Arbeitsrecht

Wirbel um Friseure: Lockdown-Verbot – aber nicht für Fußballer? Verband schreibt Wut-Brief

Friseursalons haben im Lockdown deutschlandweit geschlossen. Aber darf der Friseur zu mir nach Hause kommen? Eine Rechtsanwältin klärt auf.

Update vom Donnerstag, 14.01.2021: Während Bürgerinnen und Bürger weiter ihre wuchernde Lockdown-Frisur unter Mützen und Hüten verstecken, präsentieren sich die Fußballstars der 1. und 2. Bundesliga Wochenende für Wochenende mit perfekt sitzenden und gestylten Haaren. Sehr verärgert darüber sind nicht nur die meisten Menschen, die sich selbst nach einem Friseurbesuch sehnen, sondern auch der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Dieser schickte nun einen offenen Brief an den DFB. In diesem prangert der Verband an, dass anhand der perfekten Konturen und auf Millimeter getrimmtes Seitenhaar klar erkennbar sei, dass diese Frisuren von Profis mit professionellem Werkzeug geschnitten wurden. Dies sende die falsche Nachricht und setze die Branche massiv unter Druck. Denn nicht wenige frustrierte Bürger nun versuchen, durch Schwarzarbeit und illegale Hausbesuche das verbot zu umgehen. Keine angenehme Situation für Friseurinnen und Friseure, und auch kein Zeichen der Solidarität von Seiten der Fußballstars.

Salons geschlossen: Dürfen Friseure zuhause bei den Kunden Haare schneiden?

Ursprünglicher Artikel: Wer endlich mal wieder die Haare schön geschnitten haben möchte, hat gerade das Nachsehen: Seit Mittwoch, dem 16. Dezember befindet sich Deutschland im Lockdown. Die meisten Geschäfte wie Kaufhäuser oder Baumärkte mussten schließen, und mit ihnen auch die Friseure, die in den Tagen zuvor einen wahren Kundenansturm erlebt hatten*. Bis mindestens zum 14. Februar bleibt das öffentliche Leben noch heruntergefahren. Doch wenn der Friseursalon geschlossen hat, darf dann zumindest der Friseur zu mir nach Hause kommen und dort die Haare schneiden?

Dürfen Friseure im Lockdown zu den Kunden nach Hause kommen und dort die Haare schneiden?

Friseure geschlossen: Haarschnitt zuhause ebenfalls verboten

Ganz klar: Nein. Das bestätigt Rechtsanwältin Nicole Mutschke im Interview mit dem TV-Sender RTL. Zwar dürfen Kunden unter den aktuellen Kontaktbeschränkungen einen Haushalt zu sich nach Hause einladen. Doch die Friseur-Dienstleistung an sich ist verboten. Das legen die Corona-Schutzverordnungen der Länder fest. In der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von Bayern heißt es beispielsweise: „Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, wie zum Beispiel Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios oder ähnliche Betriebe sind untersagt.“ (§ 12 Abs. 2).

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Corona-Lockdown: Welche Bußgelder drohen Friseuren?

„Wenn der Friseur in NRW zu einem nach Hause kommt und dort die Haare schneidet, dann ist direkt ein Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro fällig“, so Mutschke. Auch in anderen Bundesländern sind ähnlich hohe Strafen zu erwarten. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Der perfekte Haarschnitt

Wenn der Friseurbesuch im Lockdown ausfallen muss, dann sorgt ein Profi-Haarschneider und Barttrimmer (werblicher Link) für ein vorzeigbares Ergebnis. Durch die Kombination von Titan- und Keramikklingen gelingt jeder Haarschnitt, sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. 

Mehr zum Thema: Erkältungszeit und Corona: Darf ich mit einem Schnupfen in die Arbeit gehen? 

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Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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