Barrierefrei wohnen: Förderungen erleichtern Umbauten

Treppen, Schwellen und andere Stolperfallen – für ältere Menschen gibt es im Haus oder in der Wohnung viele Hindernisse. Sie lassen sich mit einem altersgerechten Umbau beseitigen. Seit Anfang 2012 gibt es dafür neue Fördermöglichkeiten. „Eine altersgerechte Wohnung ist barrierearm“, erklärt Expertin Heidemarie Galle. Das bedeute unter anderem, dass die Türen mindestens 80 Zentimeter breit und alle Schwellen und Stolperstellen beseitigt sind. Dazu kommen Bewegungsräume zum Rangieren mit dem Rollstuhl, ein Badezimmer mit Extras wie Haltegriffen und möglicherweise ein Treppenlift.

Bundesweite Förderprogramme und regionale Anlaufstellen

Wenn Umbauten nötig werden, wird es teuer. „Alleine für die Sanierung eines Badezimmers sind mindestens 15 000 Euro zu veranschlagen“, sagt Galle. Eine Komplettsanierung nach altersgerechten Kriterien kann sogar im fünfstelligen Bereich liegen. Gut ist da das Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das ein Darlehen von bis zu 50 000 Euro vergibt. Die Zinsen dafür liegen je nach Laufzeit, Zinsbindungsfrist und Zahl der tilgungsfreien Jahre zwischen 1,91 Prozent und 2,47 Prozent.

Neben dem KfW-Programm gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten. „Wer pflegebedürftig ist, kann für den bedarfsgerechten Umbau Geld von seiner Pflegekasse erhalten“, sagt Alrun Jappe von der Stiftung Warentest. Wie viel der Einzelne bekommt, richtet sich nach den Kosten der Sanierung und dem Einkommen. Auch bestehe die Chance auf Geld von der Unfallversicherung, wenn der Umbaubedarf nach einem Unfall nötig wird.

Sind alle Möglichkeiten ausgelotet, die für den altersgerechten Umbau notwendigen Mittel aber noch nicht beisammen, stehen noch der Gang zum Sozialamt oder das Beantragen eines Bankkredits offen. Wobei beides nur unter bestimmten Voraussetzungen aussichtsreich ist. NICOLA MENKE / TMN

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