Minuszinsen auf Kontoguthaben

Negativzinsen vermeiden? Verbraucherschützer haben wichtigen Hinweis für Sparer

Sparer dürfen nicht auf Sicherheit vertrauen.
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Experten erklären, wie Sie als Sparer Negativzinsen vermeiden können und welche Alternativen es gibt.

Nicht wenige Banken und Sparkassen kündigen die Einführung von Minuszinsen auf Konto­guthaben an. Experten erklären, wie Sie als Sparer solche Negativzinsen vermeiden können.

Zahlen statt Zinsen kassieren: Immer mehr Banken und Sparkassen kündigen die Einführung von Minuszinsen auf Konto­guthaben an. Dabei trifft es zunehmend auch die Kleinanleger. So werden bei einigen Instituten sogar schon ab 5.000 Euro die sogenannten Negativzinsen fällig, wie jüngst die Deutsche Presse-Agentur anlässlich einer Untersuchung des Vergleichsportals Verivox berichtete.

Negativzinsen vermeiden? Wichtiger Hinweis der Verbraucherzentrale

Verbraucherschützer erklären, wie Betroffene reagieren können. So informiert etwa die Verbraucherzentrale NRW auf Ihrer Internetseite: „Banken nehmen die Einführung von Negativzinsen oftmals zum Anlass, zu einem persönlichen Gespräch einzuladen“. Denn: „Verwahrentgelte können nämlich nicht über die Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingeführt werden, sondern nur über eine individuelle Vereinbarung.“

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Möglicher Verhandlungsspielraum bei der Bank

Der Rat der Verbraucherzentrale NRW: Nicht voreilig zu unterschreiben, sondern sich die Unterlagen in Ruhe daheim anzusehen. Möglicherweise gebe es auch „Verhandlungsspielraum, zum Beispiel über die Höhe des Schwellenwerts“. Ebenso sei denkbar, dass Institute „verhandlungsbereit sind, wenn die hohen Beträge auf dem Konto kein Dauerzustand sind, sondern – etwa wegen einer ausbezahlten Lebensversicherung – nur vorübergehend auf dem Konto liegen“.

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Mögliche Alternativen beim Geldanlegen erwägen

Eine mögliche Lösung des Problems wäre es, das Geld in andere Anlageprodukte* zu stecken. Die Verbraucherzentrale erklärt: „Meist fallen Negativzinsen erst bei relativ hohen Beträgen an. Liegt eine größere Summe auf dem Girokonto oder dem schlecht verzinsten Sparbuch, sollten Sie schon aus eigenem Interesse über eine Alternative nachdenken.“ Doch auch hier sollte man nicht überstürzt handeln. Wichtig ist den Verbraucherschützern zufolge eine gute, unabhängige Beratung. „Keinesfalls sollten Sie übereilt in ein Anlageprodukt wechseln, nur um Negativzinsen zu sparen“, heißt es weiter auf www.verbraucherzentrale.nrw. Eine schlechte Anlageberatung oder versteckte Kosten in neuen Produkten könnten unterm Strich teurer sein.

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Negativzinsen umgehen - lohnt ein Bankwechsel?

Noch eine denkbare Alternative: Es könne sich möglicherweise rechnen, das eigene Vermögen auf verschiedene Banken zu verteilen. Allerdings sollten Verbraucher auch hier auf Mehrkosten wie zum Beispiel mehrfache Kontoführungsgebühren achten, so der Hinweis der Experten. Zwar könne unter Umständen auch ein kompletter Bankenwechsel in Frage kommen. Aber, aufgepasst: „In diesem Fall ist zu beachten, dass viele Finanzinstitute bei Neukunden ebenfalls Negativzinsen verlangen.“

Auch die Experten der Stiftung Warentest hatten allerdings darauf hingewiesen, dass es durchaus noch Banken gebe, die für Erspartes ein kleines Zinsplus bieten. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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