Unangenehmer Effekt

Sie sollten Kartoffeln nicht einfrieren - außer Sie machen vorher diesen Schritt

Kartoffeln landen bei vielen regelmäßig auf dem Teller. Aber was, wenn Sie mehr gekauft haben, als Sie verbrauchen können? Einfrieren ist keine Option, oder?

  • Rund 55 Kilogramm - so viele Kartoffeln isst der Deutsche im Jahr
  • Wenn man die Knollen nicht gerade einzeln ergattert, kauft man sie in Säcken.
  • Was, wenn man die übrigen Kartoffeln nicht so schnell verbrauchen kann? Kann man sie einfrieren?

Kartoffeln sind nährstoffreiche Knollen, die Sie häufiger in Ihren Speiseplan integrieren sollten. Aus dem guten Vorsatz wird aber auch immer mal ein Netz mit vergessenen Kartoffeln, die bereits Triebe gebildet haben* und deshalb ungenießbar geworden sind. Um dies zu vermeiden, ist Ihnen vielleicht schon mal die Idee gekommen, Kartoffeln einzufrieren. Warum sollte das auch nicht gehen, schließlich ist die Kartoffel ein Gemüse wie jedes andere, oder? So einfach ist es leider nicht und deshalb ist das ewige Eis auch kein guter Ort für die Knolle.

Darum sollten Sie Kartoffeln nicht einfrieren

Die Kartoffel besteht hauptsächlich aus Stärke und Wasser. Sie sind die Nährstoffspeicher der Pflanze und aus ihnen bilden sich nach dem überstandenen Winter neue Kartoffelpflanzen. Sie können also einfach selbst Kartoffeln anpflanzen, indem Sie eine sogenannte Mutterknolle (am besten schon mit einigen Trieben) in die Erde setzen und pflegen. Aus einer Mutterknolle können Sie 15 bis 20 neue Kartoffeln ernten.

Was gut für die Vermehrung der Kartoffel ist, ist schlecht für die Lagerung im Gefrierfach. Friert die Knolle, trennen sich Wasser und Stärke voneinander. Das Ergebnis sind matschige, glasige Kartoffeln oder sogar schwarze Flecken, die ungenießbar sind. Außerdem wird die Stärke bei niedrigen Temperaturen in Zucker umgewandelt und die Knolle entwickelt einen unangenehmen süßlichen Fehl-Geschmack. Deshalb können Sie Kartoffeln nicht einfrieren, außer Sie kochen sie vorher.

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Gekochte Kartoffeln lassen sich einfrieren

Wollen Sie Kartoffeln durch Einfrieren haltbar machen, müssen Sie sie vorher kochen, dann funktioniert es problemlos. Das gilt übrigens auch für übrig gebliebene Pellkartoffeln vom Mittagessen. Diese eingefrorenen Kartoffeln eignen sich nach dem Auftauen als Suppeneinlage, für Aufläufe, Kartoffelpüree oder sogar Pommes frites.

So frieren Sie Kartoffeln richtig ein

  • Zum Einfrieren eignen sich festkochende bzw. vorwiegend festkochende Kartoffelsorten am besten.
  • Zum Einfrieren als Knolle eignen sich frische, kleine Kartoffeln besser.
  1. Schälen Sie die Kartoffeln und entfernen Sie mögliche Augen oder Triebe.
  2. Kochen Sie die Knollen.
  3. Schneiden Sie die Kartoffeln in Scheiben oder Stücke, je nachdem, was Sie mit ihnen noch vorhaben.
  4. Sie können die Kartoffeln aber auch schon weiterverarbeiten, zum Beispiel zum Kartoffelpüree. In Kombination mit fettigen Milchprodukten bleibt die Konsistenz der Kartoffel nach dem Auftauen eher erhalten.
  5. Frieren Sie die Kartoffeln in einem festen, geeigneten Behälter (werblicher Link) ein, damit sie im Gefrierfach nicht zerdrücken und Feuchtigkeit verlieren.

So präpariert halten sich die Kartoffeln bis zu sechs Monate im Gefrierschrank, Sie sollten Sie aber lieber so schnell wie möglich aufbrauchen. (ante) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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Rubriklistenbild: © dpa/Bernd Wüstneck

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