Der Traum vom Leben als Millionär

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Viele Menschen träumen davon, dass das Geld irgendwann keine Rolle mehr spielt. Oft ist davon die Rede, dass jemand ein Millionär sein möchte. Zwar reicht ein Privatvermögen von einer Millionen Euro noch nicht aus, um den Rest des Lebens nicht mehr arbeiten zu müssen.

Doch es ist schon ein guter Anfang, um es in Zukunft ein wenig entspannter angehen zu können. Man muss sich dann zumindest keine Sorgen mehr um einen plötzlichen Verlust des Arbeitsplatzes oder wegen einer unvorhersehbaren Reparatur des Autos machen. Darüber hinaus kann man sich mit einem Privatvermögen in dieser Größenordnung Sachen leisten, die sich andere Menschen nicht kaufen können. Beispielsweise einen exklusiven Urlaub, ein tolles Haus oder einen Sportwagen. Doch dabei gilt es aufzupassen, denn Geld haben kommt bekanntlich von Geld halten. Bevor man sich darum Gedanken macht, muss man die Millionen aber erst einmal auf dem Bankkonto oder im Aktiendepot haben. In diesem Artikel wollen wir deshalb einige Beispiele anführen, wie ganz normale Menschen im Laufe Ihres Lebens zu einem Millionenvermögen kommen können.

Durch schlaue Investments reich werden

Schon seit vielen Jahren werben windige Finanzberater mit dem Versprechen des schnellen Geldes. Doch wer mit wenig Kapitaleinsatz und wenig Aufwand ein Vermögen verspricht, der macht sich in der Regel nur selbst die Taschen voll. Reich wird man normalerweise nicht über Nacht und die Bitcoin-Millionäre sind eher die Ausnahme. Viel häufiger werden die Menschen durch schlaue Investments reich, die langfristig denken und geduldig ihr Depot aufbauen.

Wer Monat für Monat in Aktien oder einen Fonds investiert, der hat gute Chancen langfristig ein ansehnliches Depot aufzubauen. Dabei ist es wichtig, dass man sich selbst ausgiebig informiert. Nur so kann man sich vor den hohen Gebühren der Banken schützen. Immer wieder kommt es vor, dass unerfahrene Anleger sich ein Finanzprodukt aufquatschen lassen, welches vor allem die Bank und den Berater reich macht. Denn Gebühren von fünf oder mehr Prozent lassen sich mittelfristig kaum ausgleichen, wenn dann auch noch Depotgebühren und jährliche Gebühren hinzukommen.

Wer sich selbst kundig macht und seine Geldanlage in die Hand nimmt, kann zu einem erfolgreichen Investor werden.

Zahlreiche Menschen halten die Geldanlage an der Börse für Zockerei und können damit nicht viel anfangen. Doch historisch zeigt sich, dass der Kauf von Aktien und Aktienfonds gar nicht so riskant ist, wie man zunächst meinen mag. Das gilt zumindest, wenn man einen langen Anlagehorizont hat. Bis jetzt haben die Märkte sich noch von jeder Krise erholt.

Verloren haben nur die Anleger, die am Höhepunkt der Krise verkauft haben, weil sie den letzten Rest ihres Investments retten wollten oder sie aus anderen Gründen zum Verkauf gezwungen wurden. Das ist natürlich die falsche Strategie. Denn wenn die einst teuren Aktien endlich zum Schnäppchenpreis erhältlich sind, sollte man lieber nachkaufen, als noch mehr Geld zu investieren. Dafür braucht es ein wenig Erfahrung und Selbstdisziplin. Denn es ist menschlich, in einer Krise anderen Anlegern zu folgen. Doch früher oder später werden sich die Märkte erholen. Ein breit gestreutes Depot birgt deshalb weniger Risiko, als viele Menschen glauben.

Durch Sparen reich werden?

Die deutschen gelten als Nation der Sparer. Während die Altersvorsorge in sehr vielen Ländern auf Aktien basiert, packen zahlreiche Deutsche ihr Geld lieber auf das Sparbuch oder das Girokonto. Sie legen regelmäßig ein wenig Geld zur Seite. Doch dieses Geld wird von der Inflation aufgefressen und ist deshalb nicht wirklich dazu geeignet, ein Teil der Altersvorsorge zu sein. Wer während den 40 Jahren seines Berufslebens im Schnitt 500 Euro auf die hohe Kante packen kann und nicht ein einziges Mal darauf zugreifen muss, der wird fast eine viertel Millionen Euro gespart haben. Wenn die Inflation der letzten 40 Jahre aber nur einigermaßen gleicht, wird das Geld in dieser Zeit rund die Hälfte seiner Kaufkraft verlieren. Darüber hinaus ist es vielen Menschen gar nicht möglich, wirklich 500 Euro pro Monat zu sparen, da es immer wieder unvorhergesehene Ausgaben gibt und man sich natürlich auch mal etwas gönnen möchte. Durch das reine Sparen wird es deshalb nur den allerwenigsten Menschen gelingen, ein Vermögen aufzubauen. Ohne eine Erbschaft oder einen anderen Geldsegen ist es quasi ausgeschlossen, ein ansehnliches Vermögen aufzubauen. Anders war es in den Zeiten, als es noch Zinsen für Sparkonten und auf Festgeldkonten gab. Da war es noch möglich, das Vermögen ohne eine Geldanlage mit Risiko zu vergrößern.

