Rezept

Schnelles Baguette backen: So wird es innen luftig und außen knusprig

Frankreichs Staatschef hat sich dafür ausgesprochen, das französische Baguette ins immaterielle Kulturerbe aufzunehmen. Foto: Jens Wolf
+
Baguettes können Sie auch selber backen.

Frisch gebackene Baguettes sind kaum an Köstlichkeit zu übertreffen. Außen eine knusprige Kruste, innen herrlich luftiger Teig. Mit diesem Rezept gelingen die französischen Brotstangen schnell und einfach.

Baguettes gehören zu Frankreich wie Croissants und Crème brûlée*. Haben Sie schon einmal versucht, die Brotstangen selbst zu backen? Das funktioniert ganz einfach. Sie brauchen nur fünf Zutaten und ein bisschen Geduld, während der Hefeteig gehen muss. Profis backen die Baguette-Stangen in speziell geformten Baguetteblechen – es funktioniert aber ebenso gut auf einem normalen Backblech.

Rezept zum Baguette selber backen: Diese Zutaten brauchen Sie für die französische Spezialität

  • 30 g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 260 ml lauwarme Milch oder lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 500 g Mehl (Typ 550)

Lesen Sie auch: Ciabatta aus Sauerteig backen: So gelingt Ihnen das Originalrezept ohne Hefe.

Video: Auch lecker – Rezept für Knoblauch-Käse-Baguette

So backen Sie französische Baguettes – einfaches und schnelles Rezept

  1. Lösen Sie in einem kleinen Gefäß die Hefe und den Zucker in der Milch beziehungsweise im Wasser auf. Stellen Sie die Mischung für 10 Minuten beiseite.
  2. Geben Sie dann die Hefemischung und das Salz in einer großen Schüssel zum Mehl und verkneten Sie die Zutaten für mindestens 10 Minuten – entweder mit den Händen oder mit der Küchenmaschine.
  3. Geben Sie den Teig auf eine bemehlte Oberfläche und kneten Sie ihn noch einmal per Hand kräftig durch. Wenn der Teig zu fest ist, geben Sie noch etwas Milch oder Wasser hinzu. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie noch etwas Mehl dazu.
  4. Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie diese in eine leicht bemehlte Schüssel. Decken Sie die Schüssel mit einem Tuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort für etwa eine Stunde gehen. Sein Volumen sollte sich in dieser Zeit verdoppeln.
  5. Dann holen Sie den Teig aus der Schüssel und formen ihn zu einem langen Strang, den Sie in zwei Teile schneiden. Formen Sie daraus durch Rollen zwei lange Baguettes.
  6. Legen Sie die Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lassen Sie sie noch einmal für 15 Minuten gehen.
  7. Heizen Sie den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
  8. Schneiden Sie die Oberseiten der Baguettes nach der Gehzeit einige Male ein und bepinseln Sie sie mit Wasser. Bestäuben Sie die Baguettes mit etwas Mehl.
  9. Backen Sie die Baguettes im Ofen für etwa 20 Minuten goldbraun.

Auch interessant: Mit diesem häufigen Fehler ruinieren Sie Kuchen und Brot.

Tipp: So wird altes Baguette wieder knusprig und lecker

Selbstgebackenes Baguette schmeckt am besten frisch, Sie sollten es also optimalerweise noch am selben Tag verzehren. Wenn das mal nicht möglich ist, können Sie altes, hart gewordenes Baguette aber auch mit einem simplen Trick wieder auffrischen.

  1. Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
  2. Bepinseln Sie das Baguette mit Wasser und packen Sie es in Alufolie ein.
  3. Backen Sie das Baguette im Ofen für 5 bis 10 Minuten auf.

Danach ist das Baguette wieder herrlich knusprig, wie vom Bäcker beziehungsweise frisch aus dem eigenen Ofen. Dazu schmecken herzhafte Brotaufstriche, Schokocreme oder Marmelade. (mad)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Für Vielbäcker: Küchenmaschine als praktischer Küchenhelfer

Multifunktionsküchenmaschinen sind sehr praktisch: Sie können das Rühren, Aufschlagen und Kneten für Sie übernehmen. Damit backt es sich gleich viel einfacher. Eine gute Küchenmaschine muss allerdings nicht teuer sein. Es gibt Produkte schon für weniger als 100 Euro, wie diese Küchenmaschine mit vier Zubehörteilen (werblicher Link).

Weiterlesen: So schnell machen Sie harte Semmeln wieder weich.

So geht Brot auf Europäisch

Sodabrot
Das geht zackig: Irlands Sodabrot kommt ohne Hefen und damit ohne Wartezeit aus. Foto: Lisa Nieschlag/Deutsche Welle/dpa-tmn © Lisa Nieschlag
Tigerbrot
Das niederländische Tigerbrot bekommt sein Aussehen durch eine gerissene Kruste, die wie ein Tigerfell aussieht. Foto: Lisa Nieschlag/Deutsche Welle/dpa-tmn © Lisa Nieschlag
Georg Matthes
Georg Matthes ist Europa-Korrespondent bei der Deutschen Welle und und hat ein Buch über die verschiedenen Brote Europas geschrieben. Foto: Deutsche Welle/dpa-tmn © Deutsche Welle
Zypriotisches Brot
Zyperns Fingerbrot backt man mit einem Gummiharz, das von Pistazienbäumen kommt. Man darf es nur sehr sparsam verwenden. Foto: Lisa Nieschlag/Deutsche Welle/dpa-tmn © Lisa Nieschlag
Ein Buch über das Brotbacken
Literatur: «Baking Bread - Die besten Brotrezepte aus 28 Ländern Europas», Georg Matthes, Becker Joest Volk Verlag, 208 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-95453-176-9. Foto: Deutsche Welle/dpa-tmn © Deutsche Welle

Dieser Artikel enthält Affiliate Links.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.