Bald Schluss mit kostenlos?

Vorsicht, Kostenfalle: Kommen jetzt Gebühren für Barzahlung?

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Können wir Deutsche beim Shoppen bald nur noch mit Karte zahlen?

Nachdem einige Banken Gebühren fürs Geldabheben verlangt haben, kommt nun der nächste Kostenhammer: Müssen wir bald für Barzahlungen im Supermarkt extra zahlen?

Es scheint einfach kein Ende zu nehmen – seit Anfang 2017 jagt ein Gebühren-Hammer den nächsten. Erst verlangten Sparkassen und Volksbanken Extra-Beiträge fürs Geld abheben, nun gerät das Bargeld weiter in Bedrängnis.

Müssen die Deutschen bald für Ihr Bargeld Gebühren zahlen?

Angeblich sollen Einzelhändler nun ebenfalls überlegen, ob sie Gebühren für Barzahlungen einführen wollen. Das berichtet jetzt zumindest die FAZ. So soll vor kurzem ein Kunde 25 Euro "Strafe" in einem Elektromarkt zahlen müssen, weil er wie gewohnt die Reparatur seines Fernsehens bar bezahlen wollte.

Die dreiste Rechtfertigung des Ladens: Die Barzahlung gelte als "abweichende Zahlungsart". Dem Kunden war allerdings keine andere Zahlungsmöglichkeit angeboten worden – ein Fall für die Verbraucherzentrale.

Diese findet die Vorgehensweise sehr grenzwertig – und begrüßt die Tatsache, dass der Kunde eine Klage gegen den Elektrohandel eingereicht hat. Mit Erfolg – der Laden darf die 25 Euro in Zukunft nicht mehr verlangen.

Supermarkt, Modeladen & Co.: Extra-Gebühren für Bargeldzahlungen?

Dennoch alarmiert der Fall – entsteht etwa ein Umdenken in Deutschlands Supermärkten & Co.? Für viele Deutsche wäre das wohl eine Zumutung – schließlich zahlen die meisten noch immer am liebsten ihre Einkäufe mit barer Münze.

Wie die FAZ berichtet, sollen auch die Flugbuchungsplattformen fluege.de und flug.de 2016 ebenfalls Gebühren für diverse Zahlungsarten erhoben haben. Das Pikante daran: Damit sollen die Portale angeblich ihr eigenes Angebot an Kreditkarten in den Vordergrund stellen und sie für potentielle Käufer attraktiver gestalten.

Doch diesen Schuh wollen sich die beiden Flugbuchungsportale nicht anziehen. Sie stellen in einem Statement klar: "Dies ist falsch. Fluege.de und Flug.de, beide durch die Invia Flights Germany GmbH betrieben, erheben keine Gebühr für die Nutzung einzelner Zahlungsarten. Das Zahlungsmittelentgelt und dessen Höhe wird in aller Regel von den Leistungsträgern, das heißt hier konkret von den Airlines selbst, erhoben und bei Vermittlung in gleicher Höhe vom Flugportal an den Leistungsträger weitergereicht."

Bargeld noch immer wichtig und beliebt bei den Deutschen

Die Verbraucherzentrale pocht weiterhin darauf, dass Bargeld kostenfrei bleibt. Für sie steht fest: Für die Deutschen ist es noch immer ein unverzichtbares Zahlungsmittel und eine wichtige Alternative zu EC-Karte & Co.

Bis jetzt scheint der Elektrohandel auch nur eine Ausnahme darzustellen. Es scheint jedenfalls so, als würde das Bargeld nicht so schnell aus dem Alltag der Deutschen verschwinden. Schließlich ist es zum Beispiel in vielen Supermärkten noch der Fall, dass eine Kartenzahlung erst ab zehn Euro oder mehr möglich ist.

Und auch Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, beteuert, dass das Bargeld nicht abgeschafft werden soll. Auch wenn Unkenrufe gegenteiliges vermuten lassen – und weiterhin für Zweifel bei den Deutschen sorgen.

Von Jasmin Pospiech

Neue Zustell-Formen: So landen Pakete beim Empfänger

Pakete bequem empfangen: Über die Packstation können DHL-Kunden rund um die Uhr Sendungen abholen, aber auch frankierte Sendungen verschicken. Foto: Deutsche Post DHL Group
Pakete bequem empfangen: Über die Packstation können DHL-Kunden rund um die Uhr Sendungen abholen, aber auch frankierte Sendungen verschicken. © Deutsche Post DHL Group
Damit der Paketbote - hier von Hermes - nicht vor verschlossener Tür steht, können Kunden bei ihrer Online-Bestellung in der Regel einen Wunschtermin oder eine Wunschadresse angeben. Foto: Hermes Europe GmbH
Damit der Paketbote - hier von Hermes - nicht vor verschlossener Tür steht, können Kunden bei ihrer Online-Bestellung in der Regel einen Wunschtermin oder eine Wunschadresse angeben. © Hermes Europe GmbH
Damit die Sendung schnell beim Empfänger ankommt: Im Depot ordnen die Sortieranlagen die Pakete automatisch dem richtigen Zustellungsort zu - wie hier beim Paketdienstleister GLS. Foto: GLS
Damit die Sendung schnell beim Empfänger ankommt: Im Depot ordnen die Sortieranlagen die Pakete automatisch dem richtigen Zustellungsort zu - wie hier beim Paketdienstleister GLS. © GLS
Über das Smartphone einen Wunschtermin für die Paket-Zustellung eingeben. Dies ist bei dem Paketdienstleister DPD, aber auch bei anderen Anbietern möglich. Dafür müssen sich Kunden in der Regel vorher online auf der Seite des Anbieters registrieren. Foto: DPD
Über das Smartphone einen Wunschtermin für die Paket-Zustellung eingeben. Dies ist bei dem Paketdienstleister DPD, aber auch bei anderen Anbietern möglich. Dafür müssen sich Kunden in der Regel vorher online auf der Seite des Anbieters registrieren. © DPD
Direkt neben der Haustür ein Kasten für Pakete und größere Sendungen: Noch in diesem Jahr soll das sogenannte Parcellock System auf den Markt kommen - der Anbieter GLS, sowie die Konkurrenten Hermes und DPD haben sich dafür zusammengeschlossen. Empfänger können die Kästen über einen versendeten TAN-Code öffnen. Foto: ParcelLock/Adam Drobiec
Direkt neben der Haustür ein Kasten für Pakete und größere Sendungen: Noch in diesem Jahr soll das sogenannte Parcellock System auf den Markt kommen - der Anbieter GLS, sowie die Konkurrenten Hermes und DPD haben sich dafür zusammengeschlossen. Empfänger können die Kästen über einen versendeten TAN-Code öffnen. © Adam Drobiec

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