In der heutigen Zeit können Sparer aber nicht mehr darauf hoffen, dass sie früher oder später wieder gute Zinsen bekommen. Es sieht nicht danach aus, dass die Zinspolitik sich mittelfristig verändert. Wer mit dem Geld, das Monat für Monat übrig ist, etwas aufbauen möchte, der muss sich deshalb nach einer sinnvolleren Alternative umschauen.

Reichtum durch eine unternehmerische Tätigkeit

Angestellte und Freiberufler können selbstverständlich ein ansehnliches Einkommen erzielen und sich davon auch durchaus einen gewissen Luxus leisten. Mit einer soliden Ausbildung oder einem guten Studium ist ein wichtiger Grundstein gelegt. Wer dran bleibt, Engagement zeigt und sich fortbildet, der wird im Laufe seines Berufslebens ganz erhebliche Gehaltssprünge erzielen können. Doch ein gutes Gehalt allein ist nicht ausreichend, um irgendwann ein Privatvermögen zu erreichen, von dessen Dividenden man leben kann. Angestellte können eigentlich nur dann finanzielle Freiheit erlangen, wenn sie sich ein zweites Standbein aufbauen oder sie ihr Geld klug investieren.

Einige Menschen entscheiden sich deshalb früher oder später für den Gang in die Selbstständigkeit. Manchmal tun sie dies neben ihrem regulären Job. In anderen Fällen verabschieden sie sich von ihrem alten Arbeitgeber, um ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Geschichten wie die von Mark Zuckerberg oder Elon Musk sind dabei natürlich die absolute Ausnahme. Nur selten gelingt es innerhalb weniger Jahre, solche unglaublichen Resultate zu erzielen. Einige Unternehmer scheitern schon in den ersten Monaten, da sie der dauerhaften Belastung nicht gewachsen sind. Wer sich aber durch die ersten Monate durchkämpft und in der Lage ist sich am Markt zu etablieren, der kann deutlich mehr verdienen, als in seinem alten Job. Wirklich lohnenswert wird es immer dann, wenn Angestellte ins Spiel kommen. Dann wird nämlich nicht nur die eigene endliche Arbeitskraft verkauft. Denn die Zahl der Angestellten lässt sich nahezu beliebig skalieren, wodurch plötzlich deutlich größere Projekte in Angriff genommen werden können. Zwar stehen Unternehmer immer wieder vor neuen Herausforderungen. Mit der richtigen Einstellung und dem passenden Team ist es aber möglich, diese zu bewältigen.

Wer schon lange darüber nachdenkt diesen Schritt zu wagen, der sollte einfach mal mit der konkreten Planung anfangen. Wenn die ersten Aspekte geplant werden, rückt die Gründung eines Unternehmens plötzlich in greifbare Nähe. Nicht jeder Angestellte hat das Potential, auch als Unternehmer erfolgreich zu werden. Doch wer das Potential ungenutzt lässt, wird sich irgendwann darüber ärgern.

Ein Unternehmer wird nicht über Nacht zum Millionär werden. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem das Unternehmen verkauft oder an die nächste Generation weiterverkauft wird. Dann zeigt sich, wie sehr sich dieser Schritt gelohnt hat.

Geld als Mittel zum Zweck ansehen

Wer sein Leben nur auf Geld ausrichtet, der wird es auf dem Weg zum Millionär sehr schwer haben. Zwar ist der Verlust von Geld immer ärgerlich. Doch erfolgreiche Millionäre können damit in der Regel sehr gut umgehen und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn sie in der Vergangenheit mal eine schlechte Entscheidung getroffen haben. Das heißt aber nicht, dass sie die Schuld nicht trotzdem auch bei sich selbst suchen. Wer aus seinen Fehlern im Umgang mit Geld lernt, der wird mit der Zeit immer besser werden. Das gilt insbesondere dann, wenn es um die Verlockung des Geldes geht. Mit der Zeit kann man trainieren, seine Resistenz gegen die zahlreichen Verlockungen zu steigern. Denn wer weniger Geld ausgibt und sich nicht vom Geld ausgeben leiten lässt, der wird sein Vermögen immer weiter vergrößern können.

