Auf den letzten Drücker?

So shoppen die Deutschen wirklich Weihnachtsgeschenke

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Von wegen auf den letzten Drücker: Viele Deutschen kaufen die Weihnachtsgeschenke bereits Anfang Dezember. Doch nicht alle Familienmitglieder bekommen auch eines.

Ein Parfüm für die Oma, ein Krimibuch für die Schwester: In den Wochen vor Weihnachten beginnt wieder der alljährliche Geschenkemarathon und Shoppingstress.

Kennen Sie jemanden, der Sie schon im Herbst nach Ihren konkreten Weihnachtswünschen fragt? Knapp zehn Prozent der Deutschen tut genau dies. Laut einer Umfrage des Verbraucherportals gutscheinsammler.de shoppen sie bereits im Oktober die ersten Geschenke.

Deutsche kaufen frühzeitig Weihnachtsgeschenke

25 Prozent der 270 Befragten werden dagegen erst im November wirklich munter. Spätestens Anfang Dezember sind die meisten Deutschen (45 Prozent) auf den Beinen, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Was dabei überrascht: Der klassische auf-den-letzten-Drücker-Einkauf kommt bei den Deutschen kaum vor. Nur ein Fünftel besorgt Geschenke noch in letzter Minute kurz vor dem Fest. Während diese dann noch von Geschäft zu Geschäft hetzen, shoppen diejenigen, die frühzeitig alle Geschenke besorgt haben, am liebsten online.

Geschenke besorgen: Lieber online als im Geschäft

So gaben 50 Prozent der Befragten an, dass Sie lieber im Internet als im stationären Einzelhandel einkaufen. Bei den 25 bis 34-Jährigen lag der Wert sogar bei stolzen 57 Prozent. Die über 65-Jährigen gaben jedoch an, dass sie am liebsten noch in Geschäften nach geeigneten Geschenken suchen (65 Prozent).

Heiligabend mögen es die Deutschen lieber traditionell

Doch was die Weihnachtsfeiertage angeht, mögen es die meisten Deutschen lieber klassisch traditionell. 83 Prozent feiern am liebsten im Kreise ihrer Familie zuhause – die meisten mit drei bis fünf Personen (45 Prozent) oder mit mehr als fünf Personen (42 Prozent).

Obwohl sie es festlich mögen, muss es nicht unbedingt teuer sein. 53 Prozent geben nur bis zu 50 Euro für Weihnachtsdeko, inklusive Baum, Lichterketten und Kränze aus. Ähnlich viele (56 Prozent) investieren so viel Geld in ihr Weihnachtsoutfit.

Wenn es allerdings ums Essen geht, lassen sich die Deutschen nicht lumpen: So planen 35 Prozent 50 bis 100 Euro für den Gänsebraten & Co. ein, während 22 Prozent dafür sogar 100 bis 150 Euro ausgeben. 12 Prozent leisten sich sogar einen wahren Luxusschmaus und blättern mehr als 200 Euro hin.

Partner erhalten meist teurere Weihnachtsgeschenke - Großeltern gehen leer aus

Nach dem gemütlichen Weihnachtsessen ist für viele vor der Bescherung. Denn hier geben die Deutschen am meisten aus. Jeder zehnte Deutsche will laut dem Verbraucherportal 2016 bis zu 500 Euro für die Liebsten ausgeben. 15 Prozent gaben an, nur 200 bis 300 Euro ausgeben zu wollen, während 22 Prozent 100 bis 200 Euro und 20 Prozent 50 bis 100 Euro für Weihnachtsgeschenke hinblättern.

Das Pikante daran: Besonders die Großeltern gehen bei der Bescherung oftmals leer aus. So gab fast jeder dritte Befragte, seinen Großeltern nichts zu schenken. Und auch die Eltern bekommen an Heiligabend von 27 Prozent der Befragten nur kleine Geschenke (20 bis 50 Euro).

Doch für ihre bessere Hälfte legen die Deutschen gerne mehr etwas mehr hin. Hier darf sich jeder Vierte auf ein Geschenk im Wert von 50 bis 100 Euro freuen. Dagegen gab ein Viertel der Befragten an, ihrem Partner gar nichts zu schenken.

Das tun auch 20 Prozent der Eltern. Ihre Kinder erhalten keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Doch die meisten Eltern (28 Prozent) beschenken ihre lieben Kleinen mit Geschenken im Wert von 50 bis 100 Euro.

Geschenke-Ranking: Geld und Smartphones ganz weit vorn

Was ist aber mit den eigenen Weihnachtswünschen an die Liebsten? Da sind die Deutschen schon anspruchsvoller – und mögen es teuer. Auf Platz eins im Geschenke-Ranking liegen mit 34 Prozent Geld und Gutscheine. Danach folgen Unterhaltungselektronik (24 Prozent) sowie Smartphones bzw. Tablets (23 Prozent).

16 Prozent träumen von neuem Schmuck, Schuhen oder Kleidung und 8 Prozent wünschen sich sogar die sonst so unbeliebten Haushaltsgeräte. Traditionelle Geschenke wie Bücher liegen bei 11 Prozent und behaupten sich damit gegen Beauty-Produkte (8 Prozent) und Reisen (10 Prozent).

Doch auch Selbstgebasteltes kommt bei der Familie gut an. Jeder Zehnte wünscht sich lieber etwas Kreatives mit Herz von seinen Liebsten zu Weihnachten. Und gibt damit dem Fest der Liebe und der Familie seinen eigentlichen Sinn wieder zurück.

Von Jasmin Pospiech

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