Nicht nur in der Pflege

Trendberufe 2021: Studie zeigt, welche Berufe in der Corona-Krise besonders gefragt sind

Eine Wissenschaftlerin arbeitet im Labor.
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Virologen und Laborassistenten gehören dank Corona auch 2021 zu den gefragtesten Berufsgruppen.

Das neue Jahr 2021 beschert einigen Berufsgruppen einen Aufschwung, gerade wegen der Corona-Pandemie. Dazu zählen nicht nur Gesundheitsberufe.

Das vergangene Jahr ging auch am Arbeitsmarkt nicht spurlos vorüber. So sorgte das Corona-Krisenjahr 2020 vielerorts für sinkende Gehälter*, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit. Systemrelevante Berufe, vor allem in der Gesundheitsbranche, rückten mehr und mehr in den Fokus. Und schließlich erlebte Home-Office aufgrund der Pandemie-Maßnahmen von Bund und Ländern für einen nie dagewesenen Aufschwung. Wie geht es nun im neuen Jahr 2021 weiter? Welche Berufsgruppen und Jobs werden trotz – oder gerade wegen der Corona-Krise – gefragt sein?

Trendberufe 2021: Corona-Pandemie prägt weiterhin den Arbeitsmarkt

Die Experten des Portals Gehalt.de sind dieser Frage nachgegangen. Auf der Suche nach den Trendberufen 2021 analysierten sie Suchanfragen ihres Portals, die Anzahl offener Stellen in ausgewählten Jobbörsen, die Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie Informationen aus Kunden- und Beratungsgesprächen. Das Ergebnis: Wie im letzten Jahr dürften Berufe zu den Gewinnern zählen, die in der Pandemie gefragt sind.

Covid-19-Beämpfung sorgt für Nachfrage bei Pflegekräften, Laborassistenten und Virologen

Dazu zählen natürlich Pflegekräfte, die an vorderster Front gegen Covid-19 kämpfen. Sie sollen laut der Studie jährlich rund 44.200 Euro brutto im Median** verdienen. Im neuen Jahr 2021 rückt zusätzlich die Produktion und Verteilung des Corona-Impfstoffs in den Fokus. Aufgrund von Virus-Mutationen ist zusätzliche Forschungsarbeit nötig, weshalb auch Virolog*innen (63.200 Euro brutto) und Laborassistent*innen (36.500 Euro brutto) auch in Zukunft gut beschäftigt sein werden.

Jobs rund um Home-Office gefragt

Auch Home-Office bleibt in Zukunft ein wichtiges Thema. Damit Mitarbeiter problemlos von zuhause aus auf Firmen-Daten zugreifen können, sorgen Cloud-Architekt*innen dafür, dass auf den externen Servern der Unternehmen alles glatt läuft. Ohne Cloud Architects soll nichts mehr laufen, das mache sich auch in den Gehältern bemerkbar. Ihr Jahresgehalt beträgt rund 64.900 Euro im Median**.

Krisenfeste Jobs 2021: Diese Berufe sind gefragt wie nie

Beruf Brutto-Gehalt Median** Brutto-Durchschnittsgehalt
Cloud Architect64.897 €68.187 €
Virolog*in63.243 €68.788 €
Performance-Marketing-Manager*in50.528 €55.001 €
Pflegefachkraft44.247 €43.909 €
Spieleentwickler*in42.724 €46.008 €
Lebensmitteltechniker*in40.314 €43.493 €
Kaufmann*frau im E-Commerce39.901 €46.071 €
Laborassistent*in 36.469 €40.906 €

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Spielebranche, E-Commerce und Lebensmittelindustrie boomen

Während der stationäre Handel und die Veranstaltungsbranche unter dem Lockdown leiden, profitieren wiederum andere Branchen von den geltenden Corona-Maßnahmen. So erfreuen sich Videospiele ohne Kino, Clubs und Co. immer größerer Beliebtheit, was dem Beruf der Spieleentwickler*innen laut der Studie einen ordentlichen Aufschwung verleihen dürfte. Ihr Gehalt beträgt jährlich rund 42.700 Euro brutto.

Der Online-Handel brummt, was wiederum eine positiven Effekt für Kaufleute im E-Commerce und im Social Commerce (etwa Performance-Marketing-Manager*innen) hat. Ebenso im Aufwind: Die Lebensmittelindustrie. Geschlossenene Restaurants und Bars sorgen laut Gehalt.de für volle Auftragsbücher bei der Produktion und Weiterverarbeitung von Lebensmittelprodukten, weshalb Lebensmitteltechniker*innen besonders gute Jobaussichten haben (40.300 Euro brutto). In beiden Berufen braucht es übrigens keinen Hochschulabschluss.

„Das vergangene Jahr hat uns gezeigt, dass Flexibilität sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber definitiv eine Kernkompetenz auf dem Arbeitsmarkt ist“, sagt Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. „Dabei ist ein Studium nicht zwangsläufig erforderlich, um zukunftssichere Berufe auszuüben. Auch mit einer Ausbildung können Beschäftigte lukrative und krisensichere Berufe ergreifen.“ (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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**Was ist der Median?

Als Median bezeichnet man den Wert, der in der Mitte aller Daten liegt: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Der Median ist daher genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann.

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