So können Angestellte reich werden

Wer es nicht mit dem Unternehmertum versuchen möchte und auch nicht an die Börse gehen will, der muss sein Glück als Angestellter versuchen. Zwar gibt es nur relativ wenige Angestellte, die überhaupt so viel Geld verdienen, dass sie innerhalb eines Berufslebens eine Millionen Euro ansparen können. Doch es gibt diese Jobs und es ist nicht unmöglich, sich in solch eine Position hochzuarbeiten. Dabei spielen die eigenen Fähigkeiten, das eigene Netzwerk und natürlich bis zu einem gewissen Punkt auch das Glück eine wichtige Rolle. Doch mit einem Studium als Jurist, Ingenieur oder Betriebswirt ist es durchaus möglich, schon mit wenigen Jahren Erfahrung ein Gehalt im sechsstelligen Bereich zu erreichen. Wer in eine große Kanzlei, eine Beratungsgesellschaft oder zu einem Großkonzern geht, kann durchaus diese Gehälter erzielen. Dabei muss aber klar sein, dass eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden natürlich nicht ausreicht, um solch eine Bezahlung zu rechtfertigen.

Wer Spaß an seinem Beruf hat und im Unternehmen Karriere macht, kann dieses Gehalt sogar noch ausbauen und in eine höhere Position aufsteigen. Der Preis dafür ist aber ein Sozialleben, welches sich vor allem innerhalb des Kollegenkreises abspielt. Gerade im Bereich der Großkanzleien und der Beratungsgesellschaften sind leitende Angestellte nach der Arbeit oft noch bei Kunden oder treffen sich für ein Gespräch im privaten Rahmen. Eine Familiengründung wird schwierig und oft leidet die Partnerschaft darunter. Wer dort seine Berufung gefunden hat, kann schon früh in seinem Berufsleben zum Millionär werden. Viele Angestellte steigen früher oder später aus diesen Branchen aus und können ihr Leben ganz nach ihren Wünschen gestalten, wenn sie bis dahin genug Geld angespart haben.

Mit einer Ausbildung ist der Weg zu solch einem Gehalt noch einmal deutlich schwieriger und vor allem länger. Zahlreiche Fortbildungen sind notwendig und oft kommt man an eine Grenze, an eigentlich nur noch ein Studium neben der Arbeit weiterhelfen kann. Wer aber bereit ist sein Leben in Deutschland hinter sich zu lassen, der kann sein Glück im Ausland suchen. Gerade in den arabischen und asiatischen Ländern werden deutsche Fachkräfte gerne genommen. Das Knowhow wird sehr gut bezahlt und Flüge in die Heimat sind für dringend gesuchte Experten ebenfalls möglich. Doch ob man dafür wirklich die Heimat verlassen möchte, ist eine sehr individuelle Entscheidung, über die gut nachgedacht werden sollte.

Mit einem Lottogewinn zum Millionär

Viele Deutsche spielen Woche für Woche Lotto und haben dabei die Hoffnung auf einen großen Gewinn. Immer wieder liest man von glücklichen Gewinnern, deren Leben sich nach einem Lottogewinn verändert hat. Ursprünglich gab es nur am Samstag eine Ziehung der staatlichen Lotterie. Irgendwann gab es dann einen zweiten Termin am Mittwoch. So erhielten die Spieler eine weitere Chance, einen ansehnlichen Jackpot zu knacken. Mittlerweile steht den Spielern neben der klassischen Lotterie aber noch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, um einen großen Jackpot zu knacken. Für den Eurojackpot haben sich viele europäische Länder zusammengeschlossen. So sind noch höhere Ausschüttungen möglich. Der Eurojackpot wird stets am Freitag ausgespielt. Wenn niemand die höchste Gewinnklasse erreicht, kann der Jackpot theoretisch bis zu einer Höhe von 90 Millionen Euro ansteigen.

Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die Chancen auf einen Jackpot in einer Lotterie verschwindend gering sind. Einige wenige können damit Millionär werden. Wer ernsthaft ein Vermögen aufbauen möchte, der sollte sich aber möglicherweise einen anderen Weg suchen.

Millionär - Und jetzt?

Wer unbedingt Millionär werden möchte, der macht sich nicht unbedingt Gedanken über die Zeit danach. Doch nur weil man plötzlich eine Millionen Euro auf dem Bankkonto oder im Depot hat, wird sich im Leben absolut nichts verändern. Natürlich hat man ein wenig mehr Freiheit und braucht keine Angst vor den Dingen haben, die für Menschen mit Geldsorgen schnell ein Problem werden können. Doch sonst ändert sich sehr wenig.

Millionäre leben in der Regel enorm unauffällig und Menschen wie die Geissens sind die absolute Ausnahme. Die meisten Millionäre haben einen eher sparsamen Lebensstil. Zwar gönnen sie sich von Zeit zu Zeit etwas. Dabei achten sie aber regelmäßig darauf, dass sie ihr Geld nicht aufbrauchen. Sonst könnten sie irgendwann wieder in die unangenehme Lage kommen, dass sie Probleme mit dem lieben Geld kriegen.

Für die erste selbstverdiente Million sollte man sich aber trotzdem belohnen und einen lang ersehnten Traum erfüllen. Denn das ist schon eine sehr respektable Leistung, die nicht vielen Menschen gelingt.

Trotzdem ist es für Millionäre nicht wirklich etwas Besonderes, dass sie ab einem gewissen Punkt ihres Lebens über so viel Geld verfügen. Denn die Entbehrungen, die dafür in anderen Bereichen des Lebens notwendig waren, sind nicht zu vernachlässigen.

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