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Abnehmen mit Kälte: Forscher empfiehlt „thermogenen Lebensstil“ – Was es damit auf sich hat

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Von: Kilian Bäuml

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Person unter der Dusche
Kalte Duschen aktivieren das braune Fett. (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/Imago

Mehrmals über den Tag verteilt zu frieren aktiviert das braune Fett und regt den Stoffwechsel an. Das ist gesund und kann sogar beim Abnehmen helfen.

Kassel – Zu lange in der Kälte zu sein, kann krank machen. Dosierte Kälte über den Tag verteilt, wirkt sich hingegen gut auf den Stoffwechsel aus. Das wiederum helfe sogar beim Abnehmen, sagt der Münchner Biomediziner Alexander Bartelt der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Grund dafür ist das braune Fettgewebe. Es besitzt einen Mechanismus, der Kalorien in Wärme umwandelt – ohne dafür Bewegung oder Muskelkraft zu nutzen. Doch wie genau funktioniert das?

Abnehmen mit Kälte: Braunes Fett mit thermogenem Lebensstil anregen

Das braune Fett lässt sich mit einem thermogenen Lebensstil anregen, erklärt Bartelt. Dieser wiederum wirkt sich demnach gut auf den Stoffwechsel aus. Bei einem thermogenen Lebensstil werden gezielte Kältereize in den Tag eingebaut. Man könne beispielsweise statt einer dicken Jacke eine Weste anziehen, auf die Art spüren manche Teile des Körpers die Kälte. Dadurch werde der Stoffwechsel angeregt und das braune Fett aktiviert. Ähnlich funktioniert auch die Kryotherapie, deren Kälte sich positiv auf den Körper auswirken soll.

Das braune Fett befinde sich dort, wo sich das Blut schnell wärmen lässt, zum Beispiel um größere Blutgefäße herum. Ist das braune Fett aktiv, verringert sich das weiße Fettgewebe. Das weiße Fettgewebe lagert sich häufig als Pölsterchen am Bauch oder der Hüfte an. „Wenn man sein braunes Fett bei Laune hält, kann der normale Mensch ungefähr ein Kilo pro Jahr abnehmen“, erklärt der Experte. Allerdings besteht nur ein kleiner Teil des Körpers aus dem braunen Fett, circa 100 bis 150 Gramm hat eine erwachsene Person. Im Alter nimmt die Aktivität des braunen Fettes ab, sagt Bartelt.

Namebraunes Fett
Ortum die größeren Blutgefäße herum
Wirkungregt den Stoffwechsel an

Abnehmen mit Kälte im Alltag: „Wenn man die Heizung ein paar Grad herunterdreht“

Auch mit kalten Duschen und Kneipp-Bädern lässt sich die Aktivität des braunen Fettes steigern. „So lange man nicht friert, aber die Kälte spürt, ist das ok“, sagte der Experte. Selbst im Alltagsleben, beispielsweise im Büro, könne man Kältereize setzen: „Wenn man die Heizung ein paar Grad herunterdreht auf 18 oder 19 Grad und so lange sich das kühl anfühlt, aber noch aushaltbar ist, gibt es nichts, was dagegen spricht“, erklärt Bartelt. Dass sich die Wohntemperatur aufs Abnehmen auswirken kann, legen Studien bereits nahe. Zu starken Kältereizen sollte man sich jedoch nicht aussetzen. Eisbaden hält der Experte beispielsweise für einen extremen Reiz, der nur von sehr gesunden Menschen vertragen werde. (kiba/dpa)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Tricks und Informationen können eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Nutzen Sie unsere Ernährungs-Tipps lediglich als Ergänzung zu einer ansonsten vielseitigen und gesunden Ernährung. Die Informationen ersetzen in keinem Fall eine professionelle Beratung und sind nicht zur eigenständigen Diagnose oder Behandlung gedacht.

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