Angewohnheiten mit Folgen

Achtung: Diese neun Duschfehler machen Sie garantiert auch

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Wer zu oft duscht, reizt Haut und Haar.

Wenig oder öfter duschen, heiß oder kalt, Haare waschen oder nicht: Es ranken viele Mythen ums Thema Duschen. Erfahren Sie hier, was wirklich wichtig ist.

Jeder Mensch hat andere Dusch-Rituale – das fängt bereits bei der Wassertemperatur an und hört damit auf, ob er sich danach mit dem Handtuch abrubbelt oder seine Haut lufttrocknen lässt. Doch es gibt ein paar ungesunde Angewohnheiten, die sich über die Jahre bei manch einem in den Duschalltag eingeschlichen haben. Erfahren Sie hier, auf welche sie in Zukunft besser verzichten sollten – ihr Körper wird es Ihnen danken.

Fehler Nummer Eins: Das Gesicht waschen

Sicherlich ist es einfacher, nach einem anstrengenden Arbeitstag das Make-Up oder möglichen Schmutz direkt unter der Dusche gleich mit zu entfernen. Dennoch ist es ratsamer, das lieber separat im Waschbecken zu tun. Der Grund dafür: Oftmals duschen wir unseren Körper mit viel heißerem Wasser ab, als es für die Haut gut ist. Schließlich kann dies dazu führen, dass sie schnell austrocknet.

Besonders diejenigen, die unter Hautproblemen wie Akne oder Rosazea leiden und ihr Gesicht mit heißem Wasser waschen, sollten vorsichtig sein. Ansonsten drohen Rötungen und Irritationen. Im schlimmsten Falle platzt sogar ein Blutgefäß.

Fehler Nummer Zwei: Füße nicht mitwaschen

Wer in die Dusche steigt, glaubt meist, dass es ausreicht, wenn das Wasser über die Füße abläuft. Doch der irrt gewaltig – auch wenn Sie nicht zu Schweißfüßen & Co. neigen, sollten Sie sich die Mühe machen, die Füße gründlich zu reinigen. Schließlich schwitzt man auch dort tagsüber, besonders in den heißen Sommermonaten. Zudem geht manch einer gerne mal auch barfuß oder mit Socken in den eigenen vier Wänden oder im Garten umher.

Fehler Nummer Drei: Luffaschwamm nicht reinigen

Manch einer schwört auf ein sanftes Peeling unter der Dusche oder nutzt einen Luffaschwamm, um den größten Dreck zu beseitigen. Doch viele vergessen, ihn zwischendurch richtig zu säubern. Wenn dies über Wochen oder Monate passiert, sammeln sich mit der Zeit immer mehr Keime und Bakterien an. Diese können in der feuchten, warmen Umgebung wunderbar gedeihen, welche Sie am Ende regelmäßig wieder auf Ihrem Körper verteilen.

Tipp: Besser wäre es, sich in kürzeren Abständen einen neuen Schwamm zu besorgen und/oder ihn beim nächsten Mal an einem Platz aufzuhängen, wo er lufttrocknen kann.

Fehler Nummer Vier: Mit dem Handtuch abrubbeln

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres als außer einer heiß dampfenden Dusche zu steigen und sich in ein kuschlig weiches Handtuch einzuwickeln. Da man allerdings bald das Tropfen beginnt und keine Wasserpfütze hinterlassen möchte, wird schnell abgerubbelt.

Doch genau hier liegt die Crux daran: Hautärzte warnen, dass das der Haut nämlich überhaupt nicht gut tut. Sie raten dazu, den Körper lieber vorsichtig mit dem Handtuch abzutupfen. Oder besser noch: das Handtuch um den Körper zu wickeln und an der Luft trocknen zu lassen, während man anderen Dingen frönt, wie zum Beispiel Zähneputzen oder Gesichtscreme auftragen.

Fehler Nummer Fünf: Parfümierte Seife oder Duschgel benutzen

Eine Dusche weckt am frühen Morgen sicherlich die Lebensgeister – besonders dann, wenn das Duschgel erfrischend herrlich nach Zitronen oder Mango duftet. Doch diese sind oft nur künstliche Duftstoffe, die besonders bei empfindlicher Haut für Irritationen sorgen können. Falls dies bei Ihnen der Fall sein sollte oder Sie Neurodermitis haben, empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf das Etikett Ihres Duschgels zu werfen. Zudem sollten Sie beim nächsten Einkauf lieber zu unparfümierten Duschmitteln greifen.

Fehler Nummer Sechs: Zu hartes Wasser

Kennen Sie den Härtegrad Ihres Wassers? Wenn nicht, dann sollten Sie es schleunigst herausfinden. Denn zu hartes Wasser kann Ihr Haar und Ihre Haut auf Dauer schaden. Der hohe Anteil des darin befindlichen Magnesiums und Kalziums reizt die Haut, welche schließlich mit Ausschlag reagiert oder es bildet sich gar eine Schicht auf den Haaren. Außerdem wird hartem Wasser nachgesagt, dass es frisch gefärbtes Haar schneller verblassen lässt. Dem kann abgeholfen werden, indem Sie regelmäßig ein Tiefenreinigungsshampoo benutzen, um etwaige Reste zu beseitigen.

Fehler Nummer Sieben: Nicht kalt duschen

Wer einen niedrigen Blutdruck hat, dem wird oftmals gesagt, dass Wechselduschen den Kreislauf anregen. Doch es kann noch viel mehr: Wer nur 30 Sekunden den Kalt-Wasserhahn aufdreht, tut viel für seine Gesundheit. Es verbessert das Immunsystem, heizt den Stoffwechsel an und macht bei regelmäßigem Training sogar stressresistenter.

Fehler Nummer Acht: Jeden Tag Haare waschen

Die Jünger der "No Poo"-Bewegung, darunter viele Hollywoodstars, schwören darauf, so wenig wie möglich Wasser an den Körper zu lassen. Auch das tägliche Haare waschen ist ihnen ein Dorn im Auge – schließlich soll das auf Dauer die Haare und die Kopfhaut austrocknen.

Auch dieser Mann hat sich seit zwölf Jahren nicht mehr geduscht - und kam so zu einer genialen Geschäftsidee.

Stattdessen wird die Haarwäsche so lange wie möglich hinausgezögert (maximal zwei- bis dreimal pro Woche), und Trockenshampoo verwendet. Wer lockige oder extrem strohige Haare hat, sollte diese sogar nur einmal die Woche waschen.

Fehler Nummer Neun: Handtuch nicht wechseln

Nur die Ruhe: Es ist kein Problem, ein Handtuch zwei– bis dreimal zu benutzen, bevor Sie es zur Schmutzwäsche geben. Aber nur, wenn Sie es nach dem Abtrocknen an die Luft hängen. Ansonsten bleiben tote Hautzellen kleben, ein gefundenes Fressen für Bakterien. Wenn Sie das Handtuch immer wieder benutzen, kann es sein, dass sie nicht nur eine Hautinfektion riskieren, sondern auch, dass es anfängt, fies zu müffeln.

Wenn Sie wissen wollen, wie oft Sie Ihr Handtuch wirklich wechseln müssen, erfahren Sie hier.

jp

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