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Sie finden den Rundfunkbeitrag zu hoch? Dann schauen Sie mal, was andere europäische Länder zahlen

Zahlen die Deutschen zu viel Rundfunkbeitrag? Das Ranking überrascht.
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Zahlen die Deutschen zu viel Rundfunkbeitrag? Das Ranking überrascht.

Viele Deutsche klagen über den Rundfunkbeitrag. Schließlich ist er für alle verpflichtend - und nun soll er auch noch bald steigen. Aber zahlen wir wirklich so viel?

Seit Januar 2013 gibt es einen einheitlichen Rundfunkbeitrag, der für alle deutschen Haushalte verpflichtend ist. Doch vielen Deutschen ist er ein Dorn im Auge - vor allem im Hinblick darauf, dass sie keinen Fernseher, Radio oder gar PC besitzen. Zudem heißt es immer wieder, dass der Rundfunkbeitrag in den kommenden Jahren bald ansteigen könnte.

Rundfunkbeitrag 2019: So schneiden die Deutschen im europäischen Vergleich ab

Während dieser noch pauschal bei 17,50 Euro im Monat, könnte er ab 2021 wegen Mehrkosten der Landesrundfunkanstalten um etwa einen Euro höher liegen. Doch zahlen wir wirklich "zu viel"? Schließlich gibt es Rundfunkbeiträge auch in anderen europäischen Ländern.

So werden Schweizer, Österreicher und Franzosen ebenfalls jeden Monat oder einmal jährlich zur Kasse gebeten. Was dabei auffällt: Der Rundfunkbeitrag variiert sehr stark, manche zahlen sehr viel weniger - und auch Deutschland ist nicht "Spitzenreiter".

Hier sehen Sie den Rundfunkbeitrag im europäischen Vergleich:

RangLandRundfunkbeitrag
10Polen63 Euro pro Jahr (5,25 Euro pro Monat)
09Italien90 Euro pro Jahr (7,50 Euro pro Monat)
08Frankreich139 Euro pro Jahr (11,58 Euro pro Monat)
07Irland 160 Euro pro Jahr (13,33 Euro pro Monat)
06Großbritannien173 Euro pro Jahr (14,42 Euro pro Monat)
05Deutschland 210 Euro pro Jahr (17,50 Euro pro Monat)
04Dänemark258 Euro pro Jahr (21,50 Euro im Monat)
03Österreich300 Euro pro Jahr (25 Euro pro Monat)
02Norwegen312 Euro pro Jahr (26 Euro pro Monat)
01Schweiz322 Euro pro Jahr (26,83 Euro pro Monat)

Lesen Sie auch: Rundfunkbeitrag 2019: Warum Sie ihn besser nicht bar bezahlen.

Massive Kritik an den Rundfunkbeiträgen hat Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz geäußert. Er findet, dass der monatliche Beitrag pro Haushalt nicht mehr als einen Euro betragen sollte.

jp

Rundfunkbeitrag 2019: Alles Wissenswerte über Höhe, Umzug und Befreiung

Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt.
Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt. © dpa
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten.
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten. © dpa / Stephan Scheuer
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen.
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen. © dpa / Christophe Gateau
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft.
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft. © dpa / Carmen Jaspersen
Die Öffentlich-Rechtlichen Sender fordern eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Und das am besten schon ab 2021. Experten gehen davon aus, dass dieser dann ein Euro mehr betragen könnte. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert, diesen vom 1. Januar 2023 an ein Indexmodell der Länder zu koppeln. So soll der Rundfunkbeitrag automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigen  und damit die Inflation ausgleichen.
Die Öffentlich-Rechtlichen Sender fordern eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Und das am besten schon ab 2021. Experten gehen davon aus, dass dieser dann ein Euro mehr betragen könnte. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert, diesen vom 1. Januar 2023 an ein Indexmodell der Länder zu koppeln. So soll der Rundfunkbeitrag automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigen und damit die Inflation ausgleichen. © dpa / Jens Kalaene

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