Horrende Rechnung

Preis-Schock im Restaurant: So viel haben Sie sicher noch nie für ein Steak ausgegeben

Steak liegt auf einem weißen Teller
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Fleisch sollte nicht billig sein, aber gleich so teuer?

Ein kleiner Rechenfehler hat in diesem kuriosen Fall aus einem Schnäppchen einen richtigen Preishammer gemacht, aber der Gast bereut seine Entscheidung nicht.

Über 500 Euro ärmer ist ein Mann vor Kurzem aus einem Restaurant herausgegangen – und bereut es nicht. Was war passiert? Der Gast hatte den Besuch eines Steakhouse des bekannten TV-Kochs Gordon Ramsay* in einer US-Stadt geplant. Ganz unvorbereitet auf eine höhere Rechnung war der Mann also nicht, als er und seine Freundin den Tisch reservierten. Im Subreddit „TIFU" (dt. Heute habe ich richtig Mist gebaut) berichtet der Gast von seinem kostspieligen Fauxpas.

Kobe-Rind als Schnäppchen? Gast schöpft keinen Verdacht

Zunächst wollte der Mann Wagyu-Rind bestellen, aber auf der Speisekarte entdeckte er Kobe-Rind und der verhängnisvolle Rechenfehler nahm seinen Lauf. Kobe-Rind gilt allgemein als das weltweit beste Rindfleisch, das man für Geld kaufen kann. Auf der Karte schien das Wagyu-Rind etwa 68 Euro für 230 Gramm zu kosten und das Kobe 30 Euro für etwa 113 Gramm – was das Kobe tatsächlich ein wenig günstiger als das Wagyu gemacht hätte. Stutzig machte das den hungrigen Gast zunächst nicht.

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„Ich bin ein großer Mann, ich bin hungrig, also habe ich 340 Gramm Kobe-Rind bestellt. Das Steak war großartig. [...] Ich hatte noch nie richtiges Kobe gegessen. Es war unvergleichlich köstlich, zerging auf der Zunge“, erinnert sich der Mann in dem Reddit-Post zurück. „Alles in allem war es ein großartiges Essen und wir waren froh, das Restaurant und die Belegschaft in dieser schwierigen Zeit unterstützen zu können. Außerdem konnte ich immer noch nicht glauben, dass das Kobe tatsächlich billiger als das Wagyu war.“ Zurecht, wie sich schnell herausstellen sollte, als der Kellner mit der Rechnung kam...

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Fleisch im Restaurant – Ihre Meinung ist gefragt:

Teures Steak im Restaurant: Einfacher Rechenfehler kostet rund 356 Euro

Als die hohe Rechnung von insgesamt über 500 Euro auf dem Tisch lag, konnte der Gast seinen Augen kaum trauen und nahm noch einmal die Speisekarte zur Hand. Dort dämmerte ihm sein schrecklicher Fehler. Statt 30 Euro pro 113 Gramm, kostete das Kobe-Fleisch stattliche 30 Euro für ungefähr 28 Gramm. Bei den 113 Gramm hatte es sich lediglich um die Mindestverzehrmenge gehandelt. Der hungrige Gast hatte also mal eben rund 356 Euro für ein Stück Fleisch ausgegeben.

Gut, dass der Mann die ganze Sache mit Humor nimmt: „Ich habe es richtig genossen. Kein Bedauern, Baby!“ Er schreibt nur, dass er sich gewünscht hätte, das Gordon Ramsey, der für seine Wutausbrüche bekannt ist, zu ihm an den Tisch gekommen wäre, um ihn für seinen Fehler zu schelten. Ein anderer User sieht die stolze Summe als Investition: „Wann immer jemand sagt, ‚das ist ein gutes Steak‘, kannst du sagen, ‚Ja, aber...“‘ (ante) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Von Entrecôte bis Tenderloin: Eine kleine Steakkunde

Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei "Kumpel & Keule" in Berlin - wandern, ist groß. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. © Lino Mirgeler
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. © Lino Mirgeler
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. © Lino Mirgeler
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. © Lino Mirgeler
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. © Lino Mirgeler
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. © Lino Mirgeler
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. © Lino Mirgeler
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. © Lino Mirgeler
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. © Lino Mirgeler
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH © dpa-infografik GmbH

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