Klug investieren

So werden Sie reich mit Immobilien - ohne viel Geld auszugeben

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Das Geld fällt leider nicht vom Himmel - doch in eine Immobilie zu investieren, ist attraktiv. Dazu müssen Sie nicht mal eines kaufen.

Für viele Deutsche ist ein Eigenheim eine Investition fürs Leben. Doch wie wäre die Vorstellung für Sie, dabei auch noch richtig reich damit zu werden?

Der Leitzins befindet sich bereits seit einigen Monaten auf einem historischen Tiefstand. Das nutzen viele nun aus, um sich endlich den Traum von den eigenen vier Wänden zu finanzieren. Schließlich glauben Finanzexperten, dass wegen der momentanen angespannten politischen und finanziellen Lage in Europa die Zinsen auch die kommenden Jahre weiterhin gering bleiben. Zudem gilt der Besitz einer Immobilie immer noch als attraktive Investition und Altersvorsorge zugleich.

Leitzins auf historischem Tiefstand: Immobilienkauf boomt

Doch Kreditinstitute raten laut businessinsider.com Kaufwilligen dazu, sich nur Darlehenssummen aufzubürden und monatlich zu tilgen, die sie auch wirklich mit ihrem Einkommen stemmen können. Besonders in Großstädten kann man schließlich gerade ein paradoxes Phänomen im Immobilienboom beobachten: Während der Leitzins nämlich gerade auf dem Tiefstand ist, ist die Nachfrage nach Immobilien so immens hoch, dass die Preise explosionsartig gestiegen sind. Teilweise sind sie wie zum Beispiel in München kaum mehr bezahlbar.

In der bayrischen Landeshauptstadt sind die Immobilienpreise bereits auf ihr Maximum ausgeschöpft – und dennoch steigen sie weiter. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich nur derjenige ein Eigenheim leisten kann, der einen dicken Geldbeutel besitzt. Wer nicht so viel Geld auf einmal zahlen möchte, der kann ebenfalls über Immobilien-Aktien oder Fonds daran teilhaben.

So verdienen Sie Geld mit Immobilien-Aktien

Legen Sie in Immobilienaktien an. Somit investieren Sie in Anteile eines Unternehmens (wie zum Beispiel Versicherungen), das Immobilienobjekte kauft oder verwaltet. Das bedeutet: Sie profitieren direkt von den steigenden Immobilienpreisen, indem Sie indirekt in Aktien anlegen - und können wohl mit einer Rendite von sieben Prozent jährlich rechnen. Dennoch sollten Sie sich des Risikos bewusst sein. Schließlich können diese sowie auch die Aktienkurse schließlich wieder fallen.

Immobilien-Fonds: Sichere Rendite, beliebte Anlegealternative

Bei Immobilien-Fonds wird zwischen offenen und geschlossenen Fonds unterschieden. Wer sich für einen geschlossenen Fond entscheidet, der finanziert in der Regel etwa ein bis drei Objekte. Wenn genug Kapital vorhanden ist, wird der Fond geschlossen. Die Anleger verabreden mit dem Fond-Anbieter eine Laufzeit und eine Verzinsung.

Einziges Manko: Die Laufzeiten sind generell sehr lang – und dadurch wächst auch wieder das Risiko. Schließlich befinden sich nur wenige Objekte darin – wenn sich eines allerdings nicht gut entwickelt, dann könnten bereits finanzielle Komplikationen auftreten.

Offene Fonds dagegen sind oft eine beliebte Anlegealternative. Hier sind meist zwischen 50 bis 150 Objekte gebündelt. Sie gelten daher als sicher, da weniger Schwankungen auftreten. Zudem können Anleger jederzeit auf Ihren Fond zugreifen und Anteile an der Börse verkaufen. Dafür fallen allerdings auch die Rendite geringer als an der Börse aus. Diese liegen gerade etwa bei zwei bis zweieinhalb Prozent pro Jahr.

Immobilien: Welche Investition passt jetzt am besten zu mir?

Laut Sven Falkenhainer vom Investmenthaus FERI sollten sich Anleger vor der Investition genau die einzelnen Portfolios der Fonds anschauen und vergleichen. Es empfiehlt sich, besonders die Lage der Objekte, in die Sie investieren möchten, erst einmal zu begutachten.

Sein Tipp: Der Fond sollte nicht zu viele Immobilien in einer Region fassen – sonst entstehe ein sogenanntes "Klumpenrisiko". Auch das Alter der Objekte spielt dabei eine Rolle – so sind diejenigen am attraktivsten, die nur fünf bis zehn Jahre alt sind. Alles darüber ist meist schon wieder renovierungsbedürftig. Zudem sollten Sie stets ein Auge auf die Dauer der Laufzeit haben.

Von Jasmin Pospiech

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