Zum Jahreswechsel noch schnell checken

Welche Versicherung braucht man als Berufseinsteiger?

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Kranken-Unfall oder Haftpflichtversicherung: Einige Versicherungen lohnen sich - doch manche können sogar mit der Familienpolice abgedeckt werden.

Der Jahreswechsel steht bevor. Da macht es Sinn, jetzt noch für das kommende Jahr vorzusorgen. Welche Versicherungen braucht man als Berufseinsteiger wirklich?

Versicherungen gibt es wie Sand am Meer – doch einige sind gesetzlich absolute Pflicht. Dazu gehört die Krankenversicherung, doch auch eine Haftpflichtpolice wird dringend empfohlen. Besonders für Berufseinsteiger sind sie wichtig.Auf Stiftung Warentest können Sie Policen vergleichen und ein günstiges, für Sie passendes Angebot finden.

Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung ist Pflicht. Als Berufseinsteiger kommen für Sie nur die gesetzlichen Krankenversicherungen in Frage. Der Grund: Arbeitnehmer können sich erst dann privat versichern, wenn sie über der Versicherungspflichtgrenze (liegt 2016 bei 4 687,50 Euro brutto pro Monat), Freiberufler oder selbstständig sind.

Doch beim Einstieg verdienen die meisten noch nicht genug und zudem können Ehepartner und Kinder kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. In der privaten dagegen nicht. Außerdem kann ein Arbeitnehmer, der sich privat versichert hat, schwerlich wieder in die gesetzliche zurück wechseln. Dagegen kann die Kassenleistung jederzeit mit privaten Zusatztarifen ergänzt werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Neben der Krankenversicherung gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Policen. Der Grund: Wer arbeitsunfähig wird, erhält kein Einkommen mehr. Nachteil: Die Versicherung kann ganz schön ins Geld gehen.

Finanzexperten raten daher jungen Leuten, lieber eine private Unfallversicherung abzuschließen. Sie deckt mehr ab als eine gesetzliche. Allerdings greift Sie nur bei (Arbeits-)Unfällen mit bleibenden Schäden, aber nicht wenn Sie arbeitsunfähig durch Krankheit werden.

(Private) Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung ist für jeden – besonders auch junge Berufseinsteiger – ein Muss. Schließlich können von Ihnen unabsichtlich verursachte Schäden den finanziellen Ruin bedeuten. Die Haftpflicht trägt zum Beispiel Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, Schmerzensgeld oder gar die Zahlung des Verdienstausfalls bis hin zur Rente für den Geschädigten oder schlimmstenfalls die Hinterbliebenen.

Nicht jeder Mensch braucht allerdings einen eigenen Vertrag: Viele sind über den Familientarif der Eltern versichert. Allerdings gilt das bei Berufseinsteigern nur, wenn Sie eine Berufsausbildung machen. Wenn Sie sich dazu entschließen, danach noch ein Studium anzuschließen, dann ebenfalls, da es noch zur Ausbildung zählt.

KFZ-Haftpflichtversicherung

Wer Autobesitzer ist, der muss eine KFZ-Versicherung abschließen. Gerade als junger Berufseinsteiger, wenn Sie mit dem Auto in die Arbeit fahren, ist das wichtig. Voll- und Teilkaskoversicherungen sind dagegen optional – aber lohnen sich.

Die Teilkaskoversicherung greift bei:

  • Unwetter
  • Blitzeinschlag
  • Hochwasser
  • Diebstahl
  • Glasbruch
  • Wildunfällen

Der Unterschied zwischen den beiden: Die Fahrzeugvollversicherung ersetzt alle Schäden am eigenen Fahrzeug. Das sind also die Schäden, die auch die Teilkasko versichert - und darüber hinaus Unfallschäden, die Sie selbst verursachen sowie Vandalismus.

Tipp: Achten Sie besonders beim Kauf eines Gebrauchtwagens darauf, sich rechtzeitig um eine KFZ-Versicherung zu bemühen. Ansonsten droht ein saftiges Bußgeld.

Die zehn kuriosesten Versicherungen

Für zwölf Euro im Jahr entschädigt eine Versicherung jedes Steckenbleiben im Fahrstuhl, mit 75 Euro. Da jeder Deutsche aber nur einmal in 102 Jahren im Aufzug stecken bleibt, sollte man sich diese Investition gut überlegen. © dpa
Für einen Jahresbeitrag von 12 Euro sichert man sich außerdem eine Wiedergutmachung in Höhe von 5000 Euro, falls man von Außerirdischen entführt wird und das auch beweisen kann. © dpa
Freunde des Alkohols können sich gegen ein Verbot seitens des Staates für läppische 12 Euro im Jahr versichern. Tritt der Ernstfall ein, bekommen die Versicherungsnehmer 500 Euro. © dpa
Schon oft diskutierten führende Politiker ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Versichert man sich für jährlich 12 Euro gegen ein entsprechendes Gesetz, zahlt die Versicherung im Schadensfall 100 Euro. © dpa
Zum täglichen Nervenkitzel gehören auch die Berg- und Talfahrten an der deutschen Börse. Aktionäre können deshalb maximal 625 Euro versichern. Kommt es zu einem Crash und einer der fünf zur Auswahl stehenden Indizes sackt innerhalb eines Jahres um mehr als 75 Prozent ab, zahlt die Versicherung. © dpa
Die Versicherung gegen Pech beim Lotto richtet sich an alle Unglücksraben. Wer 52-Mal im Jahr Lotto spielt und nie mehr als zwei Richtige hat, wird von seiner Versicherung mit 2500 Euro entschädigt. Gebühr pro Jahr bei einer Chance von 1:4900: Zwölf Euro. © dpa
Zwölf Euro pro Jahr kostet es, sich gegen ein Nein vor dem Traualtar zu versichern. Alle, die dort von einer Braut, die sich nicht traut, enttäuscht werden, bekommen 100 Euro. © dpa
Einen verregneten Sommer entschädigen Optikerketten mit einer Versicherung gegen schlechtes Wetter. Kauft man eine teure Sonnenbrille, erhält aber aufgrund von einem Jahr Dauerregen keine Gelegenheit, damit anzugeben, zahlt die Versicherung die Brille. © dpa
"Sie gehen ins Gefängnis, gehen Sie nicht über Los,...": Erwischt es Sie zu Unrecht, zahlt Ihnen eine Versicherung gegen einen unverschuldeten Gefängnisaufenthalt 500 Euro. Der Beitrag beträgt natürlich zwölf Euro pro Jahr. © dpa
Eine Versicherung für alle Männer mit schwachen Nerven: Bei zwölf Euro Jahresbeitrag erhalten Opfer eines Ohnmachtsanfalls im Kreissaal 125 Euro. © dpa

Von Jasmin Pospiech

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