Corona verschärft die Lage

2020 so viele dicke Kinder wie noch nie – aktuelle Zahlen zeigen erschreckende Entwicklung

Übergewicht fördert zahlreiche Erkrankungen von Bluthochdruck über Diabetes bis hin zu Krebs. Auch immer mehr Kinder wiegen viel zu viel.

Ein kleiner Bauch ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Doch wer zu viele Kilos auf die Waage bringt, erhöht sein Risiko für diverse Volkskrankheiten. Um Herz und Kreislauf, die Organe und alle Stoffwechselvorgänge im Körper zu unterstützen und in Balance zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung unumgänglich. Doch moderne Essgewohnheiten machen es immer schwieriger, die Energiezufuhr dem tatsächlichen Kalorienverbrauch anzupassen. Ob Fast Food, Fertiggerichte oder enorm zucker- und salzhalitge Speisen: Verarbeitete Lebensmittel erhöhen das Risiko, Übergewicht zu entwickeln.

Dieses ist deshalb so gefährlich, weil es viele Krankheiten fördert. So gilt Übergewicht als Hauptfaktor für Diabetes Typ 2. Auch das metabolische Syndrom*, eine Fettleber und Dickdarmkrebs werden dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs zufolge durch starkes Übergewicht gefördert. Bei Erwachsenen sprechen Mediziner von Übergewicht, wenn der Body-Mass-Index bei 25 – 29,9 kg/m2 liegt. Wer mehr wiegt, gilt als adipös. Auch immer mehr Kinder sind betroffen.

Immer mehr Kinder sind extrem übergewichtig. Infolge steigt das Risiko für Krankheiten und auch der Bewegungsspielraum ist eingeschränkt.

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27 Prozent mehr stark übergewichtige Kinder als noch im Jahr 2010

So veröffentlichte die Tagesschau in einem Instagram-Post erschreckende Zahlen. Demnach seien 27 Prozent mehr Kinder extrem übergewichtig als noch im Jahr 2010. Als Quelle für diese Information wird die Kaufmännische Krankenkasse genannt. Diese hatte verglichen, wie viele Kinder und Jugendliche im Jahr 2010 und im Jahr 2020 an Übergewicht litten. Rund 11.000 von etwa 200.000 Versicherten der Kaufmännischen Krankenkasse im Alter von sechs bis 18 Jahren haben 2020 die Diagnose Adipositas erhalten. Im Zehnjahresvergleich sei dies ein Plus von 27 Prozent, heißt es.

Das Robert Koch-Institut als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung sieht der Tagesschau zufolge zum einen genetische Veranlagung als Ursache von Adipositas. Doch auch das Überangebot an energiereichen Lebensmitteln wie Fast Food sowie Bewegungsmangel würden eine zentrale Rolle spielen, heißt es weiter. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschärft, weil Kinder aufgrund von Homeschooling und geschlossenen Vereinen noch weniger Bewegung hatten. Fettleibigkeit in jungen Jahren sei zu verhindern, weil es das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und auch Krebs bis ins hohe Alter steigert. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen

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