Gurken und Strom

Absurde Preise: Diese Lebensmittel werden richtig teuer

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Die Milchpreise sind wieder gesunken - zum Unmut der Milchbauern. Dagegen ist Gemüse doppelt so teuer. 

Gesundes Gemüse wird immer teurer, der Flachbildschirm-Fernseher dafür günstiger: Können wir uns bald Lebensmittel nicht mehr leisten?

In den letzten Monaten kamen auf Verbraucher gewaltige Preissteigerungen zu. Besonders die Lebensmittelindustrie ist davon betroffen. Gesundes Essen wie Gurken, Paprika oder Fisch soll laut dem Statistischen Bundesamt bis zu 0,8 Prozent mehr als 2015 gekostet haben. Damit ist das der stärkste Preisanstieg seit Juli 2013.

Das Absurde daran: Während sich die Preise für Lebensmittel fast verdoppelten, sind sie für Fernseher oder Spielekonsolen gesunken. In unserem großen Preischeck haben wir 100 Produkte unter die Lupe genommen.

Preise für Gemüse und Genussmittel merklich gestiegen

Ebenfalls teurer sind Tabakwaren  mit 3,6 Prozent und Bücher und Schreibwaren mit 3 Prozent geworden. Zudem kostet Verbrauchern jetzt auch Strom mehr (0,6 Prozent gestiegen) sowie Versicherungen (2,3 Prozent) und Reparaturen von Fahrzeugen (2,3 Prozent). Zudem sind die Ölpreise wieder gestiegen – obwohl sie im Vergleich zum Vorjahr noch immer günstiger sind: Heizöl ist insgesamt um 16,9 Prozent gesunken und auch für Benzin, Gas und Fernwärme zahlen die Deutschen etwas weniger.

Milchpreise, Elektronik und Pauschalurlaub wieder günstiger

Aber auch alle Reise-und Smartphone-Liebhaber können sich freuen: Pauschalreisen sind mit 0,8 Prozent ebenfalls günstiger geworden sowie Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,5 Prozent). Was erstaunt: Im Lebensmittelbereich hat sich preislich ebenfalls etwas getan, was Molkereiprodukte angeht.

Obwohl die Milchbauern auf eine Erhöhung des Literpreises bestehen, sind diese um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dennoch glauben viele Lebensmittelproduzenten, dass die Verkaufspreise 2017 insgesamt stagnieren werden.

Inflations-Panik unbegründet - Preise sollen bald stabil bleiben

Das sehen Wirtschaftsexperten genauso. Denn obwohl die Preise seit Dezember insgesamt gestiegen sind, bleiben sie laut der Europäischen Zentralbank erst bei einem Wert um 1,9 Prozent stabil. Die höheren Lebensmittelpreise würden also dazu führen, dass sich danach die Preislage wieder beruhigt. Mit einer Inflation sei also nicht zu rechnen.

Infografik: Günstige Fernseher, teure Gurken | Statista

Von Jasmin Pospiech

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