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Krankenversicherung in der Rente: Wer automatisch pflichtversichert bleibt – und wer aktiv werden muss

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Die meisten Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert. Am Ende der Arbeitszeit geht die Krankenversicherung in vielen Fällen in eine Pflichtversicherung über – doch nicht immer.

Die Rente steht bevor und die Freizeit will in vollen Zügen genossen werden. Doch auch – und vor allem – in den letzten Lebensjahrzehnten ist eine gute Krankenversicherung wichtig. Der Versicherer übernimmt nämlich nicht nur die Kosten für Arztbesuche, sondern auch für Klinikaufenthalte und alle anerkannten Therapien. Wer eine gesetzliche Rente bezieht, ist grundsätzlich in einer eigenen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Doch nicht jeder Rentner wird dort automatisch Pflichtmitglied, so eine Information der Verbraucherzentrale.

Die Pflichtversicherung hängt nicht von der Höhe Ihres Einkommens oder Ihrer Rente ab. Allerdings gibt es ein paar Voraussetzungen, die Sie als Rentner für eine Pflichtmitgliedschaft in der KVdR erfüllen müssen. Dazu zählen der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge:

Was gilt als Vorversicherungszeit?

Die Zeit, in der Sie gesetzlich krankenversichert waren, gilt als Vorversicherungszeit – unabhängig davon, ob Sie während dieser Zeit freiwillig versichert, pflichtversichert oder familienversichert waren, so die TK. Als Vorversicherungszeit werden neben den Zeiten der Pflichtversicherung auch die Zeiten der freiwilligen Versicherung, Zeiten der Familienversicherung und je Kind, Stiefkind oder Pflegekind eine Zeit von drei Jahren angerechnet, informiert das Fachinformationsportal Haufe.

Älterer Herr schaut nachdenklich in die Ferne.
Sind Sie automatisch pflichtversichert, wenn Sie in Rente gehen? Lesen Sie hier die Antwort. © Gustafsson/Imago

Freiwillig krankenversichern in der Rente?

Erfüllen Sie die Voraussetzungen nicht, müssen Sie selbst tätig werden, so die Deutsche Rentenversicherung. Der große Versicherer führt drei Möglichkeiten auf:

Wie viel kostet die Krankenversicherung für Rentner

Im Fall einer freiwilligen Versicherung muss allerdings berücksichtigt werden, dass Beiträge auf private Einnahmen entrichtet werden müssen. Wie die Verbraucherzentrale weiter informiert, erhalten gesetzlich und privat krankenversicherte Rentner von ihrem Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen. Dieser errechne sich prozentual aus der gesetzlichen Rente und wird direkt von der Rente einbehalten und von den Rentenversicherungsträgern an die Kassen abgeführt, heißt es weiter.

Sie waren vor Eintritt in die gesetzliche Rente privat versichert? Auch hier zahlt der Rentenversicherungsträger privat Krankenversicherten einen Zuschuss zu den Beiträgen.

Die im Text aufgeführten Informationen haben keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit. Ihr Rentenversicherungsträger informiert Sie gerne über Ihre Rechte und Ihren persönlichen Beitragssatz zur Krankenversicherung.

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