie aus der Umwelt, die sie in Wärme umwandelt. Die im Wasser, in der Erde oder in der Luft enthaltene Wärme wird mithilfe eines Verdampfers dem Kältemittel zugeführt. Der große Nachteil bei Wärmepumpen sind laut Hersteller Bosch die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen liegen die Kosten für die Anschaffung einer Wärmepumpe laut Herstellerangaben je nach eingesetzter Wärmepumpenart und abhängig vom Erschließungsaufwand bei etwa 10.000 bis 25.000 Euro.

Vergleich der Heizkosten: Heizen mit Wärmepumpe ist bis zu 39 günstiger als mit Erdgas

Der Analyse des Vergleichportals Verivox zufolge ist das Heizen mit einer Wärmepumpe derzeit wesentlich günstiger als mit Erdgas. Demnach liegen die Kosten bei einer Wärmepumpe durchschnittlich 39 Prozent unter dem Preis für das Heizen mit Gas, zumindest dann, wenn es sich um ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe handelt. Aber auch wenn die Wärmepumpe nicht sehr effizient ist, sind der Mitteilung des Unternehmens zufolge die Kosten dennoch 11 Prozent niedriger als beim Gas. Ohnehin wollen viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland wegen der gestiegenen Preise Energie einsparen.

„Wegen der hohen Großhandelspreise werden die Strompreise für Wärmepumpen aller Voraussicht nach in den kommenden Monaten weiter ansteigen – das gilt allerdings auch für die Gaspreise.“

Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox

Wärmepumpe: Strom laut Verivox deutlich günstiger

Wenn Sie eine effiziente Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4 haben, benötigen Sie laut Verivox für die Bereitstellung von 20.000 kWh Wärme insgesamt 5.000 kWh Wärmepumpenstrom. Der Preis dafür lag in Deutschland im März 2022 durchschnittlich bei 1.573 Euro. Das macht einen Preisunterschied von ungefähr 39 Prozent im Vergleich zu Gas aus.

„Im Neubau sind Wärmepumpen bereits jetzt die beliebteste Heiztechnik. Auch in Bestandsgebäuden kann sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnen. Das hängt jedoch stark von den baulichen Gegebenheiten ab. Welche Art von Wärmepumpe jeweils möglich ist und wie effizient das zukünftige Heizsystem sein kann, sollten alle Interessierten mit Hilfe einer qualifizierten Energieberatung vor Ort klären.“ 

Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox

Ist Ihr Heizsystem weniger effizient, beispielsweise mit einer Jahresarbeitszahl von 2,7, zahlen Sie durchschnittlich 2.310 Euro und liegen damit dem Bericht zufolge immer noch 11 Prozent unter den Kosten für Gas.

Anschaffung einer Wärmepumpe kann sich lohnen

Wenn der aktuelle Preisunterschied von Wärmepumpe und Gas bestehen bleibt oder sogar noch größer wird, erscheint ein Wechsel für Verbraucherinnen und Verbraucher Verivox nach immer attraktiver zu werden.

„Geht man von einem Preis von rund 20.000 Euro inklusive staatlicher Förderung aus, könnte sich der Umstieg auf eine effiziente Wärmepumpe bei den aktuellen Preisen innerhalb von 10 Jahren amortisieren. Die Preisspannen für die Heizsysteme und die notwendigen Umbauarbeiten sind allerdings groß und hängen von der individuellen Situation ab.“

Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Am besten informieren Sie sich bei Expertinnen und Experten, ob sich für Sie eine Wärmepumpe finanziell bezahlt macht. Wann sich eine Photovoltaikanlage lohnen kann, erfahren Sie hier. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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