Innovativer Therapieansatz

Bahnbrechend: Ist die Heilung von Heroin bald in Sicht?

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Ein Entzug fällt Heroinsüchtigen schwer. Doch ein Impfstoff könnte endlich dabei helfen, von der gefährlichen Droge wegzukommen.

Jährlich sterben Zigtausende an den Folgen von Drogen. Zu den härtesten zählt Heroin. Doch eine bahnbrechende Forschung könnte endlich für Abhilfe sorgen.

Krokodil, Crystal Meth oder Heroin: Sie alle zählen zu den gefährlichsten Drogen der Welt. Und sie alle haben viele Menschenleben auf dem Gewissen. Das Perfide an ihnen: Anfangs machen sie "high", doch dann schlagen sie zu. Sie zerstören den Körper von innen und von außen. Da sie so stark süchtig machen, fällt Betroffenen ein Entzug sehr schwer. Die wenigsten können sich von Heroin & Co. für immer lossagen.

Impfstoff gegen Heroin: Heilung endlich möglich?

Doch ein innovativer Therapieansatz könnte das endlich ändern: Wie Süddeutsche.de meldet, haben Forscher um die Wissenschaftler Paul Bremer und Kim Janda vom Scripps Research Institute in Kalifornien einen Impfstoff gegen Heroin hergestellt. Das berichtet das Team zumindest im "Journal of the American Chemical Society".

Darin schreiben sie, dass sie den Impfstoff bereits an Rhesusaffen getestet hätten – mit großem Erfolg. Bei den Tests hätte sich unter anderem gezeigt, dass dieser eine Immunreaktion im Körper der Affen bewirkt habe. Mit der Folge, dass Antikörper gebildet wurden, die sich sofort an das Heroin und sein Abbauprodukt 6-Acetylmorphin gebunden und die Droge zerstört hätten.

Das Besondere daran: Dadurch konnte das Heroin die Blut-Hirn-Schranke gar nicht erst passieren und im Gehirn an einen Rezeptor andocken. Schließlich entstehen erst dort die bekannten Symptome des Drogenkonsums, wie Rausch, Euphorie, aber letztendlich auch Halluzinationen oder Depressionen.

Impfstoff: Memory-Funktion des Körpers hilft gegen Heroin?

Bei den Affen war allerdings nichts davon beobachtet worden – nicht einmal, als die Forscher immer höhere Dosen des Opioids in den acht Monaten Testzeit gaben. Doch nicht nur dieses bahnbrechende Ergebnis erstaunte – auch die Tatsache, dass zwei der vier untersuchten Affen stärker auf den Impfstoff reagierten als die anderen.

Diese beiden Affen sollen in einer früheren Studie bereits einmal geimpft worden sein. Daher glauben die Forscher, dass sich der Körper daran erinnern kann – und dass das auch beim Menschen der Fall sein könnte.

Deshalb sei der nächste Schritt das Testen am Menschen. Schließlich könnten Drogensüchtige damit doppelt geholfen werden: Einerseits die Impfung, die dafür sorgt, dass das Heroin nicht an den Hirnrezeptoren andockt – und andererseits die gängige Therapie mit Schmerzmitteln, die stattdessen an ihnen andocken und für eine schnelle Entwöhnung sorgen.

Weg von der Sucht: Impfstoff soll Betroffenen beim Entzug helfen

Dadurch hoffen die Wissenschaftler, dass Suchtpatienten schneller von der Droge wegkommen. Schließlich spritzt sich niemand mehr Heroin, wenn es nicht mehr kickt. Allerdings könnte es dann passieren, dass Betroffene auf andere Suchtmittel umsteigen.

Dennoch sind die Forscher guter Hoffnung und glauben, dass der Impfstoff auch beim Menschen positiv anschlagen wird. Ob das Mittel allerdings auch zugelassen wird, ist noch unklar.

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Von Jasmin Pospiech

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