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Wann liegt eine Doppelbesteuerung der Rente vor?

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Von: Janine Napirca

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Die Ampel-Koalition möchte die Doppelbesteuerung der Rente zukünftig verhindern. Wer davon profitiert – und wer nicht, erfahren Sie hier.

Wenn Sie als Rentner bzw. Rentnerin nicht mindestens so hohe Auszahlungen steuerfrei erhalten, wie Sie während Ihres Berufslebens steuerpflichtig in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt* haben, sind Sie von der so genannten Doppelbesteuerung Ihrer Rente betroffen. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, will die Bundesregierung mit einer bedeutenden Änderung zukünftig verhindern, dass Renten doppelt besteuert werden. Aber nicht alle Jahrgänge werden davon profitieren.

Doppelbesteuerung verhindern: Welche Änderungen in der Rente plant die Ampel-Koalition?

Aktuell ist es so, dass einem Bericht von InFranken.de zufolge in Deutschland alle Einkünfte ab einem gewissen Freibetrag versteuert werden. Das bedeutet, dass Beschäftigte zunächst Steuern auf die Versicherungsbeiträge und anschließend auf die Rente selbst bezahlen. Die Ampel-Koalition will eine Doppelbesteuerung verhindern und darum die gesetzliche Rente zukünftig voll versteuern. Im Gegensatz dazu sollen die Beiträge für die Rentenversicherung in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden können.

Stempel Doppelbesteuerung liegt auf Euroscheinen
Sind Sie bereits in Rente? © Sascha Steinach/Imago

Wer ist von der Doppelbesteuerung der Rente betroffen?

Momentan sind laut Bericht circa 5 Millionen deutsche Rentnerinnen und Rentner von der Doppelbesteuerung der Rente betroffen. Die restlichen 15 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sind entweder vor der Neuverordnung in Rente gegangen oder erhalten so wenig Rente, dass ohnehin keine Steuern gezahlt werden müssen. Ob Sie Anspruch auf Grundrente haben, lesen Sie hier.

Wer im Jahr 2021 in Rente gegangen ist, der muss dem Bericht zufolge 81 % der Rentenzahlung mit dem individuellen Steuersatz versteuern. Diejenigen, die 2040 in Rente gehen, sollen laut aktuellem Stand 100 % ihrer Rente versteuern. Diese Übergangszeit soll laut Bericht bis 2060 gestreckt werden, indem sich die jährliche Steigerung der Besteuerung verlangsamt. Zum Vergleich: Derzeit wird eine Steigerungsrate von von 0,5 % pro Jahr angenommen. Wie hoch die Rentenerhöhung 2022 ausfällt, erfahren Sie hier.

Wer profitiert von den Änderungen in der Rente – und wem schadet die Neuerung in Sachen Doppelbesteuerung der Rente?

Wie sich eine Abschaffung der Doppelbesteuerung auf die Rente auswirkt, hängt stark vom Jahrgang ab. Während der Jahrgang 1980 vergleichsweise gut abschneidet – Durchschnittsverdiener dürfen sich laut Bericht über einen Steuervorteil von rund 9.950 Euro, Topverdiener sogar über 18.800 Euro freuen – haben zukünftige Rentnerinnen und Rentner des Jahrgangs 1960 das Nachsehen. Auch wer 1990 geboren ist, schneidet dem Bericht zufolge nicht gut ab. Zu bedenken ist außerdem, dass die Steuerersparnisse individuell ausfallen und zum einen anhand des Jahrgangs zum anderen aufgrund des Einkommens errechnet werden müssen. Wer kann als Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin eigentlich in Frührente gehen? (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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