Barbarisch oder halb so wild

Sind Austern wirklich lebendig, wenn man sie isst?

Pazifische Auster im Wattenmeer
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Pazifische Auster im Wattenmeer

Muscheln sind eine besondere Delikatesse unter den Meeresfrüchten und eine Sonderstellung nehmen die Austern ein. Aber isst man sie wirklich lebend?

  • Austern gelten als Luxusdelikatesse.
  • Besonders gut sollen sie frisch geöffnet und roh schmecken.
  • Sind die Muscheln dann noch lebendig?

Die Schale der Auster lässt kaum vermuten, dass sich darunter eine begehrte Delikatesse verbirgt. Sie wirkt eher unspektakulär, grau und krustig und dennoch schlagen bei ihrem Anblick die Herzen viele Feinschmecker hoch.

Genauso viele schrecken aber bei dem Gedanken an den Verzehr zurück, schließlich sollen die Austern für den ultimativen Genuss nicht nur frisch, sondern auch noch lebend verzehrt werden. Aber stimmt das wirklich? Zuckt's da etwa auf der Zunge, oder wie soll man sich da vorstellen? Um das zu klären, müssen wir uns anschauen, wie Austern vor dem Essen vorbereitet werden.

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So öffnen Sie eine Auster richtig

  1. Die fest verschlossene Auster legen Sie so vor sich hin, dass die Auster auf dem "Bauch" liegt und die spitze Seite mit dem Gelenk Ihnen zugewandt ist.
  2. Setzen Sie das spezielle Austernmesser an der Spitze an, stechen Sie hinein und bewegen Sie das Messer nun von links nach rechts, bis Sie das Perlmutt durchstochen haben und das Messer in die Muscheln gleitet.
  3. Schneiden Sie nun mit dem Messer in der Auster einmal herum, um den Muskel oben von der Schale zu lösen und nehmen Sie die obere Schale ab.
  4. Kontrollieren Sie jetzt, ob sich Schalensplitter auf der Auster befinden und entfernen Sie diese gegebenenfalls.
  5. Schneiden Sie dann noch einmal unter der Auster durch, um auch dort den Muskel von der Schale abzutrennen und drehen Sie das Fleisch der Auster einmal in der Schale um, um Ihren Erfolg festzustellen.
  6. Jetzt beträufeln Sie die Auster je nach Geschmack mit etwas Zitronensaft* und würzen sie eventuell mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und schon kann sie weggeschlürft werden.

Sind Austern noch lebendig, wenn Sie sie essen?

Dass die Schale der Auster vor dem Zubereiten fest verschlossen ist, ist wichtig. Nur so ist gewährleistet, dass die Auster frisch ist, noch lebt und das kostbare Meerwasser noch enthalten ist. Austern können so einen ganzen Monat außerhalb des Wassers überleben. Ist die Muschel offen, ist sie alt, schmeckt nicht mehr und sollte auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verzehrt werden - das gilt übrigens für alle Muschelarten*.

Wenn Sie sie nun mit dem Austernmesser öffnen und den Schließmuskel der Auster durchtrennen, soll dies laut dem Portal "SimpleMost" so sein, als würden sie einem Wirbeltier das Rückgrat durchtrennen. Außerdem sei der Muskel sehr nah am Herzen. Es kann also gut sein, dass Austern durch das Öffnen abgetötet werden, oder zumindest gerade absterben. Da Austern sich nicht sichtbar für uns bewegen - also auch kein Zucken auf der Zunge - gibt es allerdings keine Möglichkeit, dies zu überprüfen. Es bleibt Ihnen nur die "Beruhigung", dass Austern kein Gehirn haben und somit Schmerzreize nicht spüren sollen - oder zumindest so verarbeiten, wie es Wirbeltiere tun würden.

Wenn Sie dennoch gerne mal Austern probieren möchten, dann müssen Sie sie natürlich nicht roh verspeisen. Auch überbacken oder im Teigmantel sind Austern ein Genuss.

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Schauen Sie schnell in Ihren Kühlschrank: Diese Lebensmittel müssen raus

Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben.
Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben. © Pixabay
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet.
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet. © Pixabay
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser.
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn stattdessen im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser. © Pixabay
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf.
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf. © Pixabay
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren.
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren. © Pixabay
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren.
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren. © Pixabay
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank.
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank. © Pixabay
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden.
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden. © Pixabay
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks.
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks. © Pixabay
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt die Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Die Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein.
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt die Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Die Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein. © Pixabay
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn.
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn. © Pixabay
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf.
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf. © Pixabay
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein.
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein. © Pixabay
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar.
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar. © Pixabay
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen.
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen. © Pixabay

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