20 Jahre Interdisziplinäres Brustzentrum (IBZ) am Klinikum Kassel

Brustuntersuchung
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Spitzenmedizin für die beste Behandlung aus einer Hand

Seit der Gründung im Jahre 2001 hat das Interdisziplinäre Brustzentrum (IBZ) am Klinikum Kassel sehr häufig mit dem Einsatz hochmoderner Diagnose- und Therapieverfahren eine Vorreiterrolle eingenommen. Zum festen und hoch qualifizierten IBZ-Team gehören Mediziner aus 13 verschiedenen Fachabteilungen – darunter Spezialisten nicht nur aus der Frauenheilkunde, sondern zum Beispiel auch aus der Onkologie, Pathologie, Radiologie, Strahlentherapie, Psychosomatik und Plastischen Chirurgie. Mit dem gebündelten Fachwissen legen diese Fachärzte gemeinsam für jede einzelne Patientin eine individuelle Behandlung fest.

Doch zunächst geht es immer erst um eine schnelle Abklärung unklarer Befunde, um die oft quälende Ungewissheit zu beenden. Dafür stehen modernste Diagnoseverfahren zur Verfügung: Vom Ultraschall über Mammographie bis zum MRT mit einem Gerät der Spitzenmedizin: „Mit dieser innovativen MRT Technik sind wir in der Lage, einen schwer zu erkennenden Tumor in der Brust zu identifizieren“, erläutert Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Kassel und Leiter des IBZ.

Von der gesicherten Diagnose bis – wenn nötig – zur Operation und gegebenenfalls Chemo- oder Antikörpertherapie oder Bestrahlung stehen den Patientinnen im IBZ übrigens immer dieselben Ärzte zur Seite. „Das ist – neben unserer hochmodernen Ausstattung – zweifelsfrei eine unserer großen Stärken“, sagt Prof. Dr. Dimpfl. Zu dieser Ausstattung gehört auch die Intraoperative Strahlentherapie (IORT), die das Klinikum Kassel – als erste und bisher einzige Einrichtung in der Region – schon 2015 einführte und dafür rund eine halbe Million Euro investierte. Weil dabei schon während der Brustkrebs-Operation die Wundhöhle präzise und hochdosiert bestrahlt wird, kann bei vielen Patientinnen die herkömmliche, meist über sechs Wochen dauernde und belastende Bestrahlung um 1/3 verkürzt werden; in etlichen Fällen wird sie sogar komplett überflüssig. Und: Weil mit niedrigenergetischen Röntgenstrahlen bestrahlt werden kann, ist die Strahlenbelastung des umgebenen, gesunden Gewebes deutlich geringer.

„Wir können inzwischen in knapp 90 Prozent aller Fälle brusterhaltend operieren“

Prof. Dr. Dimpfl
Prof. Dr. Thomas Dimpfl

Insgesamt ist die Behandlung von Brustkrebs heute sehr viel schonender als noch vor 20 Jahren. „Wir können inzwischen in knapp 90 Prozent aller Fälle brusterhaltend operieren“, bestätigt Prof. Dr. Dimpfl. Wenn es zum Beispiel bei sehr großen Tumoren in Einzelfällen erforderlich ist, die Brust zu entfernen, kann diese gegebenenfalls schon während der OP sofort wieder „aufgebaut“ werden. Davor steht selbstverständlich eine intensive Beratung der Patientin von Experten aus der Plastischen Chirurgie, die auch mit modernsten Eigengewebs-Techniken vertraut sind. Sofern eine Chemo- oder Antikörpertherapie notwendig ist, wird diese in der interdisziplinären onkologischen Tagesklinik (IOT) durchgeführt – und zwar von denselben Ärzten, die die jeweilige Patientin bereits während ihres stationären Aufenthaltes betreut haben. „In diesem Zusammenhang ist uns auch eine enge Abstimmung mit den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen wichtig“, sagt Prof. Dr. Dimpfl.

20 Jahre Interdisziplinäres Brustzentrum (IBZ) am Klinikum Kassel

Für diese Ärztinnen und Ärzte aus der Region bietet die Frauenklinik schon seit 2002 jährlich zwei Fortbildungsveranstaltungen an, in denen die neuesten Erkenntnisse über Brustkrebs aus Forschung und Klinik für die Kollegen in der Praxis präsentiert werden.

Zur Person

Prof. Dr. Thomas Dimpfl (59) ist seit 2001 Direktor der Frauenklinik am Klinikum Kassel und dort Leiter des IBZ. Der bundesweit ausgewiesene Experte für Brustkrebs und andere gynäkologische Krebserkrankungen wurde mehrfach ausgezeichnet und ist in zahlreichen wissenschaftlichen Verbänden engagiert. Dimpfl ist verheiratet und hat drei Söhne.

Kontakt:
Interdisziplinäres Brustzentrum IB
ZKlinikum Kassel
Mönchebergstraße 41–43
34125 Kassel

Terminvereinbarung:
Telefon: 0561 980-5320
E-Mail: brustzentrum@gnh.net

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