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Rundfunkbeitrag 2019: Nachzahlungen drohen, wenn Sie diesen Beleg nicht aufbewahren

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Von: Anne Tessin

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Erträge aus dem Rundfunkbeitrag stabil
Der Rundfunkbeitrag hat einen Haken, der vielen nicht bewusst ist. © picture alliance/dpa/Soeren Stache

Der Rundfunkbeitrag wird nicht mehr pro Person, sondern pro Haushalt bezahlt. Diese Vereinfachung greift aber nicht immer automatisch, warnen Verbraucherschützer.

Seit 2013 muss der Rundfunkbeitrag für jede Wohnung nur einmal entrichtet werden. Dieses Vorgehen sollte das Verfahren vereinfachen, hat aber nicht für jeden eine Erleichterung gebracht. Besonders in Wohngemeinschaften kann es Probleme geben.

Allgemein gilt: Bilden mehrere Menschen eine Wohngemeinschaft, reicht es aus, wenn ein Mieter den Rundfunkbeitrag in Höhe von aktuell 17,50 Euro an den Beitragsservice überweist. Alle anderen Mitbewohner dürfen sich abmelden. Dafür müssen sie allerdings den Namen und die Beitragsnummer des Zahlenden angeben.

Rundfunkbeitrag: Nachzahlungen durch Mieterwechsel

So weit, so gut. Allerdings kommt es in Wohngemeinschaften häufiger zu Mieterwechseln, und so kann immer mal einen Brief vom Beitragsservice mit einer Rechnung im Briefkasten landen. Hier ist eine gute Dokumentation Pflicht. Denn wer nicht belegen kann, dass einer der Mitbewohner den Beitrag bereits gezahlt hat, wird häufig noch einmal zur Kasse gebeten, wie die Verbraucherzentrale Hamburg warnt. "Regelmäßig melden sich Ratsuchende bei uns, die Rundfunkbeiträge für eine Wohnung, in der sie während ihrer Studienzeit gelebt haben, nachzahlen sollen", berichtet Anneke Voß von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Weiterlesen: Das ist der größte Irrtum über die Befreiung vom Rundfunkbeitrag

Rundfunkbeitrag: Unterlagen sammeln, um Nachzahlungen zu vermeiden

Die Verbraucherschützer raten deshalb Studenten, Auszubildenden und allen anderen Menschen, die in Wohngemeinschaften leben, den Beitragsservice bei Aus- und Einzügen direkt und unaufgefordert zu benachrichtigen. Außerdem sei es wichtig, den Namen und die Beitragsnummer der Person, die den Rundfunkbeitrag bezahlt hat, sowie Abmeldebestätigungen über einen längeren Zeitraum aufzubewahren. Denn "nur wenn Betroffene darlegen können, dass ein anderer Bewohner die Beitragszahlungen übernommen hat und sie selbst für den entsprechenden Zeitraum nicht zahlungspflichtig waren, sind sie von der Beitragspflicht entbunden."

Video: Können Sie sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen?

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ante

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