Die Kraft der richtigen Worte

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Sprache bewusst einsetzen: Gerade in der Altenpflege können die richtigen Worte für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Worte haben eine große Kraft. Sie können schmeicheln und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sie können das Gegenüber aber auch verletzen. Gerade in der Altenpflege, wo Vertrauen und Fürsorge eine zentrale Rolle spielen, ist ein respektvoller Umgangston wichtig.

Bei der AWO Nordhessen hat man das längst erkannt. In Schulungen lernen Mitarbeiter, wie sie die richtigen Worte im Umgang mit Kollegen, Bewohnern und Angehörigen finden.

„Kommunikation spielt eine zentrale Rolle in der Altenpflege“, weiß Sigrid Junge, Abteilungsleiterin der Altenhilfe. Doch gerade im stressigen Arbeitsalltag komme die freundliche, deutliche Verständigung untereinander oft zu kurz. Das Projekt „Sprachkultur“, das seit Jahren in allen AWO-Altenzentren realisiert wird, setzt genau dort an. Mitarbeiter erfahren in Seminaren, wie sie positiv auf andere zugehen.

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„Schöne Sprache“ nennt Sigrid Junge den freundlichen, wertschätzenden Umgangston, der dank des Projekts nun in den AWO-Einrichtungen Standard ist. Doch was bedeutet das eigentlich? „Wichtig ist es, sich die eigene Sprache bewusst zu machen. Denn häufig benutzen wir Ausdrücke, die negativ auf andere wirken können“, erklärt sie. Wie kann ich meine Wünsche klar und respektvoll formulieren? Diese Frage sollten sich die Mitarbeiter häufiger stellen.

Aber auch in schwierigen Situationen angemessen zu reagieren, wird bei den Praxistagen trainiert. „Emotionsgeladene Gespräche mit Bewohnern oder Angehörigen gehören zum Alltag der Pflegekräfte. Die große Herausforderung ist es, in solchen Momenten ruhig und professionell zu agieren“, weiß Sigrid Junge. Auch da seien es die richtigen Worte, die eine hitzige Diskussion entschärfen könnten. „Wenn ich Sprache bewusst einsetze, kann ich Situationen gestalten. Das ist eine wichtige Erkenntnis.“

Mittlerweile haben sich 60 Frauen und Männer aus dem Pflege- und Betreuungsbereich zu Sprachbegleitern ausbilden lassen. Sie kommen zu regelmäßigen, praktischen Seminartagen zusammen. Hinzu kommen 15 Führungskräfte, die nun als Sprachmentoren fungieren und ihre Erkenntnisse in die jeweiligen Teams tragen. (pdf)

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