Wegen Altersarmut

Mehr Mütterrente: Zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe?

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Mehr Mütterrente bedeutet auch mehr Kosten für die Sozialkassen.

Frauen, besonders Mütter, leiden Studien zufolge häufiger unter Altersarmut. Das sieht der Sozialverband VdK - und fordert sehr nachdrücklich mehr Geld.

Frauen sind neuen Studien zufolge öfter von Altersarmut betroffen als Männer. Schwierig wird es, wenn es zudem alleinstehende Mütter sind. Doch deren Rente soll angehoben werden. Das fordert jetzt der Sozialverband VdK.

Mütter oft betroffen von Altersarmut - Sozialverband fordert mehr Geld

Sie wollen Frauen mit Kindern im Alter schützen - und verlangen deshalb für Mütter einen eigenen Freibetrag von 200 Euro in der Grundsicherung für Rentenleistungen.

"Es kann nicht sein, dass die wichtigste Säule der Altersversorgung in Deutschland weniger wert ist als private oder betriebliche Privatvorsorge, für die ja künftig ein Freibetrag gelten soll", erklärt die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher gegenüber Focus Online am Mittwoch (09.08.) in München.

Mehr Mütterrente bedeutet aber auch Zusatzkosten in Milliardenhöhe

Allerdings könnten dadurch weitere Zusatzkosten in Milliardenhöhe entstehen. Doch dazu schweigt Mascher. Stattdessen betont sie: "Die bereits vollzogene Anhebung der Erziehungszeiten von einem auf zwei Jahre sollte vor allem alten Rentnerinnen zugutekommen. Doch leider bleibt dieses Mittel zur unmittelbaren Armutsbekämpfung für viele Betroffene derzeit wirkungslos."

Wenn die Bundesregierung nicht auf die Forderung eingehe, wird der Sozialverband solange keine Ruhe geben, bis sie einlenkt, versichert Mascher.

Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland bemängelt Rentensystem

Außerdem sieht Mascher schwarz, was die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung angeht. "Wenn das Rentenniveau nicht stabilisiert wird, verliert die gesetzliche Rentenversicherung, die die wichtigste Säule der Alterssicherung ist, immer mehr an Tragfähigkeit und damit an Glaubwürdigkeit", so Mascher.

Lesen Sie hier auch, wie Sie mit der Flexi-Rente mehr Geld im Alter anhäufen können.

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jp

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Nur wir beide: Zwischen Alleinerziehenden und ihren Kindern entwickelt sich oft ein sehr enges Band. Trotzdem brauchen sie ein gutes und verläßliches Netzwerk. Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa-tmn
Nur wir beide: Zwischen Alleinerziehenden und ihren Kindern entwickelt sich oft ein sehr enges Band. Trotzdem brauchen sie ein gutes und verläßliches Netzwerk. Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa-tmn © Marcel Kusch
Bernadette Conrad ist Journalistin und Autorin eines Buchs über Alleinerziehende. Foto: Ekko von Schwichow/Verlagsgruppe Random House GmbH/dpa-tmn
Bernadette Conrad ist Journalistin und Autorin eines Buchs über Alleinerziehende. Foto: Ekko von Schwichow/Verlagsgruppe Random House GmbH/dpa-tmn © Ekko von Schwichow
Miriam Hoheisel ist Bundesgeschäftsführerin vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter. Foto: VAMV/dpa-tmn
Miriam Hoheisel ist Bundesgeschäftsführerin vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter. Foto: VAMV/dpa-tmn © VAMV
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In ihrem Buch "Die kleinste Familie der Welt" hebt Bernadette Conrad die Stärken von einer Single-Kind-Familie hervor. Foto: Verlagsgruppe Random House GmbH München/dpa-tmn
In ihrem Buch "Die kleinste Familie der Welt" hebt Bernadette Conrad die Stärken von einer Single-Kind-Familie hervor. Foto: Verlagsgruppe Random House GmbH München/dpa-tmn © Verlagsgruppe Random House GmbH
In ihrem Buch "Stark und alleinerziehend" erklärt Alexandra Widmer, wie man die Erziehung auch ohne Partner schafft. Foto: Verlagsgruppe Random House GmbH München/dpa-tmn
In ihrem Buch "Stark und alleinerziehend" erklärt Alexandra Widmer, wie man die Erziehung auch ohne Partner schafft. Foto: Verlagsgruppe Random House GmbH München/dpa-tmn © Verlagsgruppe Random House GmbH

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