Arthrose: Joggingschuhe sind schlimmer als High Heels

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Spezielle Laufschuhe schonen zwar die Füße, sind aber besonders schädlich für Knie und Hüften. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher im Rahmen einer Studie, die jetzt im Fachmagazin "PM&R: The Journal of Injury, Function and Rehabilitation" veröffentlich wurde.

Dazu verglich das Team um D. Casey Kerrigan von der University of Virginia die Belastung der Fuß-, Knie und Hüftgelenke beim Barfußlaufen und beim Laufen mit Joggingschuhen. Als Testpersonen rekrutierten die Forscher 68 gesunde junge Männer und Frauen. Diese gaben alle an, mindestens 15 Meilen (ca. 24 km) pro Woche zu laufen. Keiner von ihnen hatte zuvor Gelenkprobleme gehabt.

Zur besseren Vergleichbarkeit erhielten alle Teilnehmer das gleiche Laufschuhmodell, das die charakteristischen Merkmale gängiger Joggingschuhe in sich vereinte. Die Teilnehmer liefen anschließend abwechselnd barfuß oder beschuht auf einem Laufband, wobei ihre Bewegungsabläufe mit einem speziellen Analyseverfahren untersucht wurden.

Dabei zeigte sich, dass sich die Gelenke stärker verdrehten, wenn die Läufer mit Schuhen liefen. So verdrehte sich das Hüftgelenk um 54 Prozent stärker als beim Barfußlauf, das Kniegelenk um 38 Prozent. Die Kombination aus Drehung und Druck ist für Gelenke besonders schädlich und fördert Arthrose.

"Erstaunlicherweise war die Drehbelastung beim Laufen mit Turnschuhen sogar stärker als die Belastung, die früheren Untersuchungen zufolge High Heels beim Gehen verursachen", erklärt Kerrigan. Die Forscher wiesen darauf hin, dass Entwickler von Laufschuhen diese Problematik beim Designen neuer Modelle berücksichtigen sollten. (nh)

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