Rezept

Tortellini: Mit diesem simplen Tipp reißen sie nie mehr auf - es funktioniert ohne Mehl

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Tortellini können Sie leicht selbst machen, wenn Sie diesen Tipp beherzigen.

Tortellini sind mit herrlichen Köstlichkeiten gefüllte Nudeltäschchen, die frisch gemacht am besten schmecken. Ein ärgerliches Problem: Sie reißen schnell auf.

  • Tortellini haben ihren Ursprung wahrscheinlich in der italienischen Provinz Bologna.
  • Traditionell sind sie mit einer Fleischfarce gefüllt.
  • Besonders Kinder lieben die gefüllten Nudeltäschchen.

Tortellini sehen nach viel Arbeit aus und natürlich ist es weniger aufwendig, einfach ein Fertigprodukt zu verwenden, statt die kleinen Nudeltäschchen selbst zu füllen. Aber es lohnt sich. Gerade bei Fleischfüllungen möchte man doch wissen, was man isst, aber auch bei vegetarischen Tortellini ist der Geschmacksunterschied deutlich.

Selbstgemachte Tortellini: Dank Küchenpapier reißen sie nicht auf

Die Herstellung der Tortellini ist eigentlich gar nicht kompliziert. Sie machen einen herkömmlichen Nudelteig, rollen in aus, stechen ihn aus, geben die Füllung darauf, verschließen die Nudeltäschchen und kochen Sie danach. Das Problem ist leider, dass die Tortellini schnell aufreißen, wenn Sie sie von der Ablagefläche ins Kochwasser befördern wollen. Dann fällt die Füllung im Kochwasser aus der Pasta* heraus und die ganze Arbeit war umsonst.

Sie können die Arbeitsfläche stark bemehlen oder mit Maisgries für weniger Haftung sorgen. Dann haben Sie allerdings recht viel "fremdes" Produkt an den Tortellini und auch einiges verschwendet. Profis haben eine weitere, recht ungewöhnliche Lösung für dieses ärgerliche Problem: Legen Sie die Tortellini nach der Zubereitung einfach auf Küchenpapier. Wenn es ans Kochen geht, geben Sie die Nudeltäschchen einfach mit dem Küchenpapier ins Wasser. Es löst sich ab und Sie können es direkt schnell und einfach herausfischen. Ein zweiter Vorteil: Auf diese Weise lassen sich die Tortellini auch alle auf einmal in den Topf befördern. Der Tipp funktioniert auch bei anderen Pastasorten oder Gnocchi mit klebrigem Teig, probieren Sie es gleich aus mit diesem Rezept.

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Grundrezept für Tortellini: Zutaten

  • 300 g Pasta- oder Spätzlemehl
  • 2 Eigelb
  • 3 Eier
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl

Grundrezept für Tortellini: So bereiten Sie die Tortellini zu

  1. Häufen Sie das Mehl in einer Schüssel auf und drücken Sie eine kleine Mulde hinein.
  2. Geben Sie dort ein Eigelb* und drei komplette Eier hinein, sowie einen Teelöffel Salz und einen Esslöffel Olivenöl.
  3. Verkneten Sie alles kurz, geben Sie den Teig dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche und kneten Sie ihn noch einmal fünf Minuten zu einem glatten Teig.
  4. Formen Sie eine Kugel daraus, reiben Sie diese mit etwas Mehl oder Hartweizengrieß ein und lassen Sie sie in Klarsichtfolie gewickelt etwa eine Stunde ruhen.
  5. Danach rollen Sie den Tortellini-Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa ein bis zwei Millimeter dick aus. Alternativ können Sie eine Nudelmaschine verwenden.
  6. Stechen Sie nun Kreise oder Quadrate aus.
  7. Setzen Sie mit einem Teelöffel Ihre gewünschte Füllung für die Tortellini in die Mitte des Teigkreises oder des -Quadrats.
  8. Bestreichen Sie die Ränder mit einer Mischung aus verquirltem Eigelb und Wasser.
  9. Klappen Sie dann die Teigformen etwas überlappend zu Halbkreisen bzw. Dreiecken zusammen und drücken Sie die Ränder fest.
  10. Dann biegen Sie das Teigtäschchen um die Kuppe Ihres Zeigefingers und drücken die Enden fest zusammen.
  11. Zum Schluss garen Sie die Tortellini etwa zehn Minuten in reichlich Salzwasser*.

Wie Sie die Tortellini füllen, ist ganz Ihrem Geschmack überlassen. Diese zwei einfachen Rezepte können Sie schnell nachkochen.

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Tortellini mit Pilz-Ricotta-Füllung

  • 500 g Ricotta
  • 50 g Pinienkerne
  • 250 g Pilze (z.B. Steinpilze oder Pfifferlinge)
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Eigelbe*
  • ¼ TL Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Rösten Sie die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun.
  2. Braten Sie die Pilze in einer Pfanne und lassen Sie sie abkühlen.
  3. Hacken Sie die Pinienkerne, die Pilze und die Rosmarinnadeln fein.
  4. Mischen Sie in einer Schüssel den Ricotta, vier Eigelbe, die Pilze, die Pinienkerne und den Rosmarin.
  5. Würzen Sie alles kräftig mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer.

Tortellini mit Hackfleischfüllung

  • 225 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 3 gehäufte EL Tomatenmark
  • kaltes Wasser 
  • 1 gestrichener TL Thymian, getrocknet 
  • Salz und Pfeffer
  • 2 bis 3 gehäufte EL Semmelbrösel
  • 3 Eigelbe
  1. Schälen Sie die Schalotten und schneiden Sie sie in kleine Würfel.
  2. Geben Sie das Tomatenmark in eine Schüssel und verdünnen Sie es mit kaltem Wasser.
  3. Schwitzen Sie die Schalottenwürfel in etwas Olivenöl sanft an.
  4. Geben Sie das Hackfleisch* dazu, vermischen Sie alles gut und drehen Sie dann die Herdtemperatur hoch.
  5. Braten Sie das Hackfleisch unter ständigem Rühren gut an.
  6. Löschen Sie mit dem verdünnten Tomatenmark ab, würzen Sie mit Salz und getrocknetem Thymian und lassen Sie alles einmal aufkochen.
  7. Dann bei reduzierter Hitze und geschlossenem Deckel etwas 20 Minuten schmoren lassen, bis alles zu einer dicken Soße eingekocht ist.
  8. Dann noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
  9. Vor dem Füllen geben Sie zwei Eigelbe und etwa zwei bis drei Esslöffel Semmelbrösel zur Fleischsoße und pürieren diese mit einem Stabmixer fein.

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Acht Fehler beim Kochen von Nudeln, die fast jeder macht - auch Sie?

Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.
Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.  © Pixabay
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.  © Pixabay
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.  © Pixabay
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.  © Pixabay
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.  © Pixabay
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.  © Pixabay
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.  © Pixabay
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.  © Pixabay

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