Ärzte warnen vor Gesundheits-Trend

Achtung: Wer Plazenta-Pillen isst, bringt sein Baby in Gefahr

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Der neue Trend zu Plazenta-Pillen könnte gefährlich für Ihr Baby werden. Keime könnten sich darin tummeln.

Hollywood-Ladies wie Kim Kardashian schwören darauf: Pillen aus ihrer eigenen Plazenta. Doch der eklige Trend kann böse Folgen für das Baby haben.

Was sich im ersten Moment unglaublich und vielleicht auch widerlich anhört, ist der neueste Gesundheits-Schrei bei den Promidamen. Neuerdings schwören die frischgebackenen Mamis aus der High Society nämlich darauf, ihre eigene Plazenta zu essen. Besser gesagt, sie lassen sie nach der Geburt zu Pulver verarbeiten und nehmen sie als Pillen täglich zu sich. Das Versprechen: Diese soll voll gesunder Nährstoffe sein.

Hollywood-Trend Plazenta-Pillen sollen besonders gesund sein

Manche Hollywoodstars machen auch keinen Hehl aus dieser ungewöhnlichen Praktik und posten, wie etwa Kim Kardashian nach der Geburt ihres Sohnes Saint West, stolz ihre Plazenta-Pillen auf Facebook. Darauf zu sehen: Eine Art Einmachglas, auf dem steht "Kim. Deine großartige Plazenta".

Doch nicht nur die Promis, auch immer mehr Normalo-Frauen sind vom neuesten Gesundheitstrend begeistert. Sie glauben: Die eigene Plazenta zu essen macht nicht nur schöner, sondern hilft auch gegen die gefürchtete Wochenbettdepression und Schmerzen nach der Schwangerschaft.

Sind Plazenta-Pillen Bakterienschleudern?

Doch Experten warnen laut huffingtonpost.de jetzt: Das Gegenteil sei der Fall. Diese fatale Denke könnte dem Kind sogar erheblich schaden. So soll im September 2016 eine US-Amerikanerin ein gesundes Kind bekommen haben.

Nur wenige Tage später sei es angeblich mit Atemproblemen auf die Intensivstation eingewiesen worden sein. Die Diagnose: Das Baby litt unter einer Blutvergiftung und hatte sich mit den gefährlichen B-Streptokokken infiziert.

Darum können Plazenta-Pillen gesundheitsgefährdend sein?

Die Ärzte fanden heraus, dass es an den Plazenta-Pillen der Mutter lag. Sie hatten zuvor eine Probe der Pillen genommen und den Erreger darin gefunden. Beim Stillen gelangten die Keime durch die Muttermilch in das Kind.

Der Grund dafür liegt wohl darin, dass die Plazenta während der Schwangerschaft das Baby im Bauch vor Bakterien schützt und Schadstoffe filtert. Diese Keime bleiben in der Plazenta bestehen, auch wenn Sie zu Pulver verarbeitet wird – und können so für die Gesundheit von Mutter und Kind gefährlich werden.

Wussten Sie auch, dass der Geburtsmonat Ihres Babys entscheidend für spätere Krankheiten sein kann?

Lesen Sie hier zudem, wie nur ein wenig Alkohol das Gesicht Ihres Babys verändert.

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Von Jasmin Pospiech

Sport nach der Geburt: Darauf sollten Mütter achten 

Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf". Foto: Laufmamalauf
Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf".  © Laufmamalauf
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. © Klaus-Dietmar Gabbert
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten. Foto: Laufmamalauf/Caro Hoene
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten.  © Caro Hoene
Petra Schweers ist Hebamme und Kangatrainerin aus Berlin. Foto: Petra Schweers
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Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen.  © Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. © Klaus-Dietmar Gabbert
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. Foto: Laufmamalauf/V. Mitelman
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. © V. Mitelman
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. © Klaus-Dietmar Gabbert

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