Keine Umstellung auf DVB-T2 HD

Kurz vor Fußball-WM: In diesen deutschen Städten ist DVB-T ganz abgeschaltet

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Ärgerlich für alle Fußball-Fans: Nicht überall gibt es Antennen-TV kurz vor der WM.

2017 wurde das DVB-T abgeschaltet und umgestellt – und jetzt soll auch das Satelliten-TV folgen. War es das jetzt für immer mit kostenlosem Fernsehen?

Im Januar 2013 wurde erhoben, dass alle deutschen Haushalte einen einheitlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen haben. Dieser fließt an öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, ZDF und Deutschlandradio. Das digitale Antennenfernsehen DVB-T blieb da für viele als kostenlose Variante die einzige Alternative.

Zu teuer: DVB-T2 HD nicht in allen Gebieten verfügbar

Doch dann wurde DVB-T Anfang 2017 abgeschaltet und sollte schrittweise auf DVB-T2 umgestellt werden. Das habe schließlich den Vorteil, dass Nutzer Programme in Full-HD-Auflösung empfangen können. Doch das soll laut Techbook nicht in allen deutschen Gebieten bzw. Städten passiert sein. Das ist besonders bitter für alle Fußball-Fans. Schließlich steht im Juni schon die WM an.

So hat der Hessische Rundfunk (hr) auf seiner Homepage verkündet, dass sich der Aufbau und die Inbetriebnahme einer neuen DVB-T2 HD-Sendeanlage an manchen Stellen einfach nicht rechne. Seine Entscheidung begründet die Landesrundfunkanstalt damit, dass es "keine gesetzliche Verpflichtung zur terrestrischen Programmverbreitung" habe.

In diesen Städten gibt es kein Antennen-TV mehr

So etwa am Standort Angelburg, das gerade mal etwa 3.600 Einwohner zählt. Ihnen bleibt nicht einmal die alte Sendetechnik, kostet diese angeblich noch mehr als die Umstellung auf DVB-T2 HD. Das heißt also konkret: Dort gibt es gar kein Antennen-TV - und damit auch kein öffentlich-rechtliches Fernsehen mehr. Weitere sind:

  • Thüringen: Sonnefeld, Saalfeld, Schöneck
  • Bayern: Hesselberg

Aber auch größere Städte wie Marburg, Gießen, Wetzlar, Ansbach und Saalfeld sollen von der Abschaltung betroffen sein. Im September 2018 sind dann folgende dran:

  • Baden-Württemberg. Geislingen, Bad Mergentheim, Brandenkopf/Mittlerer Schwarzwald
  • Sachsen-Anhalt: Dequede/Altmark
  • Sachsen: Schöneck/Vogtland

So können Sie doch noch ARD und ZDF anschauen

Zudem soll es in oben genannten Standorten auch keine Privatsender wie RTL, ProSieben oder Sat.1. geben. In anderen Gebieten Deutschlands werden sie allerdings über DVB-T2 HD kostenpflichtig angeboten. Weitere Alternativen zu DVB-T2 HD sind:

  • Fernsehen übers Internet
  • Liveprogramm der Online-Mediatheken von ARD und ZDF (im Rundfunkbeitrag inbegriffen)
  • Apps wie Zattoo oder Waipu (monatliche Gebühr)

Lesen Sie auch: So befreien Sie sich ganz legal von der Rundfunkgebühr.

jp

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