Schnelle Hilfe

Auch leichte Schmerzen bei Minderjährigen untersuchen lassen

+
Kopfschmerzen lassen sich teilweise durch Entspannungsübungen vermeiden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Jugendliche aufgepasst: Tauchen Kopf- und Rückenschmerzen immer wieder auf, sollten sie zum Arzt gehen. Auch wenn es sich dabei um leichte Schmerzen handelt. Es besteht die Gefahr, dass sie sich sonst über Jahre festsetzen.

Berlin (dpa/tmn) - Klagt ein Kind oft über Kopf- oder Rückenschmerzen, sollten Eltern nicht abwarten. Rücken-, Bein- oder Kopfschmerzen seien bei jungen Menschen oft die Folge von scheinbar harmlosen Unfällen, sagt Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

"Da ist es wichtig, dass man sorgfältig untersucht, weil man diese Veränderungen frühzeitig durch ganz einfache Übungen korrigieren kann", sagt Müller-Schwefe. Geschieht das nicht, könnten die Schmerzen bis ins Erwachsenenalter hinein bleiben.

"Schmerz ist nicht einfach eine Information, die von der großen Zehe ins Gehirn kommt", erklärt Müller-Schwefe. Vielmehr werde Schmerz auf verschiedenen Stationen verarbeitet: im Rückenmark, im Hirnstamm und in der Gehirnrinde. Dort verändert die Information auch die Steuerung der jeweiligen Nervenzellen. "Das funktioniert genau wie das kleine Einmaleins. Wiederholt man es oft, kann man es gut." Für den Schmerz bedeute das: Kommt die gleiche schmerzhafte Information immer wieder, reagieren die Nervenzellen immer empfindlicher auf geringe Reize.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.