Arzt: Ehec-Schnelltest im Moment wenig hilfreich

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Der neue Ehec-Schnelltest aus Münster wird nach Meinung des ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) „kurzfristig nicht so sehr viel helfen“.

Im Augenblick seien zumindest alle Patienten im UKE mit Krämpfen im Bauchbereich und blutigen Durchfällen ausnahmslos mit dem Darmkeim Ehec infiziert, sagte Jörg Debatin im ZDF-„Morgenmagazin“. „Insofern brauchen wir diesbezüglich keinen Schnelltest.“

Der Test werde aber sicherlich langfristig helfen, „vielleicht bei weiteren Epidemien dieser Art“. Die Uniklinik Münster hatte mitgeteilt, dass dort Wissenschaftler einen Schnelltest zum Nachweis des Ehec-Erregers entwickelt haben. Mit Hilfe des molekularbiologischen Verfahrens könnten bereits kleinste Mengen des Erregers binnen weniger Stunden auf die speziellen Eigenschaften des Ausbruchsstamms untersucht werden. 

Die Hamburger Mediziner werden den Schnelltest laut Debatin nur sehr bedingt einsetzen. Die UKE-Ärzte behandeln nach seinen Angaben 82 Patienten mit der schweren Ehec-Komplikation HUS. Deutschlandweit sind in der aktuellen Ausbreitungswelle des Erregers mindestens 14 Menschen infolge der Durchfallerkrankung gestorben. (dpa)

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